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Türkei  (Türkiye Cumhuriyeti)

Kontinent
Europa
 
Hauptstadt
Ankara 
Einwohner
72,0 Mio. 
88 pro km² 
Landesfläche
814.578 km² (2,3fache Größe Deutschlands) 
Zeit
GMT +2
Währung
Yeni Türk Lirasi
Sprache(n)
Türkisch
In weiten Teilen des Südostens und Ostens werden auch verschiedene kurdische Dialekte gesprochen.
Lage
Erstreckt sich über zwei Kontinente: Europa und Asien (etwa 97% der Fläche).
W: Ägäische Meer, S: Mittelmeer, N: Schwarzes Meer, NW: Griechenland und Bulgarien, NO: Georgien, Armenien und Aserbaischan, O: Iran, S: Irak und Syrien.
Klima
Anatolien: kontinental
Süd- und Westküste: mediterran
Gliederung
Die Türkei ist in Provinzen gegliedert und wird von jeweils einem Gouverneur verwaltet. Die Provinzen sind in Landkreise und Gemeinden unterteilt.
Bevölkerung
72,0 Mio., wobei bei den Volkszählungen die ethnische Zugehörigkeit nicht erfasst wird (etwa 70 % Türken, etwa 20 % Kurden, Rest: Araber, Zaza, Albaner u.a.)
Religionen
etwa 90 % der Bev. sind Muslime; nach inoffiziellen Schätzungen ca. 65.000 armenisch-apostolische Christen, ca. 25.000 Juden, 15.000 Syrisch-Orthodoxe, 10.000 Bahai, ca 5.000 Jeziden, je ca. 2.500 Protestanten verschiedener Denominationen und Angehörige der römisch-katholischen Kirche, ca. 1.500-2.000 griechisch-orthodoxe Christen.
Staatsform
Parlamentarische Republik, Laizistische Republik
BIP (pro Kopf/Jahr)
4.222 €
Beliebte Aktivitäten
Städtebesichtigungen, Shoppen, am Strand liegen
Essen und Trinken
Vielfältige Auswahl, viel Gemüse und Obst; aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch
Frühstück: Meist süßes Gebäck oder Weißbrot mit Gemüse und Schafskäse, dazu Tee oder Kaffee
Mittag: Kleine Mahlzeiten, Suppen, Eintöpfe, Fleischbällchen, Kebap
Abends: Üppigste Mahlzeit
Getränke: çay - türkischer Tee (wird zu jeder Gelegenheit getrunken), Raki (Anisschnaps)
Nationale Feiertage
01. Januar - Neujahr (Yılbaşı)
19.-21. Januar - Islamisches Opferfest (Kurban Bayrami)
23. April - Feiertag der nationalen Souveranität und des Kindes (Ulusal Egemenlik ve Çocuk Bayramı)
19. Mai - Gedenken an Atatürk; Feiertag der Jugend und des Sports (Atatürk´ü Anma, Gençlik ve Spor Bayramı)
30. August - Feiertag der Befreiung (Zafer Bayramı)
29. Oktober - Tag der Republik (Cumhuriyet Bayramı)
30. Oktober - Fest des Fastenbrechens (Ramazan Bayramı)

Bemerkung: die religiosen Feiertage richten sich nach dem islamischen Mondkalender und fallen nicht jedes Jahr auf den gleichen Tag.
Benötigte Dokumente
Als Tourist kann man sich bis zu 90 Tagen visumsfrei im Land aufhalten. Ist der Aufenthalt in der Türkei für länger als drei Monate geplant, so ist vor der Einreise bei einer türkischen Auslandsvertretung (Generalkonsulat oder Botschaft) ein Visum einzuholen.
Für die Einreise in die Türkei genügt ein Reisepass oder ein Personalausweis. Von einer Einreise mit einem vorläufigen Personalausweis wird abgeraten, da die Einreise mit diesem Dokument in der Vergangenheit in Einzelfällen verweigert wurde. Kinder müssen in den Reisepass eines mitreisenden Elternteils eingetragen sein oder – was empfohlen wird - mit eigenem Kinderreisepass, einem Kinderausweis nach altem Muster oder Europapass einreisen. Der Kinderausweis wird bis zum 10. Lebensjahr ohne Lichtbild anerkannt; ab dem 10. Geburtstag ist ein Lichtbild erforderlich. Eine Geburtsurkunde ist kein gültiges Einreisedokument.
Anreise
Flug: Unter anderem fliegen folgende Fluggesellschaften das Reise-Ziel an:
Lufthansa, Turkish Airlines, Swiss, Austrian Airlines, Condor
Gesundheit
Internetpräsenz
Kontaktadressen
 
     
Wissenswertes
Die Türkei lässt Reisenden die Wahl zwischen Pauschalurlaub im All-Inclusive-Hotel am Sandstrand oder Individual-Urlaub im gebirgigen Hinterland Zentralanatoliens. Wer lieber auf die Kombination aus Kultur und umfangreichen Unterhaltungsangeboten setzt, dem sei eine der modernen Millionenmetropolen, allen voran Istanbul, ans Herz gelegt. Hier verschmelzen westliche und arabische Lebensart wie sonst nirgendwo auf der Welt. Von hier liegen auch die ionischen Küsten und Inseln der Ägäis nicht fern.

Die Türkei ist geographisch wie politisch ein Bindeglied zwischen Europa und Asien. Im Land kommen verschiedene Klimazonen mit noch unterschiedlicheren Landschaften zusammen. Die Türkei grenzt im Nordosten an das Schwarze Meer und Georgien, im Osten an den Iran, im Südosten an den Irak, im Süden an Syrien und das Mittelmeer, im Westen an das Ägäische Meer und im Nordwesten an Griechenland und Bulgarien. Kleinasien (oder Anatolien) umfasst 97% des Landes und liegt auf einer großen, breiten Halbinsel. Die Pontic-Bergkette im Norden und das Taurusgebirge im Süden umschließen das zentrale Plateau Anatoliens und gehen dann in das riesige Gebirgsgebiet im Osten des Landes über. Hier entspringen die Flüsse Euphrat und Tigris.
Sehenswürdigkeiten
Die bewegte Vergangenheit der Stadt am Goldenen Horn hat viele Spuren hinterlassen: Zahlreiche Moscheen, Museen und prächtige Paläste, das bunte Leben am Ufer des Bosporus und viele Basare geben der Stadt ein besonderes Flair. Hinzu kommt, dass einige Urlaubsorte am Bosporus - wie Tarabya und Machka - ganz in der Nähe liegen.

Die Ägäische Küste

Das antike Ionien ist eine der Wiegen der westlichen Zivilisation. An der Küste liegen malerische Urlaubsorte und bedeutende Ausgrabungsstätten, hier war es, wo die Überreste des legendären homerischen Troja gefunden wurden. Die Ruinen der einst so bedeutenden Stadt Pergamon, dem heutigen Bergama, befinden sich südlich von Troja.
Ein weiterer sehr beliebter Badeort an der türkischen Ostküste ist Bodrum. Lernt man erstmal das rege Nachtleben der Stadt kennen, weiß man schnell, wie der Ort zu seiner Popularität gekommen ist. Hier findet man auch eine der mittelalterlichen Kreuzritterburgen, die Bodrum Kalesi. Nicht weit entfernt liegt Fethiye, bekannt für seine Buchten, Inseln und Strände.

Die westliche Mittelmeerküste

Antalya ist Provinzhauptstadt und gleichzeitig touristisches und wirtschaftliches Zentrum der Türkischen Riviera. Besonders sehenswert sind hier die Altstadt mit gut erhaltenen osmanischen Erkerhäusern und dem Kesik-Minarett, der alte Hafen und das archäologische Museum mit beeindruckenden Exponaten aus der Antike. Vom hier gelegenen Flughafen liegen die meisten der touristisch erschlossenen Orte der Umgebung nicht weit entfernt.

Die Türkische Riviera liegt an der Südküste zwischen Antalya im Westen und dem Kap Anamur im Osten der Türkei und ist das Urlaubsziel Nummer Eins bei deutschen Türkeiurlaubern. Von April bis September kann mit warmen Temperaturen und viel Sonnenschein gerechnet werden. In dieser Region findet man überall Kreuzritterburgen und andere Zeugnisse einer bewegten Geschichte.
In Side konzentriert sich das touristische Angebot der Region. Hier kann man nahezu unbeschädigte griechische Stadtmauern besichtigen sowie einen Brunnen, ein Theater, zwei Agoras (Versammlungsplatz oder Markt in Stadtzentren) und die römischen Bäder. Alanya, einer der populärsten Urlaubsorte am Mittelmeer, liegt in der Provinz Antalya am Fuße des Taurus-Gebirges unterhalb einer Seldschuken-Zitadelle. Eine Küstenrundfahrt mit dem Boot führt an Klippen und versteckten Buchten vorbei. Von der Zitadelle mit dreifachen Burgmauern bietet sich eine schöne Aussicht. Weitere empfehlenswerte Ziele in dieser Region sind Belek und Kemer. Wer einen All-Inclusive-Urlaub in ungezwungener Atmosphäre mit Sonne, Strand und Poolbar sucht, wird hier ein passendes Ziel finden.
Historie und Wirtschaft
Die moderne Türkei wurde 1923 aus Gebieten des besiegten Osmanischen Reichs von Nationalheld Mustafa Kemal, der später mit den Titel Atatürk, “Vater der Türken” geehrt wurde, gegründet. Unter seiner autoritären Führung wurden umfassende soziale, rechtliche und politische Reformen durchgeführt. Nach einer Periode der Ein-Parteien-Herrschaft führte ein Experiment mit Mehr-Parteien-Politik zu der Wahl der oppositionellen Demokratischen Partei und einer friedlichen Machtübergabe. Seitdem haben sich die türkischen Parteien vervielfacht, jedoch wurde die Demokratie des Landes durch Zeiten der Instabilität und zeitweilige Militärputsche (1960, 1971, 1980), welche letztendlich aber immer wieder zu einer Rückkehr der politischen Macht zur Bevölkerung führten, stark angegriffen. 1997 half das Militär durch Drohgebärden, den islamistisch orientierten Präsidenten Erbakan zum Rücktritt zu bewegen, gemeinhin auch als “Post-Moderner Putsch“ bezeichnet.
1974 griff die Türkei auf Zypern militärisch ein, um eine griechische Übernahme der Insel zu verhindern und patroniert seitdem die Türkische Republik Nord Zypern, welche nur von der Türkei anerkannt wird.
1984 begann ein Separatistenaufstand, angeführt von der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK), heute bekannt als Volkskongress Kurdistan oder Kongra-Gel (KGK). Nach der Gefangennahme des Gruppenführers 1999 zogen sich die Aufständischen weitgehend aus der Türkei in den Norden Iraks zurück. Die Türkei trat 1945 der UN bei und wurde 1954 NATO-Mitglied. 1964 begann die Assoziation zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Türkei. Über die letzten Jahrzehnte unternahm die Türkei zahlreiche Reformen, um Demokratie und Wirtschaft des Landes zu stärken. Durch diese Reformen wurden die Beitrittsgespräche mit der Europäischen Union ermöglicht.

Wirtschaft:

Aufgrund mangelnden Kapitals und unzureichender Infrastruktur im Osmanischen Reich begann die Phase der forcierten Industrialisierung in der Türkei erst nach der Weltwirtschaftskrise 1930. Unternehmer waren im Osmanischen Reich nicht so hoch angesehen wie Offiziere und Beamte, daher fand wirtschaftliche Betätigung außerhalb des Handwerks und der Landwirtschaft kaum statt. Der resultierende wirtschaftliche Vorsprung der Europäer, die den türkischen Markt mit Massenware versorgten, führte in Kombination mit teuren Kriegen zu einer immer höheren Verschuldung des Landes und schließlich im Jahr 1875 zum Staatsbankrott. Das Reich musste seine Finanzhoheit an die Gläubigerländer abtreten, um zahlungsfähig zu bleiben. Finanzielle und wirtschaftliche Souveränität wurde erst nach der Republikgründung wieder hergestellt.

Der Westen der Türkei, insbesondere die Stadt Istanbul, ist in der Summe von wesentlich größerer volkswirtschaftlicher Bedeutung, als der Osten. Istanbul ist der wichtigste Markt- und Umschlagsplatz der Türkei. Traditionelle Basare existieren neben modernen Geschäftsstraßen im westlichen Stil. In Istanbul ist ein bedeutendes Finanzzentrum entstanden. Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist der Fremdenverkehr, besonders in den Küstenregionen.
Klima
Das milde Klima der türkischen Küstenregionen unterscheidet sich stark von den extremeren Temperaturschwankungen im Landesinneren. Die Mittelmeerküste ist geprägt durch warme trockene Sommer sowie milde und regnerische Winter. In der Ägäis ist das Klima hingegen etwas rauer.
Im Inland sind die Winter kälter und im Sommer bleibt es ein bis zwei Grad kühler, als an der ägäischen Küste.

Die beste Reisezeit

Badesaison herrscht an der türkischen Mittelmeerküste von April bis Oktober, für die nördliche Ägäis und Marmara von Juni bis September. Ein Kultururlaub zur Besichtigung von Sehenswürdigkeiten oder ein Natururlaub ist in der Türkei auch noch im März und November gut möglich.
Die Strand-Saison dauert an der Schwarzmeerküste von Juni bis August. In der Zeit zwischen November und Februar sind dort starke Regenfälle zu erwarten.
Für Erkundungsreisen nach Ostanatolien sind wegen der kalten und langen Winter nur die Sommermonate geeignet.
Wintersportler finden in der Türkei meist von Dezember bis April gute Schnee-Bedingungen vor.
Kultur, Sitten und Bräuche
Die große Mehrheit der türkischen Bevölkerung gehört dem Islam an. Dabei ist die Religion im touristischen Westen weit weniger prägend als im Osten der Türkei. Es gibt nur kleine jüdische und christliche Minderheiten. Literatur, Musik und Kunsthandwerk (z. B. Teppiche) sind sehr vielgestaltig und interessant. Ein Hineinschnuppern in die Jahrtausende alte Geschichte der Türkei ist lohnend, besonders, sich den zahlreichen Kunstschätze zu nähern. Es ist jedoch nicht alles Gold was glänzt, nicht jeder Teppich kann wirklich fliegen und ein aufgedruckter internationaler Markenname garantiert nicht immer ein gutes Geschäft. Auf einen kunstvoll angerichteten Tee sollte man beim Händler verweilen.

Die Türken sind ein sehr gastfreundliches Volk. Als Urlauber gilt es, die islamischen Sitten der Gastgeber zu respektieren, wozu auch gehört, Strandkleidung nur am Strand zu tragen. Ihre sommerliche Kleidung sollte je nach Region nicht zu eng oder freizügig sein. Hüllenloses Baden und Sonnen ist offiziell streng verboten. In Ferienanlagen wird es zwar toleriert, jedoch bisweilen als Einladung zum Flirt verstanden.

Geldscheine oder Briefmarken zu bemalen oder dieselben zu zerknüllen ist ein absolutes Tabu, denn fast alle tragen ein Porträt von Staatsgründer Kemal Atatürk. Zur Begrüßung reicht man sich die Hand. Das in Deutschland weit verbreitete Okay-Zeichen, der Ring aus Daumen und Zeigefinger ist in der Türkei (außer beim Tauchen) eine üble Beleidigung.

Das Rauchen ist in Kinos, Theatern, Stadtbussen und Museen verboten. In den Rechnungen der Hotels ist Bedienungsgeld bereits enthalten. Zimmermädchen und Kofferträger erwarten aber ein Trinkgeld. Im Restaurant sind 10% Trinkgeld üblich. Im Taxi wird der Fahrpreis aufgerundet.
Reisevideos

     
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Praktische Informationen
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