China plant eine Hochgeschwindigkeits-Zug-Route durch Eurasien. Laut Aussage von Wang Mengshu, Mitglied der Chinesischen Akademie für Ingenieurwissenschaften und Regierungsberater, in der britischen Zeitung Independent, soll die Reise von Peking nach London zwei Tage dauern und durch den Nahen Osten, Pakistan und Indien führen.
Alternativ ist auch eine Streckenverbindung zwischen Peking-Moskau-Berlin im Gespräch, auf der bereits streckenweise die Transsibirische Eisenbahn verkehrt.
Es sei vor allem im Interesse Indiens, dass die Pläne so schnell wie möglich umgesetzt werden. Für die Entwicklung einer dritten, südostasiatischen Trasse, liefe die Planungsphase laut Wang bereits aus Hochtouren. Man sei damit beschäftigt, in der Provinz Yunnan einen Abschnitt fertig zu stellen, genau wie Birma auf der anderen Seite.
Verwirklichung bis 2020
Auf dem Gebiet der Schnellzüge nimmt China derzeit eine führende Position ein. Ein Hochgeschwindigkeitsnetz befände sich in der Umsetzung. Bis 2020 soll es mehr als 15.000 Kilometer Schienen umfassen und alle großen Städte verbinden. Hergestellt werden die Züge in China, die Technik dahinter ist jedoch das Produkt einer Kooperation zwischen Siemens und Kawasaki.
Zudem plane China, sich an Ausschreibungen für den Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Zugnetzen in zum Beispiel Kalifornien und Florida zu beteiligen.
EU zweifelt an Durchführbarkeit
Auch Brüssel hat Interesse an grenzübergreifenden Eisenbahntrassen und fördert diese, jedoch äußerte Michael Clausecker, Direktor des Verbands der Europäischen Eisenbahnindustrie Unife, in Brüssel große Bedenken bezüglich der Durchführbarkeit von Chinas Plänen. Der Bau derartiger Strecken sei extrem schwierig und gerade in der EU sei der Weg bis zur offiziellen Genehmigung überaus langwierig.
Quelle: The Independent
