Unbefristete Streiks bei Lufthansa ab Montag

Die Gewerkschaft ver.di kündigte in Berlin an, dass ab Montag das Kabinen- und Bodenpersonal der Lufthansa in den Streik tritt. Die Airline versucht sich in der verbleibenden Zeit auf das drohende Chaos vorzubereiten und kündigte an, mit einem Notfallplan rund 75% der Flüge stattfinden lassen zu wollen.

Nachdem gerade erst die Piloten der Lufthansa-Töchter Cityline und Eurowings gestreikt hatten (smavel.com berichtete) tritt nun das Bodenpersonal sowie die Kabinenbesatzung in den Ausstand. Sie fordern 9,8% mehr Lohn, die Lufthansa lag mit ihrem Angebot deutlich darunter.

Bahn statt Flug



Mit einem Notfallplan will die Kranich-Airline das ganz große Chaos verhindern. Das Wochenende bleibt, um sich auf den Streik vorzubereiten. Die Lufthansa will auf Drittfirmen zurückgreifen, um den Check-In zu ermöglichen, innerdeutsche Flüge sollen teilweise durch Bahnfahrten ersetzt werden. Schwieriger dürfte es sein, den Streik der Lufthansa Technik zu kompensieren: Hier müssten vorgeschriebene Kontrollen durch andere Firmen, teilweise auch im nahen Ausland durchgeführt werden.

Besser jetzt umbuchen?



Wer bereits ein Flugticket besitzt und dem Streik aus dem Weg gehen möchte steht vor der Frage, ob er besser im Voraus umbucht oder noch abwartet. Denn wer jetzt umbucht hat die vollen Gebühren dafür zu tragen, erst wenn gestreikt wird und Flüge ausfallen erstattet die Lufthansa die Kosten. Wer also sicher gehen will, der wartet bis Montag, braucht dann aber wohl stärkere Nerven.

Link: Aktuelle Fluggast-Informationen der Lufthansa

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