Valletta

Malta

Der Staat Malta besteht aus der Hauptinsel Malta, der Nachbarinsel Gozo und fünf weiteren kleinen Inseln. Zwischen afrikanischen, europäischen und kleinasiatischen Mächten gelegen, blickt Malta auf eine lange und bewegte Geschichte zurück und hat ein einzigartiges multikontinentales Flair. Neben den Zeugnissen der neuzeitlichen Kulturen existieren sogar noch Spuren megalithischer Kulturen. In der Landessprache Malti sind italienische, englische und arabische Elemente aufzufinden. Besonders starken Einfluss übt immer noch der Orden der Ritter von Malta aus, eine reiche, mächtige und wehrhafte Organisation in den Diensten des Papstes, die Malta von 1530 bis 1798 regiert hat.

Zahlen und Fakten Malta
Kontinent
Europa
Hauptstadt
Valletta
Staatsform
Republik
Einwohner
400.000
BIP pro Kopf/Jahr
18.088 $
Landesfläche
316 km²
Zeitzone
GMT +1
Sprache(n)*
Englisch, Maltesisch
Währung(en)
Euro (€)
Internetpräsenz

Sehenswürdigkeiten / Highlights

Die ältesten Sehenswürdigkeiten auf Malta sind die gut erhaltene steinzeitliche Tempelanlage Mnajdra und das Hypogäum von Ħal-Saflieni, ein im Neolithikum zwischen 3800 und 2500 v. Chr. genutzter unterirdischer Tempel. Beide zählt die Unesco zum Weltkulturerbe, ebenso wie die Hauptstadt Valletta, die vom Orden der Ritter von Malta zur Festung ausgebaut wurde. Besonders beeindruckende Bauwerke auf Malta sind zum Beispiel die Kirchen Rotunda in Xewkija (auf Gozo) und der Dom zu Mosta. Diese haben das zweit- bzw. drittgrößte Kuppeldach von Europa. Malta ist ein beliebter Drehort für Filme. Aus der Filmkulisse Sweethaven für den Film ´Popeye´ ist ein beliebter Vergnügungspark entstanden.

Allgemeine Informationen
Zollbestimmungen Link Zollbestimmungen für Malta
Landesvorwahl +356
Strom und Steckdosen 240V, 50 Hz, Stecker, Typ5
Mietwagen Gesetzliches Mindestalter 18, bei Vorrausbuchung vor der Reise in der Regel 21 Jahre, auf Malta meist 25
Öffnungszeiten Banken Montag bis Freitag von 8:30 bis 12:30 Uhr, an Samstagen von 8:30 bis 11.30 Uhr geöffnet, manche Institute länger

Benötigte Dokumente

Reisepass

Reisepass oder Personalausweis

Klima Malta

Klimazonen: Mittelmeerklima

Temperatur min.: Ø 12,4°C im Januar (Luqa) Temperatur max.: Ø 26.3°C im Mai (Luqa) Niederschlag max.: Ø 109 mm im August (Luqa)

Gliederung

3 bewohnte, 4 unbewohnte Inseln; 3 Regionen, 6 Bezirke

Bevölkerung

96 % Malteser, 2 % Briten, 2% sonstiger Abstammung

Religionen

Christentum

98 % Katholiken, 2% Muslime

Beliebteste Aktivitäten

Baden / Strand, Stadtbesichtigungen, Bootstouren, Sprachurlaub

Essen und Trinken

Die maltesische Küche hat viel mit der italienischen, aber auch mit der griechischen Küche gemein.

Nationale Feiertage

31. 03. Freedom Day
08. 09. Our Lady of Victory
21. 09. Unabhängigkeitstag
13. 12. Tag der Republik

Anbieter

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Von den sieben Inseln, die das maltesische Staatsgebiet ausmachen, sind drei bewohnt: Die Hauptinsel Malta, Gozo und Comino (immerhin vier Menschen haben dort ihren festen Wohnsitz). Darüber hinaus gibt es noch vier kleine unbewohnte Inseln. Diese sieben Felsformationen sind die Reste einer alten Landbrücke zwischen Europa und Afrika, die durch die Flut nach der Eiszeit im Mittelmeer versunken ist.

Aufgrund der zentralen Lage zwischen Afrika, Europa und Kleinasien ist Malta besonders vielen unterschiedlichen kulturellen Einflüssen ausgesetzt gewesen, insbesondere phönizischen, griechischen, römischen, arabischen, spanischen, normannischen, italienischen und britischen. Alle diese Völker haben auf den Inseln ihre Spuren hinterlassen und es gibt dementsprechend eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten: Von monumentalen steinzeitlichen Tempelanlagen geht es über römische Gräber und Katakomben bis hin zu den Wehranlagen des Malteserordens. In der Landessprache Malti finden sich viele britische, italienische und arabische Ausdrücke und Vokabeln wieder, die Grammatik ist stark vom Arabischen geprägt.

Der stärkste kulturelle Einfluss geht vom Christentum aus: 1530 übergab der spanische König Malta an den direkt dem Papst unterstellten Ritterorden der Johanniter, die fortan auch Ritter von Malta genannt wurden. Sie errichteten imposante Kathedralen und Ordensgebäude sowie die Hauptstadt Valletta. Erst 1798 endete die politische Vorherrschaft der Ritter, da sie sich Napoleon geschlagen geben mussten. Aber auch heute noch befindet sich deren Ordenssitz auf Malta und sie üben nach wie vor großen Einfluss aus. Die von den Rittern gegründeten Krankenhäuser bieten eine sehr gute medizinische Versorgung.

Alle Busse auf der Insel fahren über die Hauptstadt Valletta. Auf Malta leben nur 400.000 Menschen und es handelt sich um den kleinsten Staat der EU. Dieser weist aber die drittgrößte Bevölkerungsdichte der Welt auf.

Steinzeitliche Bauten zeugen von einer langen kulturellen Tradition auf Malta. Der Hypogeum genannte unterirdische Tempel hat drei Stockwerke, auf die sich zahlreiche Räume verteilen. Angeblich haben die Besuche zu vieler Touristen, vor allem deren Schweiß, die Bausubstanz der Tempelanlage bedroht. Um dem Verfall vorzubeugen wurde ein Besucherlimit eingeführt: Heute ist es nur noch acht Gruppen mit zehn Personen pro Tag gestattet, das Hypogeum zu besuchen; Karten müssen bis zu acht Wochen vorher bestellt werden.

Valletta und der Einfluss der Ritter von Malta
Der damalige Großmeister des Ordens, La Vallette, hat die Stadt nach der großen türkischen Belagerung im Jahre 1565 in Auftrag gegeben. Deshalb ist sie auch nach ihm benannt worden. Valletta wurde als erste moderne Stadt vollständig am Reißbrett entworfen, wie ein Gitternetz angelegt und ist frei von Kurven. Die maltesische Hauptstadt liegt auf einer Landzunge und wurde durch die Ordensritter von allen Seiten befestigt, um weiteren Belagerungen der Insel besser standhalten zu können. Von beinahe jedem Punkt der Stadt aus ist das Meer zu sehen. Die ausgezeichneten Befestigungsanlagen haben bereits für viele Hollywood-Filme als Kulisse gedient. Filme wie Troy und Gladiator sind hier gedreht worden.

Der Grand Master's Palace (Großmeisterpalast) ist das vermutlich prunkvollste Gebäude Maltas. Er wurde im Jahre 1571 nach Plänen von Gerolamo Cassar fertiggestellt und nimmt heute einen ganzen Straßenblock ein. Die St. John's Kathedrale sieht zwar von außen recht unscheinbar aus, wird aber gemeinhin als einer der am schönsten ausgestalteten Kirchenbauten des Mittelmeerraumes angesehen. Mdina, die alte Hauptstadt von Malta, liegt im südwestlichen Teil der Insel. Sie hat ungefähr 400 Einwohner. Das wohl schönste und prächtigste Gebäude in Mdina ist die St. Paul's Kathedrale. Das Innere der Kirche ist reichhaltig verziert und mit Gemälden und Fresken geschmückt. Fotografieren ist in der Kathedrale nicht gestattet. In dem Ort Sliema gibt es unzählige Geschäfte für Souvenirs, Kleider, Schmuck und andere Sachen. Zudem befindet sich dort das Plaza-Zentrum, Maltas größtes Einkaufszentrum. Beliebte Ausflugsziele sind auch die zahlreichen Fischerdörfer.

Sehenswürdigkeiten auf Gozo und Comino
Gozos bekannteste Touristenattraktionen sind die Zitadelle und die Kathedrale Mariä Himmelfahrt innerhalb ihrer Festungsmauern. Highlight ist eine optische Täuschung an der Decke der Kirche: Ein perspektivisches Deckengemälde erweckt die Illusion einer Kuppel. Die Johannes dem Täufer gewidmete Rotunda in Xewkija hat die zweitgrößte freitragende Kuppel Europas und gilt als die drittgrößte Kuppelkirche des Kontinents. Einzige Attraktion der von vier Menschen bewohnten kleinen Insel Comino zwischen Malta und Gozo ist die Blaue Lagune, ein 120 Meter breiter Durchlass zwischen Comino und dem ihr im Westen vor gelagerten Riff namens Cominotto. Hier gibt es besonders klares Wasser und den dazugehörigen Badestrand.

Historie und Wirtschaft

Im Laufe der Jahrhunderte beherrschten unter anderem Phönizier, Griechen, Römer, Normannen, Araber, Spanier, der Malteserorden, Napoleon sowie die Briten die Insel. Im 9. Jahrhundert gehörten die Inseln zum Byzantinischen Reich, wurden aber von Arabern erobert. Im 11. Jahrhundert gingen die Inseln an Sizilien und 1282 an Spanien. Der spanische König trat sie 1530 an den Malteserorden ab, der sie 1798 an Napoleon verlor. 1800 fielen sie dann an England, welches sie danach für 150 Jahre als Kolonialmacht beherrschte. Im Jahre 1947 wurde dem Land die Selbstverwaltung als parlamentarische Demokratie gewährt und 1964 schließlich die volle Unabhängigkeit. 1974 gründeten die Malteser eine Republik. Am 1. Mai 2004 trat Malta der Europäischen Union bei und am 1. Januar 2008 wurde der Euro als offizielle Währung auf Malta eingeführt.

Die zwei traditionellen Wirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Fischerei. Dabei wird die Landwirtschaft hauptsächlich auf Gozo betrieben. Obwohl die Umweltbedingungen (wenig Regen, kalkiger Untergrund und heißes Klima) keine guten Voraussetzungen für die agrarische Nutzung bieten, werden bei einigen Gemüse- und Getreidearten und dem Weinbau hohe Erträge erzielt. Malta erzeugt aber nur ein Fünftel des Eigenbedarfs an Nahrungsmitteln selbst. Die Insel ist sehr süßwasserarm und trotz großer Entsalzungsanlagen auch auf Trinkwasserimporte angewiesen. Größter Arbeitgeber des Landes sind die Malta Drydocks, die zweitgrößte Werft in Europa. Die Tourismusbranche erwirtschaftet 40% des maltesischen Bruttosozialprodukts. Urlaubsgäste kommen hauptsächlich aus Großbritannien, Deutschland und Italien. Über eine Million Menschen entscheiden sich jährlich dafür, die Insel zu besuchen. Viele von ihnen haben einen
Sprachkurs (Englisch) gebucht. Weitere wichtige Wirtschaftszweige sind die Bekleidungs- und die Textilindustrie. Europäische Firmen wurden seit den 1970er Jahren mit Steuervorteilen gelockt. So produzieren hier etwa 55 deutsche Unternehmen für den Export. Durch den EU-Beitritt sind diese Steuervorteile allerdings hinfällig geworden.

Malta hat das typische Mittelmeerklima mit heißen trockenen Sommern und feuchten kurzen Wintern. Da es keine hohen Berge gibt ist das Klima sehr beständig. Auch im Frühjahr und Herbst kann es sehr heiß werden, wenn der so genannte Scirocco heiße Luft aus der Sahara nach Malta bringt. Aber meist weht eine frische Brise von der See her. Wie für Insellagen typisch, sind die täglichen Temperaturunterschiede mit 5 – 10 Grad Celsius in der Regel sehr gering. 80 % der Niederschläge fallen von Oktober bis März. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 14 °C im Winter und 25 °C im Sommer. Selbst in den Wintermonaten November und Dezember scheint die Sonne durchschnittlich 6 Stunden am Tag, in den Sommermonaten Juni bis August sogar 12 Stunden.

Maltesische Familien halten traditionellerweise sehr gut zusammen. Wenn man abends durch die kleinen Straßen Maltas geht, sieht man immer wieder ältere und jüngere Malteser zusammensitzen und gemeinsam die Abende vor ihrer Haustüre genießen. Typische mediterrane Gelassenheit prägt die maltesische Mentalität. Der Fahrstil maltesischer Autofahrer ist für Touristen aus nördlicheren Regionen Europas gewöhnungsbedürftig. Folgende Redensart hat sich herausgebildet: Maltese people dont drive right, they dont drive left either, they drive in the shadows! (Malteser fahren weder rechts noch links, sondern dort, wo Schatten ist). Auf maltesischen Straßen herrscht Linksverkehr.

Traditioneller Volkssport der Malteser ist die Vogeljagd. Mit rund 18.000 offiziellen Jagdlizenzen weist Malta die höchste Jägerdichte in Europa auf. Gejagt werden überwiegend Zugvögel, da für diese die maltesischen Inseln eine der wenigen Rastmöglichkeiten auf dem Weg von Europa nach Afrika sind. Vor dem EU-Beitritt waren selbst seltene und geschützte Arten zur Jagd freigegeben.

Das typischste maltesische Gericht ist Hase in allen Variationen. Eine andere Spezialität ist Singvogel. Freunde von gutem Rebensaft sollten auf jeden Fall einmal lokalen Wein probieren. Traditionelles maltesisches Essen ist eher rustikal und saisonal geprägt. Familien mussten mit den teils spärlichen Saisonerzeugnissen sorgsam umgehen und erfinderisch sein. Viele Erzeugnisse wurden entweder konserviert oder getrocknet, um sie später zu verzehren. Traditionelle Nahrungsprodukte sind Honig, Öle und Paste. Die moderne maltesische Küche ist stark an die italienische angelehnt. Wer nach Malta kommt um zu feiern, der sollte irgendwo in oder um Paceville logieren. Alle Discos befinden sich in diesem Gebiet, die meisten liegen sogar in einer Straße. Diese so genannte Discostraße füllt sich ab 8 Uhr abends, gegen Mitternacht ist der Andrang am höchsten.

Kontaktadressen

Deutsche Botschaft Malta

Weitere Informationen unter unseren hilfreichen Links:

Maltesische Times (englisch)
Fährverkehr
ATP Busse
Hostels
Hotels mit Bewertungen
Malta Events

Themen

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