Nach einem Top-Sommer rechnet die deutsche Tourismuswirtschaft für den Winter nur mit leichten Zuwächsen. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag. Demnach erwartet die Tourismuswirtschaft, dass viele Bürger diesen Winter-Urlaub in Deutschland verbringen werden.
„Allerdings gibt es selbst in den klassischen Wintersportregionen große regionale Unterschiede“, sagt Martin Wansleben zu den Ergebnissen der DIHK-Saisonumfrage, die auf knapp 6.500 Antworten von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, Campingplätzen, Reisebüros, Reiseveranstaltern und Busunternehmen beruht.
So seien „die Gastgeber im Sauerland und Schwarzwald besonders optimistisch – im Gegensatz zu den Betrieben im Thüringer Wald“. Die Erwartungen im Städtetourismus seien hingegen „durchweg gut“, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer.
Nachdem sich die Hoffnungen auf einen Rekordsommer 2011 erfüllt haben, erwartet die Branche für den Winter jetzt nur noch ein leichtes Plus. „Als Hauptrisiko wird der starke Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise gesehen“, sagt Wansleben. „Viele Betriebe müssen daher die Preise erhöhen. Zudem verteuert die Luftverkehrsabgabe Flugreisen. Für die Branche wird deswegen das Thema Energieeffizienz immer wichtiger.“
Der DIHK-Erhebung zufolge will das Gastgewerbe weiter Beschäftigung aufbauen. „Wir rechnen hier mit einem Zuwachs von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen“, berichtet Martin Wansleben. Allerdings hätten die Betriebe große Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden. Und noch ein weiterer Trend fällt ins Auge: „Mehr als 70 Prozent der Hotels und Restaurants verwenden inzwischen bewusst regionale Produkte.“
