Die Hansestadt Stralsund erhält mit dem Ozeaneum eine weitere Touristen-Attraktion. Der neueste Standort des Deutschen Meeresmuseums ist zugleich Deutschlands größter Museumsneubau. Knapp 40 Meerwasseraquarien versprechen interessante Einblicke in die Unterwasserwelt.
Fast drei Jahre nach dem ersten Spatenstich ist es am Freitag, dem 11. Juli, soweit: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird das Ozeaneum in Stralsund im Rahmen eines Festaktes offiziell eröffnen. Ab dann können Besucher täglich von 9 bis 21 Uhr in die Welt der Meere abtauchen. Das Ozeaneum beherbergt die größte Ostseeausstellung in ganz Europa. Weitere Ausstellungsbereiche zum Thema „Weltmeer – Die Vielfalt des Lebens“ und zur „Erforschung und Nutzung der Meere“ warten mit zahlreichen Originalexponaten auf.
Fische aus Nord- und Ostesee sind zu bewundern
Publikumsmagnet werden sicherlich die knapp 40, zum Teil riesigen Meerwasseraquarien sein, die eine Reise durch die Unterwasserwelt der nördlichen Meere beschreiben: Die Entdeckungstour beginnt im Ostseeaquarium mit dem Hafenbecken. Durch den Strelasund, über die Kreideküste bis hin zur Schärensee erlebt der Besucher die vielfältige Flora und Fauna der abwechslungsreichen heimischen Gewässer. In den Aquarien tummeln sich neben bekannten Fischarten – wie Flunder oder Plattfisch – auch ungewöhnliche Tiere wie die Wollhandkrabbe.
Meeresbewohner in Originalgröße
Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung sind die „1:1 – Riesen der Meere“: Über die gesamte Raumhöhe schweben Nachbildungen von Walen in Originalgröße. Das größte Exponat ist das Modell eines Blauwals mit einer Länge von 26 Metern. Außerdem sind ein abtauchender Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar, ein Schwertwal sowie ein Buckelwal mit Jungtier zu sehen. Präparate von Seevögeln werden ebenfalls ausgestellt, Highlight ist hier ein Seeadler mit einer Flügelspannweite von 2,50 Meter.
Ziel für den Familienurlaub
Am Eröffnungswochenende werden Sonderführungen und Straßenkunst ebenso geboten wie Live-Musik und Kammertheatervorführungen. „Open Ship“ heißt es unter anderem auf dem Greenpeace-Schiff „Beluga II“, das neben Seenotkreuzer und Ölauffangschiff im Stralsunder Hafen festmachen wird. Im Ozeaneum erzählen die Ausstellungsmacher zwischen Nordsee- und Ostseeaquarium, unter Plankton und Finnwalskelett zum Beispiel, wie der Riesensäuger an die Decke kam. Die Ausstellung „Meer für Kinder“ wird vor allem Familien anziehen.
Weiter Informationen unter www.ozeaneum.de
