Noch in dieser Legislaturperiode will die Bundesregierung ihr Einverständnis zur Einführung von Fernbus-Linien geben. Vorbild ist der US-Fernbusanbieter „Greyhound”. Die Busse könnten eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Deutsche Bahn werden – besonders wenn man bedenkt, dass sie um einiges billiger sein könnten.
Während beispielsweise die Greyhound-Busse in Nordamerika seit langem bekanntes & beliebtes Verkehrsmittel sind, ist es bisher in Deutschland verboten, eine Fernbuslinie zu führen. Für eine Fahrt von Köln nach Hamburg beispielsweise gibt es derzeit nur zwei Möglichkeiten: die Reise per Flugzeug oder Zug. Eine feste, mehrmals täglich verlehrende Buslinie existiert bis dato nicht. Berlin hat hier einzig und allein eine Sonderstellung. Die Hauptstadt darf via Fernbus angefahren werden.
Bustickets 50 Prozent günstiger?
Eine Reform des “Personenbeförderungsgesetzes” strebt nun die FDP an. Das Monopol der Bahn könnte so gehörig ins Wanken geraten. Die Tarife für eine Fahrt mit dem Fernbus könnten deutlich unter denen der Deutschen Bahn liegen. Experten rechnen sogar mit der Hälfte der Kosten.
Ein erster Reformentwurf ist für Juli dieses Jahres geplant. Bereits für den Spätsommer 2011 könnte die Reform in Kraft treten.
