Der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) hat in Berlin gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den aktuellen Low-Cost-Monitor veröffentlicht. Gegenüber den Vorjahren hat sich das Wachstum danach deutlich verlangsamt (2006: 24 Prozent; 2007: 20,5 Prozent, 2008: 6,1 Prozent).
Zu den Ergebnissen erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel: „Die hohe Marktdurchdringung und die zeitweise extrem hohen Kerosinpreise führten im vergangenen Jahr zu einer deutlichen Abschwächung des Wachstums beim Low-Cost-Verkehr“. Dennoch habe sich der Bereich der Billigflieger als stabiles Marktsegment etabliert, betont Beisel. Die Zahl der im Low-Cost-Verkehr (LCC) beförderten Passagiere in Deutschland stieg im Jahr 2008 um 6,1 Prozent auf 54,3 Millionen Passagiere.
Krise verschärft Preiskampf im Luftverkehr
2008 begann für die Billig-Airlines im deutschen Markt zunächst viel versprechend mit Zuwachsraten von 17 Prozent. Im Jahresverlauf hat sich das Wachstum jedoch kontinuierlich verringert und war ab Oktober sogar rückläufig. „Zu dieser Entwicklung haben auch der konjunkturbedingte Nachfragerückgang und die erfolgreiche Preissteuerung der etablierten Fluggesellschaften mit günstigen Sondertarifen beigetragen“, sagt Ralph Beisel. Und die Trennschärfe nimmt weiter ab: etablierte Carrier haben günstige Sondertarife, Billig – Fluggesellschaften bieten gerade bei kurzfristigen Buchungsanfragen nicht immer das günstigste Flugticket an.
Im zurückliegenden Jahr ist der Anteil des LCC Verkehrs am gesamten Passagieraufkommen der Flughäfen noch einmal leicht auf 28,3 Prozent angestiegen. 36 Prozent dieser Passagiere (19,8 Millionen) entfielen auf den Inlandverkehr. Im grenzüberschreitenden Verkehr wurden 34,5 Millionen Passagiere gezählt (+4,6 Prozent).
Die meisten Low-Cost-Passagiere wurden an den Flughäfen in Berlin (11,5 Millionen) Köln/Bonn (7,2 Millionen), Düsseldorf (5,2 Millionen) und München (5,1 Millionen) gezählt.
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