KöLN

Köln liegt im Westen Deutschlands am Rhein. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Kölner Dom, der von 1248 bis 1880 erbaut wurde und zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die Römer haben viele Spuren in Köln hinterlassen, und im Mittelalter galt die Stadt am Fluss als wichtiger Handelsplatz. Die Rhein-Metropole war in ihrer Geschichte zudem Bischofssitz, Reichsstadt und Hansestadt. Im zweiten Weltkrieg wurde Köln jedoch zu weiten Teilen zerstört. Heute kommen Besucher besonders zur Besichtigung der zahlreichen Museen und romanischen Kirchen in die Stadt. Einblicke in die Kölsche Lebensart verschaffen besonders der Karneval und die typischen Kölsch-Kneipen.

Zahlen und Fakten Köln
Land
Deutschland
City-Code
CGN
Einwohner
996.690
Klimazone*
Seeklima
Fläche
405,2 km²
Sprachen**
Deutsch
Zeitzone
GMT +1
Höhe
37,5–118,4 m ü NN
Währung(en)
 
Internetpräsenz

* Temperatur min.: Ø 2.4 Grad Celsius im Januar
Temperatur max.: Ø 18.3 Grad Celsius im Juli
Niederschlag max.: Ø 88 mm im Juni
gemäßigt warme Sommer, milde/regnerische Winter
beste Reisezeit: April- bis Oktober

** tw. auch Dialekt (Kölsch)

Da simmer dabei, dat is prima, viva Colonia (Karnevalslied der Band Höhner)

Ob Kölscher Frohsinn, Kölscher Klüngel oder Kölsche Weltoffenheit – an so manchem Klischee über die Domstadt am Rhein ist etwas Wahres dran.
Ein kunterbunter Kulturen-Mix prägt das Alltagsleben in der Rheinmetropole, denn fast ein Fünftel der Kölner Einwohner hat ausländische Wurzeln. Zahlreiche zugezogene 'Immis' (Immigranten = jeder, der nicht in Köln geboren ist) leben heute in der Stadt, darunter viele Studenten, denn in Köln befinden sich die größte deutsche Universität und eine der wichtigsten Musikhochschulen Europas sowie zahlreiche weitere höhere Bildungseinrichtungen.

Die lebendige Rheinmetropole blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Offiziell zur Stadt ernannt wurde Köln im Jahr 50 nach Christus von der römischen Kaiserin Agrippina. Die typisch kölsche Lebensart zeigte sich schon früh: Bereits der germanische Stamm der Ubier, der hier ansässig war, zog die Zusammenarbeit mit den Römern kriegerischen Auseinandersetzungen vor. Heute gilt die viertgrößte Stadt Deutschlands als tolerant, weltoffen und ein bisschen 'jeck' (verrückt).

Religion spielte in der Rheinmetropole schon immer eine große Rolle. Die älteste bekannte jüdische Gemeinde nördlich der Alpen war bereits im vierten Jahrhundert in der heutigen Millionenstadt ansässig. Seit langer Zeit ist die Stadt zudem eine wichtige Bastion des katholischen Glaubens. Im zwölften Jahrhundert erhielt Köln (das römische Colonia) den Beinamen 'Sancta' (die Heilige), ein Privileg, dass sonst nur Rom, Jerusalem und Konstantinopel zugebilligt wurde. Eine gewaltige Stadtmauer mit zwölf Toren sollte an das himmlische Jerusalem erinnern. Bis in diese Zeit hinein war Köln eine der größten Ansiedlungen des nördlichen Europas. 1259 erhielt die Stadt das Stapelrecht für Warentransporte auf dem Rhein, das den Kölner Bürgern zu großem Wohlstand verhalf. In der Folgezeit gewannen weltlich orientierte Kölner an Einfluss gegenüber den Vertretern der römischen Kirche. Im Hochmittelalter blieb Köln die größte deutsche Stadt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg sah in Köln fast nichts mehr so aus, wie es einmal war, denn 95 % der historischen Altstadt und 78 % der übrigen Stadt wurden im Krieg zerstört. Vom ursprünglichen Stadtbild ist daher heute nur noch wenig zu erkennen. Nach und nach werden jedoch viele der rein funktionalen Gebäude aus der Nachkriegszeit durch architektonisch ansprechendere Neubauten ersetzt. Im bunt gemischten Stadtbild von Köln wechseln sich so Nachkriegsbauten und moderne Architektur mit einigen mittelalterlichen, gründerzeitlichen und römischen Gebäuden ab.

Köln ist ein wichtiger Medien- und Agenturstandort. Auf dem rechtsrheinischen Ufer der Stadt befinden sich die international bedeutsamen Kölner Messehallen.

Sehenswürdigkeiten / Highlights

Hoch hinaus geht es beim Aufstieg per Wendeltreppe auf den Kölner Dom: Die zwei Türme sind 160 Meter hoch und wurden im Stil der Hochgotik erbaut. Tief hinunter führt der Weg in die Domschatzkammer: Dort steht auch ein Goldsarkophag, der die Gebeine der Heiligen Drei Könige enthalten soll. Köln verfügt über einige romanische Kirchen, zu den bekanntesten zählen St. Gereon, Groß-St. Martin am Rhein sowie St. Ursula mit der Goldenen Kammer aus dem 17. Jahrhundert. Kulturreisende finden im Wallraf-Richartz-Museum eine Kunstsammlung vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert oder antike Objekte im Römisch-Germanischen Museum. Der 1. FC Köln und die Kölner Haie locken Sportfans in die Stadt.

Historie und Wirtschaft

Der im gotischen Stil errichtete Kölner Dom ist eine der größten Kathedralen weltweit und ist seit Jahren die meistbesuchte Touristenattraktion Deutschlands. Über 600 Jahre hat es gedauert, bis der Dom fertig gestellt war – und noch heute wird an stets neuen Stellen seiner Fassade gearbeitet und restauriert. Einen der beiden 160 Meter hohen Türme an der Frontseite kann man besteigen und einen tollen Ausblick auf die Altstadt genießen. Die Gebeine der Heilgen drei Könige, die in der Domschatzkammer in einem goldenen Schrein ruhen, ließen Köln schön früh zu einem wichtigen Ziel für Pilgerreisen werden.

Im linksrheinischen Innenstadtbereich Kölns haben insgesamt zwölf romanische Kirchen die Zeiten überdauert, von denen die größte Sankt Marien am Heumarkt ist.

Köln ist eine der ältesten römischen Stadtgründungen auf deutschem Boden. Aus der römischen Epoche sind unter anderem Teile der Stadtmauer, der Statthalterpalast, mehrere Brunnen und Wasserleitungen erhalten geblieben.

Kultur pur bietet die Domstadt auch in zahlreichen renommierten Museen: Direkt am zentral gelegenen Hauptbahnhof befindet sich das Museum Ludwig, welches moderne Kunst zeigt. Das Wallraff-Richartz-Museum in der Altstadt ist für seine Barock-Sammlung berühmt. Auch das Kölner Stadtmuseum, das Museum für Ostasiatische Kunst und das Museum für Angewandte Kunst, das die Verwendung künstlerischer Elemente in Alltagsprodukten vorstellt, sind einen Besuch wert. Interessant für Groß und Klein ist das Kölner Schokoladenmuseum, in dem die frisch fabrizierte Schokolade auch gleich gekostet werden kann.

Einen Ausflug wert ist auch der traditionsreiche Kölner Zoo, der in den letzten Jahren stark modernisiert wurde. Ein besonders Highlight ist die neue große Elefantenanlage, in der auch die Elefantenkinder und Publikumslieblinge Marlar, Ming Jung sowie Maha Kumari zu bewundern sind. Auch das Südamerikahaus, die Tropenhalle oder das Urwald-Affenhaus bringen exotisches Flair in die Rheinmetropole.
Wer den Eintritt für den Zoo sparen möchte, kann in der gegenüberliegenden Flora kostenlos 10.000 Pflanzenarten aus allen Vegetationszonen bewundern, die im Freien und in Gewächshäusern wachsen.

Travel Highlights

Dom, Karneval, Severinstor, Historisches Rathaus, St. Ursula, Eigelsteintorburg, Wallraf-Richartz-Museum, Museum für Ostasiatische Kunst, Groß St. Martin, St. Gereon, Rheinpark, Flora, Kölner Zoo, Heinzelmännchenbrunnen, Brauhaus Früh, Schokoladenmuseum, Hänneschen Theater

Shopping

Haupteinkaufsmeile: Hohe Straße/Schildergassse am Dom und Hauptbahnhof
Ehrenstraße: trendige Schuh-und Modeshops, ausgefallene Buch- und Antikläden, edle Boutiquen, sowie stylische Bars, Cafes und Restaurants
Belgisches Viertel: zahlreiche individuelle Modeboutiquen

Flughäfen in Köln

KölnBonn Airport
Flughafen Düsseldorf International

Airlines in Köln

LufthansaAirBerlinGermanwings

Essen und Trinken

Rheinische Spezialitäten: Reibekuchen (Rievkooche), Blutwurst, Kartoffel + Apfelauflauf (Himmel un Ääd). Achtung: 'Halve Hahn' ist kein Hähnchen, sondern ein halbes Roggenbrötchen mit Butter, zwei Scheiben Gouda und Zwiebelringen. In der multikulturellen Stadt sind zudem Spezialitäten aus aller Herren Länder erhältlich. Trinken: Eine Spezialität Kölns ist das Kölsch, ein obergäriges Bier mit leicht herbem Geschmack, das traditionell aus einer 0,2 Liter 'Stange' getrunken wird.

Anbieter

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Nützliche Informationen

Altstadt

Die Kölner Fußgängerzone beginnt am Hauptbahnhof, von dessen Vorplatz eine breite Treppe direkt auf den Dom zu führt. Die angrenzenden Shoppingmeilen Hohe Straße und Schildergasse zählen zu den längsten und beliebtesten Einkaufsstraßen Europas.

Am Alter Markt und um den Alter Markt herum findet sich die größtenteils wieder aufgebaute Kölner Altstadt mit typisch mittelalterlichen Fassaden, engen Gassen und kopfsteingepflasterten Marktplätzen. Unmittelbar neben der Altstadt fließt der Rhein entlang. Von hier aus starten viele Schiffstouren, die beispielsweise durch das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal mit seinen zahlreichen Burgen bis nach Koblenz führen.

Lohnenswert ist auch eine Radtour entlang des Rheins, die zahlreiche schöne Panoramablicke über den Fluss und die Stadt verspricht. Zum Fahrvergnügen tragen auch die teils neu errichteten Radwege bei, die familenfreundliche Routen abseits der Hauptverkehrsstraßen bieten.

In der Altstadt befinden sich viele Besuchermagneten wie das Duftmuseum im Farina-Haus, in dem die Herstellung des 'Original Eau de Cologne' zu besichtigen ist. Auch das hundert Jahre später auf den Markt gekommene 'Echt Kölnisch Wasser N° 4711' kann in der Glockengasse 4711 direkt im Parfümgeschäft erschnüffelt und erstanden werden.

Geschichte wird im Römisch-Germanischen Museum besonders für die Kleinen greifbar, denn Kinder dürfen in der Museumsschule die Mosaike der Großen mit kleinen Steinchen und Gipsformen nachbauen. Unmittelbar neben dem Museumsgebäude gibt das original erhaltene Kopfsteinpflaster einen Eindruck vom unbequemen Reisen in der Römerzeit.

Etwas andere Einblicke in die Kölsche Kultur bieten die vielen Brauhäuser, Kneipen und Gastronomiebetriebe der Altstadt, in denen Kölner und Touristen bis spät in die Nacht feiern. So manche Eigenart der kölschen Kneipenkultur gilt es jedoch zu beachten: In den Brauhäusern der Stadt muss man nach dem ersten Kölsch beispielsweise nicht mehr extra ordern. Solange man keinen Bierdeckel auf sein Glas legt, wird vom 'Köbes' (Kellner) immer automatisch für Nachschub gesorgt.

Das rechtsrheinische Köln

Das rechtsrheinische Ostufer wird von alteingesessenen Kölnern als 'schäl Sick' bezeichnet, was soviel wie 'falsche Seite' bedeutet, da sich die Stadt früher nur linksrheinisch erstreckte. Ein beliebtes Ausflugsziel auf der rechten Flussseite ist der Rheinpark in Deutz mit seinen großen Wiesen, blühenden Beeten und einer Kleinen Eisenbahn. Entspannt zurücklehnen kann man sich nach einem actionreichen Tag im Wellness-Schwimmbad Claudius Therme direkt im Rheinpark.

Die beste Aussicht über Köln erhält man von der Panorama-Plattform des LVR-Turms am rechtsrheinischen Ufer gegenüber vom Dom. Einen guten Überblick über die Stadt hat man auch von der Seilbahn aus, die vom Rheinpark bis fast zum Zoo den Fluss überquert.

Bezirke und Veedel

Jeder echte Kölner liebt sein Veedel (Viertel), von denen es insgesamt 86 gibt. Zum Ausgehen besonders beliebt ist das Belgische Viertel, welches im Westen an die Altstadt grenzt. Hier gibt es viele hübsche Häuserfassaden, gemütliche Bars und schöne Plätze, die sich bei gutem Wetter in Straßencafés verwandeln.

Wer der hektischen City entfliehen will, findet im Kölner Süden an beiden Ufern des Rheins weitläufige Grünflächen. Der Stadtteil Rodenkirchen bietet sogar einen kleinen Sandstrand mit Blick auf die City, der als Insider-Tipp gilt.

Der Stadtwaldgürtel, in dem sich die Deutsche Sporthochschule und das Rheinenergie-Stadion des 1. FC Köln befinden, bietet naturnahe Erholung und wird besonders von Joggern, Spaziergängern und Radfahrern gerne besucht.
Der beliebteste Grillplatz von Köln ist die große Wiese am Aachener Weiher in unmittelbarer Nähe zur Universität.

Rheinauhafen
Ein Insider-Tipp ist das Freizeitviertel am neuen Rheinauhafen: Südlich der Altstadt wurde auf mehreren Kilometern Länge das Ufer komplett neu bebaut. Entstanden ist eine moderne Büro- und Wohngegend mit umfangreichem kulturellem Angebot. Mehrere gastronomische Betriebe bieten die Möglichkeit, drinnen oder draußen mit Blick auf den Rhein zu essen und zu trinken. Im Sommer lädt der Biergarten am Yachthafen zu einem Event der besonderen Art ein: Lichtilluminationen und eine schwimmende Leinwand sorgen für Kino-Feeling und Urlaubsflair.

Mit der kölschen Lebensart werden viele Eigenheiten verbunden: Rheinische Gemütlichkeit, Frohsinn, Toleranz, Pragmatismus und Obrigkeitskritik gelten als typisch kölsch. In der Domstadt haben sich eine Reihe Lebensweisheiten herausgebildet, die im 'Kölschen Grundgesetz' zusammengefasst sind. Redewendungen wie 'Et kütt wie et kütt' (Es kommt wie es kommt) und 'Et hätt noch immer jotjejange' (Es ist noch immer gut gegangen) finden sich im alltäglichen Verhalten der Kölner wieder.

Der Rheinische Frohsinn tritt besonders im Karneval zutage: In der fünften Jahreszeit vom 11. November bis zum Aschermittwoch (sechs Wochen vor Karfreitag) wird viel gesungen, gefeiert und getrunken. In den sechs Tagen des Straßenkarnevals von Weiberfastnacht bis zum Dienstag vor Aschermittwoch herrscht in der Karnevalshochburg der Ausnahmezustand.

Party pur bietet die studentisch geprägte Zülpicher Straße, auf der sich ein Lokal neben das nächste reiht. Cocktailbars, Kneipen, Restaurants und Discos laden auf Kölns angesagter Partymeile zum Feiern ein.
Farbenfroh geht es auch bei Christopher-Street-Day und ColognePride zu, den Straßenfesten und Paraden der Homo- und Bisexuellen, die jedes Jahr in der Domstadt gefeiert werden.

Bedeutende kulturelle Veranstaltungen finden ganzjährig in der am Rhein gelegenen Kölner Philharmonie, der Oper sowie in den zahlreichen Museen, Galerien und Konzerthäusern statt.

Besondere Höhepunkte des Veranstaltungsjahres sind neben den Karnevalstagen das sommerliche Groß-Feuerwerk 'Kölner Lichter' über dem Rhein, die 'Lange Nacht der Museen' im Herbst, und der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom.

Weitere Informationen unter unseren hilfreichen Links:

Kölner Stadtanzeiger
Kölner Rundschau
Kölner Verkehrsbetriebe
HotelClub
Hotelopia
Offizielle Seite des Kölner Doms
Kölner Karneval
Museen in Köln
Seite über Kölsches Bier

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