Die wichtigste private Zusatzversicherung im Ausland ist ohne Zweifel die Auslandsreise-Krankenversicherung. Der Grund dafür liegt auf der hand: Die gesetzlichen Krankenkassen sind für Behandlungskosten im Ausland sehr häufig nicht zuständig. In vielen Fällen nützt die heimische Chipkarte nichts.
Auch Auslandskrankenscheine der Krankenkassen helfen oft nicht weiter, da Ärzte teilweise nur gegen Bargeld behandeln. Wer als Versicherter im Urlaub krank wird und die anfallenden Kosten für die Behandlung selbst trägt, bekommt den Betrag zu Hause von der privaten Auslandsreise-Krankenversicherung gegen Quittung erstattet. Versichert ist bei medizinischer Notwendigkeit auch ein Rücktransport nach Deutschland.
Unfall oder Krankheit im Ausland – Was muss ich tun?
Einschlüsse …
Welche ärztlichen Leistungen von der Auslandsreise-Krankenversicherung übernommen werden, hängt vom Versicherungsumfang des jeweiligen Tarifes ab. In der Regel sind beispielsweise bestimmte Naturheilverfahren, Röntgendiagnostik sowie Wegegebühren zum nächst erreichbaren Arzt mit eingeschlossen. Das Gleiche gilt auch für Arznei- und Verbandmittel sowie Heil- und Hilfsmittel. Bei Sehhilfen und Zahnbehandlungen gibt es oft limitierte Höchstbeträge und/oder man bekommt nur einen gewissen Anteil der
Behandlungskosten erstattet.
… und Ausschlüsse
Pech hat derjenige, der eine solche Zusatzversicherung zum Zweck einer Operation im Ausland abschließt, zum Beispiel einer Schönheitsoperation. Denn jeder Versicherer führt eine sogenannte Ausschlussliste, in der sich zuweilen auch psychotherapeutische Behandlungen oder geplante Operationen finden.
Dienstreisen nicht immer versichert
Für dienstliche Reisen gilt nicht jede Reise-Police. Es ist daher darauf zu achten, dass der Reisezweck – also ob Privat- oder Geschäftsreise – auch im Vertrag mitversichert gilt. Weitere Bedingung für den Versicherungsschutz: Die gesundheitlichen Probleme müssen unvorhergesehen eintreten. Schwangere und Reisende mit Vorerkrankungen gehen daher oft leer aus.
Wer regelmäßig Auslandsreisen unternimmt, schließt am besten eine Ganzjahrespolice ab. Dann sind automatisch alle Reisen (in der Regel bis zu sechs Wochen Dauer) versichert, ohne dass man sich vor jedem Urlaub darum kümmern muss.
