Grüne Riesen der Meere

Der Boom bei Kreuzfahrten ist trotz Weltwirtschaftskrise ungebrochen. Mit immer größeren Schiffen buhlen die Reedereien um Kundschaft. Dabei stehen sie vor der Herausforderung, die schwimmenden Hotels möglichst umweltverträglich zu gestalten, um die Schönheit ihrer exotischen Ziele zu bewahren.

Aus diesem Grund setzen die Hersteller laut einem Bericht des „Handelsblatt“ zunehmend auf alternative Antriebskonzepte, die gegenüber dem altgedienten Schiffsdiesel deutlich weniger Abgase produzieren. Moderne Motoren beziehen ihre Energie unter anderem aus dem sogenannten Marine-Gasöl, das in den Turbinen besonders emissionsarm verbrennen soll. Gleichzeitig werden Rumpf und Schrauben schon in der Planung auf einen geringen Strömungswiderstand hin optimiert.

Ökologische Kreuzfahrtdampfer

Ein weiterer wesentlicher Schritt bei den „Green Ship“-Konzepten ist der Umgang mit den Abfällen von bis zu 5.000 Passagieren. „Vor 30 Jahren ging noch alles über die Bordkante ins Wasser, heute lassen sich die Reeder ein Abfallmanagement an Bord gut und gerne acht bis zehn Millionen Euro kosten“, so Jochen Deerberg, Geschäftsführer der auf Umwelttechniken für Schiffe spezialisierten Deerberg Oldenburg gegenüber dem Handelsblatt.

Das Geld scheint gut angelegt: Auf einem Kreuzfahrtschiff mit etwa 2.500 Passagieren plus 1.100 Besatzungsmitgliedern entstehen pro Tag rund 12 Tonnen Abfall. Dazu kommen laut Angaben des Marktführers Aida jeden Tag bis zu 200 Liter Abwasser pro Person.

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