PRAG

Prag liegt im Westen Tschechiens rund um die Moldau und auf fünf angrenzenden Hügeln. Der Fluss durchströmt die Stadt auf 30 km Länge und misst an seiner breitesten Stelle 330 Meter. In der etwa 1000 Jahre alten Stadt mischen sich Gotik, Barock, Historismus und Jugendstil. Seit 1992 zählt das 866 Hektar große historische Zentrum von Prag zum UNESCO-Welterbe. Highlights sind auch die Kaffeehäuser, die einst von berühmten Deutschen Schriftstellern wie Rainer Maria Rilke oder Franz Kafka bevölkert wurden und teilweise noch erhalten sind. Aber auch die Bierlokale sind ein Stück Kultur der Stadt, und das bekannteste von ihnen ist das „U Fleku“ mit seinem urtümlichen Biergarten.

Zahlen und Fakten Prag
Land
Tschechien
City-Code
PRG
Einwohner
1,18 Mio.
Klimazone*
Warmgemäßigtes Kontinentalklima
Fläche
496 km²
Sprachen**
Tschechisch
Zeitzone
GMT +1
Höhe
durchschnittlich 288 m ü. NN
Währung(en)
 
Internetpräsenz

* Temperatur min.: Januar mit Ø -2,4°C
Temperatur max.: Juli mit Ø 17,5°C
Niederschlag max.: Mai mit Ø 77 mm

Prag ist eine Metropole der Kultur- und zugleich der passende Ort für eine Kneipen-Tour!
Die tschechische Hauptstadt ist wohl für beides bekannt: zahlreiche kulturelle Highlights und günstiges Bier.

Gotik, Barock, Historismus und Jugendstil mischen sich in der etwa 1000 Jahre alten Stadt, die als „Europäische Kulturmetropole des Jahres 2000“ ausgezeichnet wurde. Seit 1992 zählt das 866 Hektar große historische Zentrum von Prag zum UNESCO-Welterbe.

Die „Goldene Stadt“ hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Einst Teil des Römischen Reiches, später Residenz der böhmischen Könige und Habsburger Kaiser erlebte Prag ein ständiges Auf und Ab. Die Altstadt blieb im 2. Weltkrieg teilweise verschont, jedoch hinterließ der bis 1989 andauernde Kommunismus allerhand abblätternde Häuser-Fassaden.
Trotz manch baulicher Mängel zieht die Prager Altstadt mit ihren historischen Gebäuden und Kopfsteinpflaster-Gassen jedoch viele Städtereisenden in ihren Bann.

„Na zdraví!“ heißt soviel wie „Prost“ und ist in Prag ein häufiger Ausspruch. 160 Liter des Nationalgetränks Bier trinkt jeder Tscheche pro Jahr- und viele Touristen bechern eifrig mit.
Die Kneipendichte ist hoch in Prag und wird in den Bierstuben, genannt „Hospoda“ gleich in Halbliterkrügen serviert. Nach einer Umfrage der Tageszeitung Mladá fronta sind die beliebtesten Biere in Tschechien Pilsner Urquell, Gambrinus, Radegast und Budweiser.

Abgesehen von kulturellen und kulinarischen Genüssen ist auch die geographische Lage der Stadt ansprechend: Prag liegt rund um die Moldau und auf fünf angrenzenden Hügeln. Der Fluss durchströmt die Stadt auf 30 km Länge und misst an seiner breitesten Stelle 330 Meter.
Die bekannteste der 15 großen Brücken über die Moldau ist die 510 Meter lange Karlsbrücke.

Die Prager Burg liegt auf einem der Hügel und bietet beste Aussichten über die Stadt.
Aber auch der Laurenziberg bietet schöne Panoramablicke und ist mit einer Radseilbahn zu erreichen. Von der Talstation Újezd fährt sie zur Haltestelle „lánovka“ hinauf. Für die Benutzung der Bahn genügt sogar ein normales Nahverkehrsticket.

Ein Auto ist in Prag kaum nötig, denn das öffentliche Nahverkehrsnetz ist sehr gut ausgebaut.
Von 5 Uhr bis 24 Uhr fährt die Metro in Abständen von maximal 10 Minuten kreuz und quer durch die Stadt, und auch Busse, Nachtbusse sowie Straßenbahnen gibt es reichlich.
Tipp: Anstelle einer teuren Stadtrundfahrt im Touristen-Bus lohnt sich die günstige Fahrt mit der Tram Linie 22, deren alte Wagen entlang zahlreicher Sehenswürdigkeiten vorbeischaukeln.

Sehenswürdigkeiten / Highlights

Eines der Wahrzeichen der Stadt ist die Prager Burg, die auf dem Berg Hradschin liegt und beste Aussichten über die Metropole bietet. Aber auch der Laurenziberg erlaubt schöne Panoramablicke und ist mit einer Radseilbahn zu erreichen. Von der Talstation Újezd fährt sie zur Haltestelle „lánovka“ hinauf. Die Glasfenster des St.Veits-Doms werden ebenso gerne von Touristen bewundert wie die gotische Teynkirche am Altstädter Ring. Die 510 Meter lange und 10 Meter breite Karlsbrücke über die Moldau ist eine Verbindung von gotischer Architektur und barocker Skulptur. Karl IV. legte im 14. Jahrhundert den Grundstein für die Brücke, die ausschließlich zu Fuß überquert werden kann.

Historie und Wirtschaft

Karlsbrücke

Fast 50 Jahre betrug die Bauzeit der 510 Meter langen und 10 Meter breiten Karlsbrücke, die als Ersatz für die eingestürzte Judithbrücke errichtet wurde. Die Steinbrücke auf 16 Pfeilern verbindet die Altstadt mit der Kleinseite Prags und sollte stabiler werden als ihr Vorgängermodell aus Holz. Auch hier hatte Karl IV. wie so oft in Prag seine Finger im Spiel, als er im 14. Jahrhundert den Grundsstein für den Bau der Brücke mit drei Türmen legte.
Kurios ist so manches am Wahrzeichen der Stadt Prag: Der Prediger Johannes Nepomuk wurde einst von der Brücke in die Moldau gestürzt, denn er wollte König Wenzel IV. die ihm anvertrauten Beichtgeheimnisse nicht preisgeben. Einige Jahrhunderte später stand Nepomuk aber wieder auf der Brücke: diesmal allerdings als steinerner Schutzpatron aus dem 17. Jahrhundert. Auch die weiteren Heiligenfiguren und der Skulpturenschmuck waren auf der ursprünglich schlichten Brücke nicht vorhanden und wurden erst im 17. und 18. Jahrhundert hinzugefügt.
Die Karlsbrücke ist heute eines der touristischen Highlights Prags und kann ausschließlich zu Fuß überquert werden.

Prager Burg

Unübersehbar thront das älteste Wahrzeichen der Stadt auf dem Berg Hradschin: die Prager Burg. Die größte mittelalterliche Burganlage der Welt wurde im Laufe von fast 1200 Jahren von zahlreichen Architekten geplant und stetig erweitert. Rund um drei Burghöfe versammelt stehen heute Wehranlagen, Kirchen, Wohngebäude und Türme aus den Epochen Romantik, Gotik und Renaissance. Am „Hradschiner Platz“ vor der Burg stehen drei große Paläste, die im 16. Jahrhundert erbaut wurden. Zu den bekanntesten Gebäuden der Anlage zählt der dreischiffige Veitsdom. Als Prag zum Erzbistum erhoben wurde gab Karl der IV. die Basilika 1344 in Auftrag, denn der Stadt fehlte ein repräsentativer Kirchenbau. Der 99 Meter hohe Turm der Kathedrale ist heute ein gefragter Aussichtspunkt über die Stadt.
Aber Achtung: Der Eintritt für jedes Nebengebäude der Pager Burg muss einzeln gezahlt werden!

Das Goldene Gässchen im Burgkomplex hinter der Georgskirche gilt bei Touristen als Inbegriff der Romantik. Goldschmiede und Alchimisten lebten früher in den kleinen Häuschen der engen Gasse, die heute mit Souvenirshops und Buchläden aufwartet.

Petrin-Hügel

Der Eiffelturm in Paris hat einen kleinen Prager Bruder: Ein 60 Meter hoher Eisenturm steht auf dem Petrin-Hügel, dessen Ähnlichkeit mit dem berühmten Vorbild gleich ins Auge fällt. Anlässlich der Jubiläums-Ausstellung im Jahre 1891 wurde er als freie Nachbildung des Pariser Eiffelturms gebaut. Wer die 299 Stufen des Aussichts- und Sendeturms hinaufsteigt, wird mit einer guten Aussicht über Prag belohnt.

Travel Highlights

Altstädter Rathaus, Karlsbrücke, Prager Burg (Hradschin), Petrin-Turm, Tynkirche, Astronomische Uhr, Altstädter Ring, Kinsky-Palais, Josef-Viertel, Jüdischer Friedhof, Veitsturm, Laurenziberg

Shopping

Von Touristen häufig frequentierte Geschäfte und Kaufhäuser sind häufig auch an Samstag- und Sonntagnachmittagen geöffnet. In fast allen Gegenden der Stadt gibt es rund um die Uhr geöffnete Lebensmittelgeschäfte; an gesetzlichen Feiertagen ist fast alles geschlossen.
Achtung: Viele Geschäfte haben samstags geschlossen!
Schnäppchen finden sich eher in kleineren Läden, die Preise der großen Kaufhäuser rund um den Wenzelsplatz sind relativ hoch.
Preiswerte tschechische Kristall- und Glaswaren guter Qualität und Glasschmuck findet man überall in der Stadt.

Flughäfen in Prag

Flughafen Praha-Ruzyne

Halbstündlich verbindet der Airport-Express den 15 km westlich des Stadtzentrums gelegenen Flughafen Prag mit der Innenstadt.

Airlines in Prag

Tscheschische Airline
CSALufthansaAustrian Airlines

Essen und Trinken

Prag ist für die Spezialitäten der böhmische Küche bekannt: Beliebte Vorspeise sind Kuttel- oder Gulaschsuppe. Hauptgerichte: Böhmische Knödel, dazu meist deftiger Schweine- oder Sauerbraten und Kraut. Die Knödel gibt es in verschiedensten Arten: Semmel-, Speck- oder aber Kartoffelknödel. Regionale Nachspeise-Spezialitäten sind zum Beispiel Palatschinken oder Buchteln. (Dampfnudeln). Neben der typisch böhmischen Küche gibt es in Prag auch zahlreiche internationale Spezialitätenrestaurants, wie Chinesen, Italiener, Inder oder Japaner. Eines der bekanntesten einheimischen Getränke ist Bier (tschechisch: Pivo), besonders die tschechische Marke Budweiser (aus Budweis), auch Weinstuben haben Tradition in Prag.

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Nützliche Informationen

Die Altstadt am Altstädter Ring

Der typischste und zugleich touristischste Prager Stadtteil ist die Altstadt. Mittendrin liegt der populäre Marktplatz Prags: der Altstädter Ring. Der Platz vor der gotischen Teynkirche war schon im 12. Jahrhundert von Kaufleuten bevölkert und ist noch heute Marktplatz und Herzstück des alten Prags. Im Zentrum des Platzes steht das Jan Hus-Denkmal, denn der christliche Reformer lehrte einst an der Karls-Universität und war Priester in Prag.
Aus dem Jahr 1338 stammt das Altstädter Rathaus, an dessen Südseite sich die Astronomische Uhr aus dem frühen 15. Jahrhundert befindet. Zu jeder vollen Stunde kommt Bewegung in die alten Gemäuer, denn dann haben die Figuren der Uhr Ausgang und schauen aus zwei Fenstern heraus. Tipp: Vom knapp 70 Meter hohen Turm des Rathauses bietet sich ein guter Rundblick über Prag und die Umgebung.

Umweit des Altstädter Rings liegt das jüdische Viertel Josefstadt rund um die Straßenzüge Parizska und Sirowka. Auf dem Alten Jüdischen Friedhof aus dem 15. Jahrhundert sind 11.000 Grabsteine aus 350 Jahren erhalten geblieben, die jedoch nur gegen Eintritt zu besichtigen sind.
Dem jüdischen Museum sind unter anderem die Maisel Synagoge und die Spanische Synagoge angeschlossen. Für 16 Euro können insgesamt sechs Sehenswürdigkeiten des Museums besichtigt werden.

Die Neustadt rund um den Wenzelsplatz

Die Bezeichnung täuscht: Der Wenzelsplatz gilt zwar als einer der größten Plätze Europas, er ist jedoch vielmehr ein Boulevard von fast einem Kilometer Länge und 50 Metern Breite. Sein Name stammt noch aus früheren Zeiten, als Karl IV. ihn im 14. Jahrhundert als Pferdemarkt anlegen
ließ. Zu dieser Zeit wurden auch das Neo-Renaissancegebäudes der Nationalgalerie am Ende des Platzes und das Denkmals des Heiligen Wenzels davor erbaut.
Auch die Nutzung des Platzes hat sich gewandelt: Im 20. Jahrhundert noch ein Ort der politischen Entscheidungen und Proteste, ist der Boulevard heute in erster Linie eine beliebte Shopping-Meile. Architektur pur bieten die Gebäude rechts und links der Prachtstraße, deren Fassaden hauptsächlich von Jugendstil oder Kubismus geprägt sind.

Südlich des Wenzelsplatzes liegt der Karlsplatz, an dem das Neustädter Rathaus aus dem 14. Jahrhundert steht. Das Rathaus schrieb Geschichte, als während des Ersten Prager Fenstersturzes bei Auseinandersetzungen zwischen Hussiten und Katholiken einige Ratsherren hinaus gestoßen wurden.

Kulturelle Angebote braucht man in Prag nicht lange zu suchen, denn die Stadt der Schriftsteller, Architekten und Musiker ist voller kultureller Highlights:

Bis in die 1930er Jahre waren die Kaffeehäuser in Prag von berühmten Deutschen Schriftstellern wie Rainer Maria Rilke, Franz Kafka oder Gustav Meyrink bevölkert. Viele der damaligen Caféhäuser existieren heute nicht mehr. In den wenigen erhaltenen kann man jedoch auf den Spuren von Kafka und Co. wandeln. Insider-Tipp: An der Straße Narodni trida befindet sich gegenüber des Tschechischen Nationaltheaters das Cafe Slavia, das im Stil der 1930er Jahre eingerichtet ist.

Auch die Musik hatte schon immer einen hohen Stellenwert in Prag. Gustav Mahler dirigierte an der Prager Oper und Mozart feierte in der heutigen tschechischen Hauptstadt größere Erfolge als in Wien. Das Prager Konservatorium gilt seit seiner Gründung im späten 18. Jahrhundert eine erstklassige Ausbildungsstätte für Musiker und Komponisten.
Von Opern bis Ballettaufführungen ist in Prag noch heute ein großes Angebot vorhanden.

Aber auch Discos, Bars und Clubs sind zahlreich vertreten. Besonders am Wenzelsplatz gibt es Unterhaltung rund um die Uhr und speziell Jazzklubs sind typisch für Prag.
Das bekannteste Bierlokal der Stadt ist das „U Fleku“ in der Kremencova 11, in dessen Biergarten während des Sommers beinahe Oktoberfeststimmung aufkommt.
Alkohol ist jedoch in den eintrittsfreien Casinos der Stadt deutlich billiger als in den Bars.

Weitere Informationen unter unseren hilfreichen Links:

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