Madrid: Kapitale der Künste

Eine Stadt der Superlative: In Madrid finden Zukunft und historisches Erbe auf einzigartige Weise zueinander. Hier Weltkulturerbe, einzigartige Architektur und herausragende Kunstsammlungen. Dort die brodelnde City, zugleich Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes.

Madrid ist ein Eldorado für Kunstliebhaber. Überreste der alten maurischen Stadtmauer, kleine gotische Kirchen und erste Werke der Renaissance zeugen von einer wechselhaften Vergangenheit. Der Name der Stadt geht auf eine arabische Bezeichnung zurück: Magerit, die „Mutter der Gewässer“. So wurde die Festung benannt, die Mohammed, Omejade von Córdoba, im neunten Jahrhundert am Ufer des Flusses Manzanares errichten ließ. Obwohl die Stadt 200 Jahre lang unter maurischer Herrschaft stand, sind aus jener Zeit nur wenige Überreste der Stadtmauer und einige Türme erhalten geblieben.

Die Ankunft der Habsburger im 16.Jahrhundert prägte die Entwicklung eines der renommiertesten Viertel, das so genannte „Madrid de los Austrias“, dem Madrid der Österreicher. Sehenswert sind dort neben der Plaza Mayor eine Vielzahl versteckter Ecken sowie Kirchen und Klöster. Die schlichten Fassaden des Barock bilden einen starken Kontrast zum luxuriösen Inneren der Paläste. Die neoklassischen Spuren des 18. Jahrhunderts finden sich im herrlichen Komplex des Königspalastes, den Sabatini-Gärten und dem Campo del Moro im Zentrum der Hauptstadt. Die Kirche San Francisco El Grande, die Brunnen des Paseo del Prado, die Brücke Puente de Toledo, das Prado-Museum und die Puerta de Alcalá sind ebenfalls höchst gelungene Werke jenes Stils.

Das moderne und avantgardistische Madrid pulsiert zwischen den großen Achsen Gran Vía und Paseo de la Castellana. Die Gran Vía, die ihren Ursprung Anfang des 20. Jahrhunderts hat, ist heute ein Zentrum für Läden, Geschäfte, Bars, Restaurants und Clubs. Auf dem Paseo de la Castellana, der die Stadt von Norden nach Süden durchzieht, befinden sich einige der elegantesten Hotels. Zahlreiche Unternehmen haben hier in mitunter gewagter Architektur ihre Zentralen errichtet.

Drei dicht beieinander liegende Museen bilden als „Paseo del Arte“ die berühmteste Kunstpromenade der Stadt. Dabei handelt es sich um den Prado, das Thyssen Bornemisza Museum und das Nationalmuseum Centro de Arte Reina Sofía. Der Prado gilt als eine der bedeutendsten Pinakotheken der Welt. Zu sehen ist hier die kompletteste Sammlung von Gemälden zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert – Meisterwerke der italienischen, flämischen und spanischen Schule. Das Thyssen Bornemisza Museum beherbergt eine private Kunstsammlung von herausragender Qualität mit Werken von Tintoretto, Goya, Dalí oder Picasso. Das Spektrum reicht von frühen Werken aus dem 13. Jahrhundert bis zur avantgardistischen Malerei unserer Zeit. Die Kunstpromenade endet mit dem Nationalmuseum Centro de Arte Reina Sofia, bekannt durch Picassos weltberühmtes Gemälde „Guernica“.

Kategorie: Städte

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