Ab sofort fliegt die Deutsche Lufthansa zwischen Hamburg und Frankfurt mit Kerosin aus Jatropha. Es ist der erste Einsatz des Biosprits im regulären Flugbetrieb der Airline. Der Test läuft zunächst sechs Monate, dann will man die Ergebnisse auswerten. Der Biosprit der Lufthansa lagert in Hamburg. Nur dort kann der A-321 damit betankt werden.
Insgesamt vier Mal täglich wird der Airbus A-321 der Lufthansa zwischen Frankfurt und Hamburg unterwegs sein. Dabei wird ein Triebwerk mit Jet-Treibstoff betankt, das andere mit einem 50:50-Gemisch aus Jet A und Biosprit.
Test startet nach Verzögerungen
Der Test beginnt damit genau drei Monate später als ursprünglich geplant. Grund sind Verzögerungen bei der behördlichen Zulassung des Treibstoffs, der aus finnischer Produktion kommt. Auf den rund 1.400 Flügen mit Bio-Kerosin will Lufthansa herausfinden, wie sich der alternative Kraftstoff auf die Triebwerke und die Emissionen auswirkt. Dabei soll auch eruiert werden, wie positiv die CO2-Bilanz bei einer Gesamtbetrachtung überhaupt ist.
Auch wirtschaftlich relevant
Für Lufthansa geht es dabei aber auch um wirtschaftliche Faktoren. Denn ab 2012 muss die Airline wie alle europäischen Fluggesellschaften am EU-weiten Emissionshandel teilnehmen. Dann darf eine Fluggesellschaft nur noch eine bestimmte Menge CO2 im Jahr emittieren, ansonsten muss sie CO2-Zertifikate zukaufen. Durch Flüge mit Biosprit kann dies verhindert werden.
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