VANCOUVER
Vancouver liegt im Westen Kanadas und ist die drittgrößte Stadt des Landes. Zusammen mit dem Umland bildet sie eine der größten Metropolregionen an der Pazifischen Westküste. Vancouver ist eine multikulturelle Stadt, in der sich zahlreiche Kulturen mischen. Ein besonderes Flair vermittelt auch die Lage der Stadt: Vancouver liegt nahe der North Shore Mountains und am Meeresarm der Straße von Georgia. Auch im Sportbereich hat die Stadt einiges zu bieten, denn Vancouver ist der Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2010.
| Zahlen und Fakten Vancouver |
|---|
Land Kanada City-Code YVR Einwohner 611.870 Klimazone* Seeklima Fläche 115 km² Sprachen** Englisch Zeitzone GMT --8 Höhe 0-167 m ü. NN Währung(en) Internetpräsenz |
* Temperatur min.: Ø 3.0° C im Januar
Temperatur max.: Ø 17,4° C im Juli
Niederschlag max.: 178 mm im Dezember
milde/regnerische Winter; mäßig warme Sommer
beste Reisezeit: April - Oktober
** Französisch ist ebenfalls Amtssprache, wird in den Schulen unterrichtet und taucht in vielen öffentlichen Texten auf.
Vancouver ist eine junge und moderne Stadt, die Skyline wird von zahlreichen Wolkenkratzern geprägt. Erst im neunzehnten Jahrhundert entstanden im heutigen Stadtgebiet Siedlungen, als 25.000 Menschen in die Region zogen, um Gold zu finden. Andere wichtige Wirtschaftszweige waren Forstwirtschaft und Schiffsbau. Die bedeutendste Ansiedlung nannte man nach dem Kneipenbesitzer John Deighton (´Gassy Jack` – der geschwätzige Jack) Gastown. Vancouver heißt die Stadt seit 1886. Im Jahr 1892 hatte sie 15.000 Einwohner, aber schon 1900 waren es dank dem durch die Eisenbahn ausgelösten wirtschaftlichen Aufschwung über 100.000. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bildeten Menschen von den Britischen Inseln die größte Einwanderergruppe, auch heute noch stellen sie die größte ethnische Gruppe in Vancouver. Bis in die 1960er Jahre war die Stadt stark britisch geprägt. Insbesondere in den Stadtteilen South Granville und Kerrisdale macht sich britischer Einfluss auf das kulturelle Leben heute noch bemerkbar. Auch viele Menschen deutscher Abstammung haben die Stadt mit aufgebaut, ebenso wie Ukrainer und Skandinavier. 30 Prozent der Einwohner Vancouvers sind chinesicher Abstammung und auch aus Japan und einigen weiteren Ländern Asiens haben sich zahlreiche Menschen hier niedergelassen. Vancouver hat demzufolge eine echte ´Multi-Kulti-Gesellschaft´ und gilt als tolerante und weltoffene Großstadt. In Vancouver sind neben den europäischen und chinesischen zuvorderst indische (Stadtgebiet Punjabi Market), italienische (Little Italy), griechische (Greektown), japanische (Japantown) und koreanische (Koreatown) Einflüsse präsent.
Die Outdoor-Sportmöglichkeiten in Vancouver und Umgebung sind umfassend. An den Stränden kann man Baden, Volleyball oder Beachball spielen und Surfen. In den umliegenden Naturlandschaften kommen Trekkingfreunde auf ihre Kosten, umfangreiche Klettermöglichkeiten sind ebenfalls gegeben. Auch zum Kanufahren und Rafting sowie für Mountainbiketouren bitet das Einzugsgebiet der Stadt viel. Da Vancouver neben großen Gebirgszügen liegt, kann man in der Gegend auch sehr gut Hiken. In den Bergen gibt es einige bekannte Ski- und Snowboardgebiete, beispielsweise Cypress Mountain, Grouse Mountain, Mount Seymour und das eine zweistündige Autofahrt entfernte Whistler, wo die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2010 stattfinden.
Vancouver ist aufgrund warmer Meeresströmungen einer der wärmsten Flecken Kanadas. Alle Jahreszeiten sind deutlich ausgeprägt, im Hochsommer wird es teils über 30 Grad warm und im Winter schneit es regelmässig, wobei der Schnee normalerweise nur in den höhergelegenen Vororten länger liegenbleibt. Im Durchschnitt regnet es an 166 Tagen pro Jahr, von November bis März fällt nicht selten an bis zu 20 Tagen hintereinander Regen.
Sehenswürdigkeiten / Highlights
Zum Shopping geht es in Vancouver in die Robson Street oder in die Kopfsteinpflastergassen von Gastown. Vom Einkaufen erholen können sich Besucher in der Natur rund um die City: Im 405 Hektar großen Stanley Park stehen die höchsten Rot-Zedern Nordamerikas und zahlreiche bunte Totempfähle. Eine gute Aussicht über Stadt und Umgebung bietet der Grouse Mountain, dessen Bergspitze mit der Seilbahn erreichbar ist. Hoch hinaus geht es auch auf der Capilano Suspension Bridge, der längsten und höchsten Fußgängerhängebrücke der Welt. Kunstfans kommen in der Vancouver Art Gallery auf ihre Kosten, der größten Kunstgalerie Westkanadas in Downtown Vancouver.
Historie und Wirtschaft
In Vancouver kann man in Badekleidung am Strand liegen und schneebedeckte Berggipfel betrachten. Umliegende Wälder bieten urtümliche Natur und auch die Parks der Stadt können sich sehen lassen, in erster Linie ist hier der Stanley Park zu nennen. Dieses große Naturschutzgebiet liegt direkt neben dem Stadtzentrum, der Gast bekommt Riesenbäume und zahlreiche Tiere zu Gesicht, auch das dortige Aquarium zieht Besucher an. Ebenfalls von touristischer Bedeutung ist der Queen Elizabeth Park. In Chinatown kann man den klassischen chinesischen Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden besichtigen. Die beiden botanischen Gärten VanDusen Botanical Garden im Stadtbezirk Shaughnessy und UBC Botanical Garden (inkl. dem Nitobe Memorial Garden) auf dem Gelände der University of British Columbia sind ebenfalls beliebte Ausflugsziele.
Nachdem Vancouver den Zuschlag zur Durchführung der Weltausstellung 1986 erhalten hatte, begann in der Stadt ein Bauboom, der mit wenigen Unterbrechungen bis heute anhält. 1983 wurde das BC Place Stadium eröffnet, das erste überdachte Stadion Kanadas. Weitere markante Bauten, die im Hinblick auf die Expo 86 entstanden und seither das Stadtbild prägen, sind Science World, Canada Place und die Plaza of Nations. Aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts stammen die neoklassizistische Vancouver Art Gallery und das mit Terrakotta-Ziegeln verkleidete Dominion Building. Letzteres war von 1908 bis 1910 das höchste Gebäude des Britischen Empire, diese Rolle hatte anschließend bis 1912 der im Beaux-Arts-Stil erbaute Sun Tower mit seiner markanten grünen Kuppel inne. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das 1930 im Art Déco-Stil erbaute Marine Building, das dem New Yorker Empire State Building nachempfunden ist. 1989 genehmigte der Stadtrat Richtlinien zum Schutz der Aussicht. Damit soll uneingeschränkte Aussicht auf die North Shore Mountains garantiert werden. Das höchste der neuen Gebäude wird ab Ende 2008 das 197 m hohe Living Shangri-La sein. Einen Überblick über Vancouver und das Umland kann man sich auf der 360 Grad-Aussichtsplattform des Harbour Centre Tower verschaffen.
Vor der Küste von Vancouver hat man die seltene Gelegenheit, Wale in freier Natur zu beobachten. Sehr beliebt sind auch die Floatplanes genannten Wasserflugzeuge. Mit diesen kann man sich einen hervorragenden Überblick über die Stadt sowie die Metropolregion und ihre beeindruckende Natur verschaffen.
Travel Highlights
Granville Island, Stanley Park, Grouse Mountain, Capilano Suspension Bridge, Gastown, Vancouver Art Gallery, Vanier Park, VanDusen Botanical Garden, UBC Museum of Anthropology
Shopping
In der Robson Street, der bekanntesten Shoppingmeile von Vancouver, gibt es alles vom traditionellen Kunsthandwerk bis hin zu modernen Designerläden und Schmuckgeschäften.
Das Pacific Centre in Downtown bietet hauptsächlich international bekannte Markenware, Tickets, Geldwechselstuben und Gourmet Food to go an. Es ist das führende Modezentrum der Stadt mit dem Vorzeigeladen von Holt Renfrew.
Im Norden der Stadt und direkt neben dem historischen Stadtkern befindet sich das Einkaufszentrum Lonsdale Quay mit über 90 Geschäften und Restaurants. Nur 20 Minuten mit dem SkyTrain von Downtown Vancouver entfernt ist das Metrotown Centre, mit 470 Geschäften das größte Einkaufszentrum in British Columbia.
Da Vancouver zu fast einem Drittel von Chinesen bevölkert ist, gibt es ein breites Angebot an asiatischen, insbesondere chinesischen Waren. Chinatown liegt zentral, dem historischen Stadtkern benachbart.
In Yaletown wurden alte, aus Ziegelstein gebaute Lagerhäuser in trendige Kleiderläden und Spezialboutiquen, Designer-Showrooms und eine florierende Restaurant-, Terrassen- und Barszene verwandelt.
Flughäfen in Vancouver
☍ Vancouver International Airport
☍ Abbotsford International Airport
Airlines in Vancouver
☍ Air Canada☍ Transat☍ Lufthansa
Essen und Trinken
Als Multi-Kulti-Metropole hat Vancouver ein umfangreiches Angebot an Speisen und Getränken. Auch die deutsche Küche kommt dabei nicht zu kurz, denn einige der zahlreichen deutschen Auswanderer haben in der Stadt Restaurants eröffnet. In der Robson Street gibt es angesagte Cafés und Essen vom Imbiss bis zu exquisiten Restaurants. Im Künstlerviertel Granville Island, in dem sich auch Markthallen befinden, ist das Angebot an Speisen und Getränken besonders abwechslungsreich. Chinatown bietet eine breite Palette an asiatischen Speisen.
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Nützliche Informationen
Downtown
Das Stadtzentrum heißt Downtown und gliedert sich in Downtown und Downtown eastside. Der Downtown genannte Teil ist auf zwei Seiten von Wasser umgeben. Innerhalb von Downtown befinden sich die meisten touristisch interessanten Gegenden der Stadt, darunter Gastown, Granville und Chinatown. Hier befindet sich auch die bekannte Shoppingmeile Robson Street. Im historischen Zentrum der Stadt gibt es einige deutsche Läden und Restaurants, die auf deutsche Einwanderer zurückgehen.
Gastown
Der alte Stadtkern Gastown hat noch Straßen mit Kopfsteinpflaster. Gassen aus dem 19. Jahrhundert vermitteln einen Einblick in die Geschichte. Galerien mit kunstgewerblichen Gegenständen reihen sich hier an Souvenirläden und andere Geschäfte.
Granville
Als kulturelles Szeneviertel Vancouvers gilt Granville Island, wo es Theater, Galerien, verschiedenste Künstlerstudios und einzigartige Läden zu besuchen gibt. Es liegt am südlichen Ende des Meeresausläufers False Creek an der Granville Street Bridge. Granville Island ist ein fußgängerfreundliches und landschaftlich reizvoll gelegenes Viertel mit buntem Gemisch aus Kunstgewerbe und öffentlichen Märkten. South Granville wird wegen der Kunstgalerien, Innendekorationsgeschäfte, Antiquitätenläden, Bekleidungsgeschäften und Restaurants geschätzt.
China Town
Das chinesische Viertel in Vancouver ist nach dem in San Francisco das zweitgrößte der westlichen Hemisphäre und hat nach San Francisco und New York die drittgrößte chinesische Bevölkerung. Die Hauptstraße ist Pender Street, Chinatown liegt sehr zentral und ist daher für Touristen äußerst gut zu erreichen. Umgeben wird es von Downtown, Gastown, Downtown eastside, Japan town und Strathcona. Main, Pender, und Keefer Street sind die Zentren der kommerzielllen Aktivitäten. Heute ziehen die meisten Neuankömmlinge aus Taiwan und China nach Richmond und bauen dort eine moderne chinesische Wohn- und Geschäftsgegend auf.
Kitsilano
In nächster Nachbarschaft zum Stadtkern liegt das alte Hippieviertel Kitsilano. In den späten sechziger Jahren spielte es für Kanada eine ähnliche Rolle wie Height Ashbury in San Francisco für die USA. Heute ist es allerdings ein ´normales´ bürgerliches Wohnviertel, das aufgrund seiner attraktiven Lage auch für Yuppies von Interesse ist. In dem beliebten und trendigen Stadviertel leben viele junge Berufstätige; hier findet man zahlreiche Restaurants, Bioläden, Cafés und Fachgeschäfte. Die West 4th Avenue ist die Shoppingmeile im Stadtteil Kitsilano. Ob Hippie oder Yuppie, in Kitsilano gibt es sehr schöne Strände mit Blick auf die Skyline Vancouvers und die North Shore Mountains.
Weitere interessante Stadtviertel
Charakteristisch an Yaletown sind alte, aus Ziegelstein gebaute Lagerhäuser, die in trendige Boutiquen und gastronomische Betriebe umgewandelt worden sind.
Main Street ist ein aufstrebendes Stadtviertel voller Kunstgalerien, Kleidergeschäften sowie Antiquitäten- und Kunstgewerbeläden.
Im früher als „Klein-Italien“ bekannten Stadtviertel Commercial Drive findet man italienische Cafés, hervorragende Restaurants, Livemusik, Theater, Kunstausstellungen und ungewöhnliche Geschäfte.
Die Vancouver Art Gallery ist mit rund 8.000 Kunstwerken (darunter 200 bedeutende Werke von Emily Carr und Illustrationen von Marc Chagall) das größte Kunstmuseum in Westkanada. Im Schifffahrtsmuseum Vancouver Maritime Museum ist der Schoner St. Roch ausgestellt, das erste Schiff, das die Nordwestpassage vom Pazifik zum Atlantik durchquert hat. Auch das Museum of Anthropology auf dem Gelände der University of British Columbia und das Vancouver Museum geniessen einen hervorragenden Ruf. Science World bringt Besuchern auf spielerische Weise die Welt der Wissenschaft näher.
In Vancouver finden fährlich zwei weithin bekannte Musikfestivals statt, das Vancouver Folk Music Festival und das Vancouver International Jazz Festival. Ebenfalls sehr bekannt ist der musikalisch untermalte Feuerwerk-Wettbewerb Celebration of Light an den Stränden der English Bay, der in der Zeit von Ende Juli bis Anfang August von über 1,5 Millionen Zuschauern verfolgt wird.
Vancouver ist als tolerante und weltoffene Stadt bekannt. Die Multi-Kulti-Gesellschaft sorgt für lebendigen Austausch zwischen den Völkern. Die Rate an interkulturellen Ehen ist mit über sieben Prozent doppelt so hoch wie im übrigen Kanada.
Weitere Informationen unter unseren hilfreichen Links:
☍ Vancouver Sun
☍ The Province News aus British Columbia
☍ TransLink Skytrain und Busverkehr
☍ Harbour Air Wasserflugzeuge
☍ Hostels in Vancouver
☍ Vermittlung von Gastfamilien
☍ Sehenswürdigkeiten
☍ Olympische Winterspiele 2010
☍ Homepage der Stadt Vancouver
☍ Touristikverband British Columbia


