Mumbai Bombay

Delhi

Kalkutta

Bangalore

Indien

Indien ist das siebtgrößte Land der Erde und bedeckt große Teile des asiatischen Subkontinents. Nach China ist der Staat mit über einer Mrd. Einwohner des zweit-einwohnerreichste Land der Welt. Die Naturlandschaft reicht vom 7816 Meter hohen Nanda Devi im Himalaja bis zu den Sandstränden am Indischen Ozean. Bekannt ist Indien für umfangreiche Wellness-Angebote wie Ayurveda-Kuren, Yoga und Meditations-Reisen. Die 13 Mio. Metropole Mumbai hieß bis 1995 Bombay und ist mit ihrem Hafen Indiens Handelstor zur Welt. Indien ist ein Land der Feiern und Feste, zu denen Schlangenboot-Rennen, Tempel-Prozessionen und Tiger-Tänze zählen.

Zahlen und Fakten Indien
Kontinent
Asien
Hauptstadt
Neu-Delhi
Staatsform
Parlamentarische Demokratie
Einwohner
1.129.866.000
BIP pro Kopf/Jahr
796 $
Landesfläche
3.287.590 km²
Zeitzone
GMT +5
Sprache(n)*
Englisch, Hindi
Währung(en)
Indische Rupie
Internetpräsenz

Sehenswürdigkeiten / Highlights

Eine der bekanntesten Attraktionen ist das Taj Mahal, ein 50 Meter hohes Grabmal aus Marmor in Agra. Der architektonisch ansprechende Bau ist ein Symbol für Indien, UNESCO-Weltkulturerbe und wurde zu einem der sieben neuen Weltwunder gewählt. Indien verfügt über zahlreiche Naturparks und Wildschutzgebiete wie dem Kaziranga-Nationalpark mit seltenen Panzernashörnern. Eines der beliebtesten Tiere in Indien ist der Tiger, der in den Ausläufern des Himalajas und in den Mangrovenhainen heimisch ist. Aktivurlauber finden in den verschiedenen Regionen Möglichkeiten zum Rafting, Trekking, Skifahren oder zum Drachenfliegen.

Allgemeine Informationen
Zollbestimmungen Link Zollbestimmungen für Indien
Landesvorwahl +91
Strom und Steckdosen 220V, 50 Hz, Stecker Typ1 und 4
Mietwagen Mindestalter in der Regel 21-25 Jahre, je nach Fahrzeugklasse Ausnahmen möglich.
Öffnungszeiten Banken Montag bis Freitag 10.00-14.00 Uhr, samstags 10.00-12.00 Uhr
Öffnungszeiten Geschäfte Montag bis Samstag ca. 9.30-18.00 Uhr, kleinere Läden oft länger geöffnet

Benötigte Dokumente

Reisepass, Visum

Touristen benötigen einen gültigen Reisepass und ein Visum, um nach Indien einzureisen. Der Antrag muss auf einem vorgedruckten Formular mit zwei Passfotos erfolgen, das die jeweilige Botschaft ausstellt.

Klima Indien

Klimazonen: Feucht-heißes Klima (z. B. Regenwald), Mittelmeerklima

Temperatur min.: Januar mit Ø 14,2°C Temperatur max.: Juli mit Ø 30,9°C Niederschlag max.: August mit Ø 255 mm

Gliederung

Der Bundesstaat gliedert sich in 28 Staaten, 6 Unions-Territorien und das National Capital Territory Delhi.

Bevölkerung

Indoarier 72%, Drawida 25%, Mongolen und Sonstige 3%

Religionen

Hinduismus: 80,5%, Islam: 13,4%, Christentum: 2,3%, Sikhismus: 1,8% sowie Buddhismus, Jainismus, Parsen und andere Religionen

Beliebteste Aktivitäten

Abenteuer-Touren, Trekking, spirituelle Angebote / Yoga, Kultur und Geschichte

Essen und Trinken

Ihren typischen Geschmack erhält die Indische Küche durch Gewürze wie Curry, Chili, Zitronengras und Massala (aus 25 verschiedenen Gewürzstoffen). Beliebte Gerichte sind beispielsweise Hühnchencurry, Linsensuppe, Fischcurry mit Kokosnuss, Lammspieße, gebackener Fisch, Zitronenreis und Gurkenjoghurt. Zu den populären Getränken des Landes zählen besonders Chai-Tee und Lassi (Joghurt-Drink mit Salz und Kreuzkümmelpulver oder Fruchtzubereitungen).

Nationale Feiertage

26. Januar – Tag der Republik (26.01.1950: Inkrafttreten der Verfassung)
15. August – Unabhängigkeit

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Indien ist farbenfroh und bunt gemustert: So vielfältig wie die gefärbten Stoffe zeigen sich auch die Menschen des südasiatischen Landes. Mehr als zwanzig Sprachen, zahlreiche Kulturen und Religionen vermischen sich im siebtgrößten Staat der Erde. Von West nach Ost erstreckt sich das Land über rund 3.000 Kilometer, von Nord nach Süd beträgt die Ausdehnung sogar fast 3.300 Kilometer.

Die Kultur Indiens zählt zu den ältesten der Welt und spiegelt sich besonders in den Tempeln, Palästen und historischen Grabmälern im ganzen Land wider. Aus der Jahrtausende alten Geschichte des Staats gingen weltbekannte Bauwerke wie das Taj Mahal oder die Tempelanlagen von Khajuraho und Madurai hervor. Die religiösen Stätten des Hinduismus, Buddhismus und Jainismus sind zudem Pilgerorte der Gläubigen.

Auch die Landschaft Indiens ist von Kontrasten geprägt: Karge Wüsten-Regionen stehen im Gegensatz zum fruchtbaren Ackerland am Ganges. Die Vielfalt des Naturraums reicht von den weiten Ebenen des Tieflands über die langen Strände der Küstenregionen bis zum Himalaya, dem höchste Gebirge der Welt. In den Nationalparks Indiens sind viele große Säugetiere noch in ihrem ursprünglichen Lebensraum zu finden: In zahlreichen Schutzgebieten haben Besucher gute Chancen, Löwen, Leoparden und Tiger live zu sehen. Ein Insider-Tipp ist der Bandhavgarh-Park in Madhya Pradesh, in dessen sumpfigem Grasland noch zahlreiche Tiger leben.

Ist Indien ein Schwellenland oder eine Industrienation? Die Meinungen der Ökonomen gehen in diesem Punkt derzeit auseinander. Unbestritten ist jedoch, dass sich der Staat durch rasante Entwicklungen im Bereich der Hochtechnologie auf dem Weg zu einer großen asiatischen Wirtschaftsmacht befindet.

Bei Indien-Reisenden liegt derzeit u. a. Luxusurlaub im Trend. In den vergangenen Jahren sind daher landesweit zahlreiche neue Golf-Ressorts und exquisite Wellness-Hotels entstanden. Auch das Angebot an Event- und Abenteuerreisen ist groß: Vom Polo-Spiel auf Elefanten über historische Zugreisen im Orientexpress bis zu Übernachtungen im Kolonialstil-Camp reicht die Auswahl.

Indiens Kulturdenkmäler, Metropolen und eindrucksvolle Naturlandschaften bieten dem Besucher überraschende Einblicke in das facettenreiche Land.

Das Taj Mahal

Ist das riesige weiße Gebäude mit den Kuppeln und Minaretten ein Palast oder eine Moschee? Weder noch! Zwar sieht das Taj Mahal aus wie eine große Palastanlage, tatsächlich ist die berühmteste Sehenswürdigkeit Indiens jedoch ein überdimensionales Grabmal. Der weltbekannte Marmorbau wurde Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet und steht in Agra, südlich von Delhi, und wurde im Jahre 1983 zum Weltkulturerbe ernannt. Nach dem Tod seiner Lieblingsfrau gab der Mogulfürst Schah Dschahan mehreren tausend Handwerkern den Auftrag, ihr zu Ehren das riesige Grabmal auf einer 100 x 100 Meter großen Marmorplatte zu errichten. Das aufwändig verzierte Gebäude wird umgeben von breiten Gartenalleen und großen Gästehäusern. Die prunkvollen Verzierungen und das Ausmaß der gesamten Anlage lassen heute noch erahnen, wie einflussreich und mächtig der Auftraggeber gewesen sein muss.

Indiens Metropolen – Neu-Delhi, Mumbai und Kalkutta

Neu-Delhi ist die Hauptstadt Indiens und eine der größten Metropolen des Landes. Die Stadt besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Bezirken: Das alte Delhi wirkt mit seinen engen Gassen, Tempeln und Basaren orientalisch, während Neu-Delhi modern und symmetrisch angelegt wurde. Das Rotes Fort „Purla Qila“ aus dem 17. Jahrhundert ist das größte Bauwerk der Stadt. Hinter seinen zerfallenen Mauern stößt der Besucher unerwartet auf Marmorpaläste und der Parkanlagen. Nahe des Roten Forts liegt zudem die „Jami Masjid“, die größte Moschee Indiens.

Mumbai hieß früher Bombay und liegt auf der Insel Salsette. Das ehemalige Fischerdorf ist heute mit 20 Millionen Einwohnern in der Metropolregion die größte Stadt Indiens.
Die bekanntesten Bauwerke der Stadt sind der Bahnhof „Chhatrapati Shivaji Terminus“ im Stil der viktorianischen Neugotik und das ebenfalls neugotische Universitätsgebäude.
Auf einer Insel gegenüber dem Hafen von Mumbai liegen die Höhlen von Elephanta, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählen. Die Felsentempel sind ein Heiligtum der Hindus und
stammen aus dem 7. Jahrhundert n. Chr.

In keiner anderen Stadt Indiens treffen so starke Gegensätze aufeinander, wie in Kalkutta: In der 20-Millionen-Metropole drängen sich Menschenmassen durch das Verkehrschaos auf den staubigen Straßen. Kalkutta ist jedoch keineswegs nur chaotisch, sondern gilt auch als das kulturelle Zentrum Indiens. Viele Kolonialbauten sind in der Stadt noch erhalten, zu denen das Militär-Hauptquartier Fort William, das Victoria Memorial aus Marmor und die St. Paul’s Cathedral mit ihrem alten Kolonialfriedhof zählen. Ein weiteres Highlight Kalkuttas ist das Indische Museum aus dem 19. Jahrhundert, in dem hauptsächlich Skulpturen und Naturkunde-Objekte ausgestellt sind.

Himalaya

Den größten Kontrast zu den Städten Indiens bildet das fast menschenleere Himalaya-Gebirge im Norden des Landes. Dort befinden sich einige der höchsten Berge der Welt, unter anderem der 8848 Meter hohe Mount Everest.
Wer den Himalaya erkunden möchte und entsprechend trainiert ist, kann Sherpas engagieren: diese Einheimischen leiten Bergtouren und transportieren dabei gleichzeitig die Ausrüstung der Touristen.
Die eindrucksvolle Bergwelt kann man jedoch auch erkunden, ohne Leistungssportler sein zu müssen: Mit der Himalaya-Bahn geht es in gemächlichem Tempo über Serpentinen-Strecken hinauf zu den Gipfeln des Kanchenjunga und wieder hinunter bis Darjeeling. Die 88 Kilometer lange Fahrt mit der historischen Eisenbahn startet in New Jalpaiguri. Da die Bahn eine Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h erreicht, sollten Reisende genügend Zeit einplanen.

Ein lohnenswerter Tipp für Himalaya-Besucher ist auch das Dorf Gangotri: Der 600-Einwohner-Ort im Bundesstaat Uttarakhand gilt bei den meisten Indern als Kultstätte, denn dort befindet sich die Quelle des heiligen Flusses Ganges.

Historie und Wirtschaft

Bereits im 15. Jh. v. Chr. kam es zu einem einschneidenden Ereignis, das die geschichtliche Entwicklung Indiens prägte: Zu dieser Zeit verdrängten arische Nomadenvölker die Indushochkultur. Dies war der Beginn des Kastensystems, das bis heute eine große Rolle im Alltag der Inder spielt. Kasten sind streng hierarchische Schichten, in die man hineingeboren wird und in denen man lebenslang verweilt. Von der Kastenzugehörigkeit hängt ab, welcher Beruf ausgeübt werden darf und wer untereinander heiraten kann.
Im 6 Jh. v. Chr. kam der Buddhismus verstärkt im Land auf, im 12. Jh. v. Chr. schließlich begann die Islamisierung des Landes.
Zu den einschneidenden Ereignissen der Neuzeit zählt besonders der Unabgängigkeitskampf gegen die britische Krone, der Ende des 19. Jahrhunderts begann. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich eine passive Widerstandsbewegung, an deren Spitze Mahatma Gandhi stand. Im Jahre 1950 wurde Indien schließlich unabhängig.

Die Wirtschaft Indiens ist im Aufschwung: Besonders im Bereich der Hochtechnologie schreiten die Entwicklungen rasch voran. Mittlerweile gehört Indien zu den zehn höchst industrialisierten Ländern der Erde – trotzdem ist der Staat aber derzeit noch eines der ärmsten Länder der Welt. Ein Großteil des Aufschwungs ist der zunehmenden Privatisierung von Betrieben zu verdanken, die Mitte der 1990er Jahre eingesetzt hat.
Eine wichtige Einnahmequelle ist weiterhin die Landwirtschaft, insbesondere der Export von Tee, Kaffee, Reis und Baumwolle. Die großen Rinderherden dienen ausschließlich zur Milchgewinnung, denn Kühe sind die heiligen Tiere der Hindus und dürfen daher nicht geschlachtet werden.
Ein zunehmend starker Wirtschaftsfaktor ist auch die wachsende Filmindustrie Bollywoods (ein Kunstwort, abgeleitet von „B“ für „Bombay“ und „Hollywood“): Bis zu 900 Streifen werden in der indischen Traumfabrik pro Jahr abgedreht – Hollywood kommt bisher maximal auf 300 Filme jährlich.

Das Klima in Indien ist aufgrund der Größe des Staates in den verschiedenen Landesteilen sehr unterschiedlich: Generell herrscht im Süden des Landes tropisches Klima, während sich der Nordteil des asiatischen Staates durch gemäßigtes Klima auszeichnet. In Nordindien ist der Wechsel der Jahreszeiten zudem stärker ausgeprägt, als in den übrigen Regionen. Die Niederschläge sind mit über 3000 mm an der Westküste am stärksten, während in den Hochebenen und am Rande des Himalayas nur durchschnittlich 1000-1500 mm pro Jahr gemessen werden.

Die beste Reisezeit
Von Juli bis September bringt der Monsun starke Regenfälle mit sich In dieser Zeit ist es schwül-warm mit häufigen Niederschlägen. Besonders für Kinder, ältere Menschen und gesundheitlich beeinträchtigte ist dieses Klima belastend und kann zu Kreislaufproblemen führen.
In der Zeit von April bis Juni herrscht hingegen eine landesweite heiße Trockenzeit. Zwischen Dezember und März ist es im ganzen Land am kühlsten. Zu dieser Zeit setzt der Nordost-Monsun ein, der kalte und sehr trockene Luft aus dem Himalaya mit sich bringt.

„Namaskar“ sagen die Inder zur Begrüßung, senken dabei den Kopf und falten die Hände. Diese Geste drückt die Gastfreundschaft der Einheimischen aus, denn Besucher sind in dem südostasiatischen Land stets willkommen.

Spiritualität und traditionelle Heilmethoden werden in Indien sehr geschätzt: Ayurveda, Yoga und Meditation gehören zur Lebensweise vieler Inder und sollen die Gesundheit erhalten. Zunehmend mehr westliche Besucher verbringen ihren Urlaub im Ashram, einem klosterähnlichen Meditationszentrum, und nehmen an Übungskursen dieser indischen Traditionen teil.

Zahlreiche traditionelle Feste und Feierlichkeiten finden über das ganze Jahr verteilt in Indien statt. Eine der größten Feiern ist das Baisakhi-Fest, der indische Neujahrstag, der in den meisten Landesteilen am 13. April gefeiert wird. Besonders große Feiern finden im nordindischen Punjab statt. Festlich gekleidet tanzen und singen die Einwohner, und zur Ehrung des neuen Jahres wird der Weizen geerntet. In Ostindien beginnt das neue Jahr erst am 14. April und wird in Assam als „Rangali Bihu-Fest“ begangen.

Kontaktadressen

Indische Botschaft in Berlin
Deutsche Botschaft in Indien
Österreichische Botschaft in Indien

Weitere Informationen unter unseren hilfreichen Links:

The Times of India (engl.)
The Telegraph, Calcutta, India (engl.)
Indian Railways – Indische Eisenbahn (engl.)
India Transportation- öffentliche Busse und Privatbusse (engl.)
Hostelworld
Hotels in Indien (engl.)
offizielle Tourismusseite von Agra (engl.)
Events in Indien (dt.)
Indien Aktuell - Reiseinformationen, Nachrichten, Marktplatz, Events, Forum
landesweite virtuelle Touren in Indien

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