United Airlines: Essen nur noch gegen Bares

Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines schafft ab dem 1. Oktober auf Transatlantikflügen in der Economy Class kostenlose Mahlzeiten ab, Snacks gibt es nur noch gegen Bares. Begründet wird die Maßnahme mit gestiegenen Kosten für den Treibstoff.

Im Grunde handelt es sich also bei der Streichung der kostenlosen Mahlzeiten nur um einen verdeckten Kerosinzuschlag und eine neue Extragebühr, die Fluggäste bei der Reiseplanung berücksichtigen müssen. Erst vor kurzem hatte smavel.com die Zusatzkosten von Fluggesellschaften verglichen und dabei herausgefunden, dass vor allem so genannte Billigflieger durch zahlreiche Zuschläge den eigentlichen Flugpreis in die Höhe treiben. Nun führt mit United auch eine traditionelle Linienfluggesellschaft eine Praxis ein, die bisher hauptsächlich aus dem Bereich der Low-Cost-Carrier bekannt war.

Teure Snacks über den Wolken

Ab dem 1. Oktober werden Passagiere der Buchungsklassen Economy und Economy Plus auf Flügen zwischen Europa und den USA bei knurrendem Magen zur Kasse gebeten. Eine Snackbox mit Käse, Cracker, Joghurt und Obst soll 6 US-Dollar kosten, ein Sandwich oder ein Salat 9 Dollar. Softdrinks gibt es vorläufig weiterhin gratis. Da die meisten Fluggäste auf einem Langstreckenflug wohl kaum fasten möchten bleiben ihnen nur zwei Alternativen: Für die Snacks aus der Bordküche zu zahlen oder eigenes Essen mit an Bord zu nehmen. Gehört die Butterbrotdose zukünftig ins Handgepäck?

Was kommt als nächstes?

In Fachkreisen wurde schon lange scherzhaft über mögliche Zusatzkosten bei Flügen nachgedacht. Angesichts dieser Maßnahme von United Airlines kommt man jedoch ins Grübeln und stellt sich die Frage, ob der Gedanke an Toilettengebühren oder Stehplätze wirklich so abwegig ist. Man darf gespannt sein, was sich die Fluggesellschaften als nächstes einfallen lassen.

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