Caracas
Venezuela

Venezuela liegt im Norden Südamerikas. Es grenzt im Westen an Kolumbien, im Süden an Brasilien und im Osten an Guyana. Die Nordgrenze bildet die karibische Küste. Das Land hat eine besonders vielfältige Landschaft: hohe Berge in den nördlichen Anden, eine 2.800 km lange karibische Küste, ausgedehnte Urwälder und die weltweit einzigartigen Tafelberge im Orinoco-Hochland. Interessant an dieser weitläufigen Fluss- und Waldlandschaft sind auch die vielen Wasserfälle, darunter der Salto Angel, mit 978 Metern höchster der Welt. Landschaftliche Vielfalt, die Lebensfreude der Einwohner und ein weitreichendes kulturelles und kulinarisches Angebot machen Venezuela zu einem spannenden Reiseziel.
| Zahlen und Fakten Venezuela |
|---|
Kontinent Südamerika Hauptstadt Caracas Staatsform Präsidialrepublik Einwohner 27 Millionen BIP pro Kopf/Jahr 8.596 $ Landesfläche 916.445 km² Zeitzone GMT --4 Sprache(n)* Spanisch Währung(en) Bolívar Internetpräsenz |
* Englisch hilft in vielen Fällen, falls die eigenen Spanischkenntnisse nicht ausreichen.
Sehenswürdigkeiten / Highlights
Caracas ist die Hauptstadt und wichtigste Metropole des Landes. Hier finden sich auch die meisten kulturgeschichtlich interessanten Bauwerke und Museen. Neben den kulturellen Attraktionen bietet Venezuela aufgrund seiner vielfältigen Landschaft eine große Auswahl an Naturschauspielen. Viele Reiseziele in der Karibik sind von Venezuela aus gut zu erreichen. Beliebtestes Urlaubsziel der Venezolaner ist die Partyinsel Isla Margarita. Das Archipel Los Roques besteht aus vielen sehr kleinen Inseln mit schönen Stränden. Die Karibik weist hier eine besonders große Artenvielfalt auf, welche man auf ausgedehnten Tauchgängen erkunden kann.
| Allgemeine Informationen | |
|---|---|
| Zollbestimmungen | Link Zollbestimmungen für Venezuela |
| Landesvorwahl | +58 |
| Strom und Steckdosen | 120V, 60 Hz, Stecker Typ3 |
| Mietwagen | Mindestalter in der Regel 21-25 Jahre, je nach Fahrzeugklasse Ausnahmen möglich. |
| Öffnungszeiten Banken | Mo bis Fr 9-16 Uhr |
| Öffnungszeiten Geschäfte | In der Regel Mo bis Sa 9-13, 15-19 Uhr; Supermärkte meist Montag bis Sonntag und an Feiertagen 8-19 Uhr; Lebensmittelgeschäfte teils täglich bis 21 Uhr |
Benötigte Dokumente
Reisepass
6 Monate über die vorgesehene Aufenthaltsdauer hinaus gültiger deutscher Reisepass Bei Einreise auf dem Luftweg bekommt man eine grüne Einreisekarte für in der Regel 60 Tage, deren Doppel man bei der Ausreise wieder abgeben muss. Visumpflicht für Anreisen mit einem Segelschiff
Klima Venezuela
Klimazonen: Feucht-heißes Klima (z. B. Regenwald)Temperatur min.: Ø 20,1°C im Januar (Caracas) Temperatur max.: Ø 23,1°C im Mai (Caracas) Niederschlag max.: August Ø 141 mm (Caracas)
Gliederung
Hauptstadtdistrikt, 23 Bundesstaaten, Inselregionen
Bevölkerung
67 % Mestizen, 21 % europäischer, 10 % afrikanischer und 2 % indianischer Abstammung
Religionen
Christentum
96 % römisch-katholisch, 2 % protestantisch, 12.000 neuapostolisch
Beliebteste Aktivitäten
Baden / Strand, Party, Tauchen, Ruhe / Natur erleben
Essen und Trinken
Hühner- und Rindfleisch, diverse Meeresfrüchte, Maisprodukte, Fruchtsäfte
Nationale Feiertage
01. 01. Neujahr
März/April Ostern
19.04. Unabhängigkeitstag
01. 05. Tag der Arbeit
24. 06. Jahrestag der Schlacht bei Carabobo
05. 07. Nationalfeiertag
24. 07. Geburtstag Simón Bólivars
12. 10. Entdeckung Amerikas
25. 12. Weihnachten
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Venezuela ist aufgrund seiner Ölvorkommen eines der reichsten Länder des amerikanischen Subkontinents. Von den 27 Millionen Einwohnern sind 67 % Mestizen (also indianischer und europäischer Abstammung), 21 % europäischer, 10 % afrikanischer und 2 % indianischer Abstammung. In Venezuela leben ungefähr 85 % der Bevölkerung in den städtischen Gebieten im Norden des Landes. Über 1000 Flüsse durchqueren das Land, von dem etwa 40 % bewaldet sind und 20 % aus Weide- und Ackerland bestehen. Die Natur Venezuelas ist insgesamt äußerst abwechslungsreich, fast alle Klimazonen sind vertreten. Es gibt hohe Berge, Urwälder und einen 2.800 km langen Küstenstreifen mit ausgedehnten Sandstränden. Die Mentalität der Bewohner ist von Freundlichkeit und Lebensfreude geprägt. Trotzdem gibt es in dieser Gesellschaft eine sehr hohe Kriminalitätsrate, große Armut und häufig Korruption. Als Ausländer sollte man nicht ohne Aufenthaltsgenehmigung vor die Tür gehen. Polizisten zu fotografieren ist verboten.
Bei Inlandsreisen ist folgendes zu beachten: Große Städte sind rar und liegen weit auseinander. Im Wesentlichen überbrückt man diese Distanzen mit dem Bus oder dem Flugzeug. Weil die Kriminalitätsrate hoch ist, sollte man sein Gepäck im Bus niemals unbeaufsichtigt lassen. Größere Strecken sollte man mit dem Flugzeug zurücklegen. Dabei ist zu beachten, dass Ausländer oft deutlich mehr bezahlen müssen. Obwohl das Land für südamerikanische Verhältnisse gut organisiert ist, kann es zu Überbuchungen kommen. In letzter Zeit führt Venezuela verstärkt Röntgenkontrollen in flughafennahen Krankenhäusern durch, um Drogenschmuggel zu vermeiden. Man sollte für solche Fälle bei der Abreise mindestens drei Stunden einplanen.
Venezuela verfügt über eine einzigartige Kombination aus Bergen, Wald- und Flusslandschaften, Küstengebieten und Inseln. Eines der berühmtesten venezolanischen Naturschauspiele sind die Tepuis (Tafelberge). Diese ungefähr 500 Millionen Jahre alten Felsformationen sind teilweise über einen Kilometer hoch. Das Besondere an ihnen sind die plateuförmigen Gipfel und die ungewöhnlich steil abfallenden Seiten. Aufgrund dieser besonderen Form hat sich von der Umwelt mehr oder weniger isoliert eine einzigartige Flora und Fauna von hohem Alter entwickelt. Die Tafelberge sind eine große Touristenattraktion. Von einem dieser Tepuis stürzt der Salto Angel, höchster Wasserfall der Welt, 978 Meter in die Tiefe. Im umliegenden Canaima-Nationalpark, dem größten Nationalpark der Erde, wird der Tourismus teils von geschäftstüchtigen Indios betrieben, die nebenher auch landwirtschaftliche Betriebe haben und ihre kunstvollen handwerklichen Fähigkeiten zu Geld machen. Sie bieten abenteuerliche Führungen durch die von zahlreichen Wasseradern und Wasserfällen durchquerte Landschaft an. Dabei legt man größere Strecken im Kanu zurück und wird sogar hinter großen Wasserfällen entlang geführt.
Besonders sehenswert sind auch die karibischen Strände und Inseln, die zu Venezuela gehören. Auf der Isla Margarita, die man mit der Fähre erreichen kann, verbringen neben den Venezolanern auch zahlreiche Gäste aus anderen amerikanischen Staaten ihren Urlaub. Das Angebot fürs Nachtleben sucht seinesgleichen, die Isla Margarita gilt als Partyinsel. Aber auch die Landschaft, insbesondere die Strände, sind ein Reisegrund. Auf den zahlreichen kleinen Inseln und Archipeln, die zu Venezuela gehören, kann man die Karibik kennen lernen. Besonders bekannt ist die Inselgruppe Los Roques. Tauchgänge öffnen hier die Augen für die beeindruckende Artenvielfalt im karibischen Meer. Schon das einfache Schnorcheln genügt, um ins Staunen zu geraten, denn bereits dicht unter der Wasseroberfläche findet man sich inmitten von Meeresbewohnern verschiedenster Formen und Farben wieder.
Von den Großstädten ist die Hauptstadt Caracas, die in eine Hügellandschaft hineingewachsen ist, die bekannteste. Sie bietet die meisten kulturellen Höhepunkte des Landes, das Pantheon und das Stadttheater gehören hier neben der Kathedrale und dem Capitol zu den bedeutenden Bauwerken. Die bekanntesten Museen in Caracas sind das Colección Cisneros, das Colección Fundación Polar, das nationale Kunstmuseum, das Museo Alejandro Otero (zeitgenössische Kunst), das Museo de Arte Colonial Quinta de Anauco (Museum für Kunst der Kolonialzeit) und das Museo de Arte Contemporáneo de Caracas Sofía Imber (zeitgenössische Kunst). Weitere bekannte Museen gibt es in Acarigua, Barquisimeto, Ciudad Bolívar, Maracaibo, Mérida, San Carlos, San Cristóbal, San Felipe und Valencia. Nächst größte Städte nach Caracas sind Maracaibo und Valencia. Maracaibo liegt im Westen des Landes am gleichnamigen gigantischen Maracaibo-See, unter dem sich die großen Ölvorkommen des Landes befinden. Valencia ist eine Küstenstadt in der Nähe von Caracas. Andere bekannte Bauwerke des Landes sind die Kathedrale von Coro, die Chiesa de San Clemente, die Kathedrale von Ciudad Bolívar sowie die Kirche von San Francisco. Sehenswert ist auch das Haus der Gouverneure in Ciudad Bolívar.
Historie und Wirtschaft
An der Mündung des Orinoco an der Ostküste Venezuelas betrat Kolumbus als erster Europäer südamerikanischen Boden. Von diesem Zeitpunkt an wurde das Land von der Kirche und den Spaniern regiert und zunehmend vereinnahmt. Von 1797 bis 1821 gab es immer wieder Versuche, sich von der spanischen Herrschaft loszulösen, was unter Simón Bolívar im Jahre 1821 schließlich gelang. Venezuela wurde ein Teil der von Bolívar 1819 neu geschaffenen Republik Großkolumbien. Wenige Tage nach seinem Tod im Jahr 1830 erklärte sich das Land für selbstständig. 1864 wandelte Venezuela sich in eine Bundesrepublik um. Danach folgten noch eine Reihe Bürgerkriege und Revolutionen, welche die Entwicklung des Landes bremsten.
Am 6. Dezember 1998 wurde Hugo Chávez, der Gründer der Movimiento Quinta República und Führer zweier Putschversuche gegen die venezolanische Republik, zum Präsidenten gewählt. Chávez erklärte Ziele sind der Kampf gegen Korruption, die Schaffung möglichst direkter Demokratie, sowie die nationale und ökonomische Unabhängigkeit. Nach der Ausarbeitung einer neuen „bolivarischen“ Verfassung und deren Annahme per Referendum wurde Chávez im Jahr 2000 mit einer gegenüber 1998 gestiegenen Mehrheit bestätigt. Venezuelas Staatsbezeichnung lautet seitdem „Bolivarische Republik Venezuela“ und wird im Volksmund als „Fünfte Republik“ (quinta república) bezeichnet. Am 11. April 2002 scheiterte ein Putsch gegen die Regierung. Die Vereinigten Staaten haben die Politik Chávez' wiederholt scharf angegriffen und öffentlich erklärt, die Opposition zu unterstützen. Da die USA aber einen Großteil ihres Erdöls aus Venezuela beziehen, pflegt die US-Regierung gleichzeitig eine Politik der Zurückhaltung mit Kritik an Chávez.
Venezuela ist im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern Lateinamerikas in der Lage, seine Auslandsschulden zu bezahlen und verfügt über keine Schulden beim Internationalen Währungsfonds oder der Weltbank. Aufgrund großer Ölvorkommen unter dem Maracaibo-See im Westen des Landes gehört Venezuela nämlich zu den reichsten Ländern des Kontinents. Der Wohlstand ist allerdings sehr ungleich verteilt, nur ca. ein Fünftel der Bevölkerung profitiert von den entwickelten Wirtschaftsstrukturen. So existieren in der Hauptstadt Caracas bewachte Wohnviertel für die Besserverdienenden direkt neben großen Slums, in die man als Tourist keinen Fuß setzen sollte. Venezuela und die USA arbeiten wirtschaftlich eng zusammen. Die USA kaufen venezolanisches Öl, und Venezuela braucht die USA als Absatz- und Einkaufsmarkt. Venezuela ist einer der drei größten Erdöllieferanten der Nordamerikaner und zugleich einer der wichtigsten Importeure nordamerikanischer Waren.
Venezuela liegt mitten in den Tropen. In höheren Lagen und abhängig von den vorherrschenden Winden gibt es jedoch viele verschiedene Klimatypen bis hin zum alpinen Klima. Auf den höchsten Gipfeln liegt sogar ganzjährig Schnee. Von Juli bis Januar regnet es mitunter einen halben Monat lang, in den anderen Monaten gibt es jeweils nur einen bis sieben Regentage. Unter 800 Metern herrscht tropisches Klima vor. Die gemäßigte Zone mit Durchschnittstemperaturen von 12 °C bis 25 °C erstreckt sich zwischen 800 und 2.000 Metern Seehöhe. Hier liegen die meisten Städte Venezuelas, einschließlich der Hauptstadt Caracas. Mildere Temperaturen von 9 °C bis 11 °C finden sich in der kühlen Zone zwischen 2.000 und 3.000 m. Im Hochgebirge prägen Weideland und dauerhafte Schneefelder die Landschaft. Hier liegen die Temperaturen im Jahresdurchschnitt unter 8 °C.
Die jährlichen Niederschläge reichen von 430 mm in den relativ trockenen Tiefländern und Ebenen im westlichen Teil der Karibikküste bis hin zu ca. 1.000 mm im Orinoco-Dreieck. In den Gebirgsregionen schwanken die Niederschlagsmengen beträchtlich. In Caracas fällt von Juni bis August mit 750 mm die Hälfte des dortigen jährlichen Niederschlags.
Die mittlere Höchsttemperatur des Landes liegt zwischen 30 °C und 31 °C. In tieferen Lagen kommt es nicht selten zu Temperaturen um die 40 °C.
Die Bevölkerung ist größtenteils sehr freundlich und strahlt die typisch südamerikanische und karibische Lebensfreude aus. In vielen Straßen und Gebäuden erklingt typisch lateinamerikanische Musik, darunter insbesondere Merengue, die folkloristische Tanzmusik aus Santo Domingo, und Salsa. Merengue ist für Anfänger leicht zu erlernen und wird in vielen Discotheken getanzt. Eine halbe Stunde Verspätung bei privaten Treffen ist normal.
Kulinarisch bietet Venezuela viel: Eine große Auswahl von Meeresfrüchten, Fleischsorten und Teigwaren auf Maisbasis bilden dafür die Grundelemente. In größeren Städten gibt es an fast jeder Ecke gefüllte Maistaschen (Arepas) und frisch gepresste Fruchtsaftvariationen.
Venezuela ist von europäischen, nordamerikanischen, indianischen und afrikanischen Einflüssen geprägt worden. Die wirtschaftliche und politische Richtung wird eher durch die europäisch-nordamerikanischen Einflüsse bestimmt, die Lebensart jedoch eher von der weniger straff organisierten Mentalität der Einheimischen und der Afrikaner. Die Menschen sind sehr gastfreundlich, feiern gerne und nehmen vieles nicht so genau. Das erkennt man zum Beispiel daran, dass es in den großen Städten zwar ein vollständiges funktionierendes Ampelnetz gibt, sich aber niemand in seinem Fahrverhalten danach richtet. Diese leichtlebige Mentalität sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Land große Probleme hat. Es gibt zwar einen nicht unwichtigen Mittelstand, aber die Zweiklassengesellschaft ist unübersehbar. Über 80% der Menschen sind von großer Armut betroffen, während eine kleine Gruppe in hohem Wohlstand lebt.
Kontaktadressen
☍ Deutsche Botschaft Venezuela
Weitere Informationen unter unseren hilfreichen Links:
☍ El Nacional (spanisch)
☍ Aeropostal (Flug)
☍ Aeroexpresos (Bus)
☍ Posadas und Hotels
☍ Hostels
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