Ab Montag, 0:00 Uhr ist deutschlandweit mit Fluglotsenstreiks an den Flughäfen zu rechnen. Das gab die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) bekannt. Was die Dauer des bevorstehenden Streiks angeht, halten sich die Verantwortlichen noch bedeckt. 24 Stunden vor Streikantritt sollen weitere Details veröffentlicht werden.
Ursache des Streiks sind gescheiterte Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft der Flugsicherung und der Deutschen Flugsicherung (DFS). Die Streikenden fordern einen sogenannten Belastungsausgleich für Fluglotsen, die im operativen Dienst beschäftigt sind.
25 Prozent des Dienstes muss geleistet werden
Die DFS hält die Forderungen für nicht nachvollziehbar und den geplanten Streik für nicht gerechtfertigt. Grund des Unverständnisses sei die Tatsache, dass die Fluglotsen auch für Mitarbeiter niedrigere Arbeitszeiten forderten, deren Belastung durch rückläufiges Verkehrsaufkommen gesunken sei. Zudem betonte ein DFS-Sprecher, dass die Fluglotsen auch im Fall eines Streiks 25 Prozent ihres Dienstes ableisten müssten.
Die Flugsicherung hat in Deutschland rund 5500 Mitarbeiter, 2400 sind als Fluglotsen tätig. Diese sind für die Sicherung und Koordination von bis zu 10.000 Flugbewegungen täglich im deutschen Luftraum verantwortlich.
