Masern, Keuchhusten, Tetanus: Impfung auch für Fernreisen?

Die Deutschen lassen sich immer häufiger impfen: Mit 36,4 Millionen nahm die Zahl der bei den gesetzlichen Krankenkassen abgerechneten Impfdosen im Jahr 2018 um 3,4 Prozent zu (2017: 35,2 Mio.). Aber wie sieht es eigentlich bei weiteren Reisen aus – wie wichtig sind Zusatzimpfungen und welche Basis-Impfungen darf man nicht vergessen?

Der Impf-Anstieg ist vor allem auf die steigende Impfbereitschaft gegen die saisonale Grippe (Influenza) und die regionale FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) zurückzuführen. Bei Pertussis (Keuchhusten) ist derweil ein zunehmender Wechsel von einem Dreifach- (Pertussis, Diphtherie, Tetanus) zu einem Vierfachimpfstoff (plus Poliomyelitis) zu beobachten. Dies hat die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf Basis von aktuellen Daten des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts für die Versorgung aus öffentlichen Apotheken berechnet.

Impfpass checken

„Meistens denkt man bei Fernreisen nur an eventuell nötige Zusatzimpfungen. Aber der erste Schritt zu einem gesunden Urlaub ist ein vollständiger Impfpass mit allen Standardimpfungen gegen Keuchhusten, Masern oder Tetanus“, sagt Mathias Arnold, Apotheker aus Halle/Saale und ABDA-Vizepräsident. „Auch andere saisonale und regionale Impfungen wie gegen Grippe oder FSME können auf Reisen wichtig sein: Wenn bei uns Sommer ist, ist Grippesaison auf der Südhalbkugel. Und Zecken gibt es nicht nur hier, sondern auch in Skandinavien, in Polen und im Baltikum.“

Jeder Weltenbummler sollte sich vorher informieren, welche Impfungen er braucht, welche Gesundheitsrisiken bestehen und wie man sich dagegen schützt. Auch die Reiseapotheke sollte individuell bestückt werden.

Kategorie: Newsarchiv