Bald Busreisen als Städteverbindungen in Deutschland

Die Regierung hat sich zugunsten der Liberalisierung des Fernbusverkehrs entschieden. Die Deutsche Bahn hatte versucht, die Einführung eines öffentlichen Personenfernverkehrs zu verhindern. Erhebliche Konkurrenz für die Bahn. Doch auch sie versucht, sich die neuen Entwicklungen zunutze zu machen.

Für die Linien wird es ein Konzessionssystem geben, sodass Busunternehmen durch einen simplen Antrag Verbindungen innerhalb Deutschlands anbieten. Eine Strecke kann von mehreren Anbietern bedient werden und auch die Haltestellen sind nicht festgelegt, sondern können von den Busgesellschaften selbst bestimmt werden.

Übersicht Anbieter für Busreisen

Erste Linien Ende 2011

Aufgrund des parlamentarischen Prozesses wird es allerdings noch bis Ende 2011 dauern, bis die ersten Fernverkehrslinien die Straßen erobern können. Ursprünglich war eine Marktöffnung für Mitte des Jahres geplant gewesen. Der Schritt gleicht einer Revolution für den Personenfernverkehr. Bislang wurde die Deutsche Bahn durch ein Gesetz aus den 30er-Jahren davor geschützt, sich in den Wettbewerb mit den Bussen begeben zu müssen. Entsprechend gab es – bis jetzt – in Deutschland keine Fernbusse. Im Ausland, beispielsweise in Schweden oder den USA sind diese längst gang und gäbe.

Ein Stück vom Kuchen

Entsprechend groß ist nun die Sorge der Bahn, die befürchtet, je nach Strecke bis zu 20 Prozent der Fahrgäste an die Busse zu verlieren. Es ist also wenig verwunderlich, dass das Unternehmen ein Stück vom Kuchen abhaben will: Nach FTD-Informationen plant die Bahn bereits selbst die Einführung von sieben Fernbuslinien bis 2012. Bis 2014 soll die Flotte um vier Linien erweitert werden.

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