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Paris  (Frankreich)

Einwohner
2,14 Mio.
mit Vororten 9,3 Mio.
 
Fläche
105,40 km²
weniger als 1/8 Berlins 
Bundesstaat
Region ĂŽle-de-France
Sprache(n)
Französisch
Zeit
GMT +1
Höhe
25 m ĂĽber NN
Religion
90 % Katholiken, 6 % Konfessionslose, 2 % Protestanten, 1 % Juden, 1 % Muslime
Lage
2° 20' östl. Länge v. Gr. und 48° 50' nördl. Breite, an beiden Ufern der Seine zwischen zwei Hügelketten, den Höhen von Belleville und Montmartre am nördlichen und jenen von Meudon und St. Cloud mit dem 136 m hohen Mont Valérien am südlichen Ufer und schließt in dem Bette der Seine selbst zwei Insel, die Ile St. Louis und die Cité, ein
Klima
Mittelmeerklima - Durschnittstemperatur im Sommer: 18° C
Durchschnittstemperatur im Winter: 3,5° C
Jahresdurchschnitt: 10,9° C
Gliederung
20 Stadtbezirke (Arrondissements)
Flughäfen und Fluglinien
Travel Highlights
Ile de la Cité, Notre-Dame, Louvre, Place de la Concorde, Arc de Triomphe, Centre Pompidou, Montmartre, St-Germain, Champs-Elysées, Centre Georges Pompidou, Eiffelturm, Versailles, Grande Arche de la Defense
Essen und Trinken
Die Stadt verfügt über mehr als 8.000 Lokale von hochdekorierten Sterne-Häusern bis hin zu kleinen exotischen Restaurants und FastFood-Ketten. Lunch- und Dinnerkreuzfahrten entlang der Seine mit mehrgängigen Menus an festlich eingedeckten Tischen, untermalt durch Livemusik können sehr romantisch sein.
Die Pariser selbst essen am liebsten in Bistros mit lockerer Atmosphäre. Bistros sind dabei aber nicht in jedem Fall preiswerter als Restaurants. Stets gut besucht sind auch die vielen Brasserien (Brauhäuser), in denen es häufig Gerichte mit elsässischem Einschlag gibt.
Shopping
Paris setzt jedes Jahr aufs Neue Trends in Sachen Mode. Ob Prêt-à-Porter für jedermann oder maßgeschneiderte Haute Couture – in der Modehochburg ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Die Pariser Modenschauen sind jedes Jahr ein Ereignis, und zahlreiche Boutiquen locken mit teils erschwinglichen Preisen.
Die meisten Geschäfte in Paris sind Mo-Sa von 09.00/10.00 Uhr bis 19.00/20.00 Uhr geöffnet und mittags von 12.00 - 14.30 Uhr geschlossen.

Empfehlenswert: La Valle Village - über 75 namhafte Prêt-à-Porter-Marken, Einrichtungshäuser und Luxuslabels erwarten die Besucher in einladendem Ambiente. Die exklusiven Designergeschäfte befinden sich im Westen der Stadt, im „goldenen Dreieck“, das durch die Champs-Elysées, die Avenue Montaigne und die Rue François 1er gebildet wird und entlang der Rue de Faubourg St. Honoré. Ein weniger exklusives, aber typisches Pariser Einkaufserlebnis erhält man in den großen Kaufhäusern am Boulevard Haussmann, 8. Arrondissement, in den Galeries Lafayette, im Printemps und dem Bon Marché in der Rue de Sèvres, 7.Arrondissement.
In der Nähe der Opéra Bastille liegt der Flohmarkt Marche d'Aligre. Das Angebot reicht von Kleidung, Obst, Keramik und Bildern bis zu Lebensmitteln und Blumen. Der Markt ist morgens, täglich außer montags geöffnet. Überwiegend Kleidung aus allen Bereichen, aber auch moderne Kunstgegenstände hat der Puces de la Porte de Montreuil nahe der Metrostation Porte de Montreuil im Angebot. Kleidung und Haushaltswaren kann man auf dem Marche de la Porte Vanves nahe der Metrostation Vanves erwerben. Der Puces de Saint-Ouen-Clignancourt besteht aus einer Anzahl mehrerer Märkte, die miteinander verbunden sind.
Internetpräsenz
Kontaktadressen
 
     
Die Stadt
„Wenn der liebe Gott sich im Himmel langweilt, dann öffnet er das Fenster und betrachtet die Boulevards von Paris.“

Heinrich Heine (1797–1856)


Ob Heine, Picasso oder Chopin - Paris ist seit jeher Inspirationsquelle und Wohnort berühmter Maler, Musiker und Dichter gewesen. Aber nicht nur Künstler lassen sich durch die Stadt an der Seine inspirieren: Jedes Jahr reisen auch Millionen Touristen aus aller Welt in die französische Metropole und beweisen, dass die „Stadt der Liebe“ nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat.
Was aber macht die Atmosphäre von Paris so besonders und unterscheidet die Millionenstadt von anderen europäischen Metropolen? Sicherlich tragen die zahlreichen Straßen-Cafés, öffentlichen Parks, breiten Boulevards und verwinkelten Gassen zum Flair der französischen Kapitale bei. Besonders bei Spaziergängen am Ufer der Seine wird der Charme der Stadt spürbar.

Aber wieso heißt Paris eigentlich Paris? Den Namen verdankt die Stadt an der Seine dem Volksstamm der Parisii, der im 6. Jahrhundert v. Chr. das Land bewohnte, in dem heute die Millionenstadt steht. Mehr als zwei Millionen Einwohner zählt die Stadt heute, in der Metropolregion leben sogar über 10 Millionen Menschen.

Alle Wege in Frankreich führen nach Paris: Fast das komplette Straßen- und Eisenbahnnetz ist auf die Hauptstadt ausgerichtet. Das Auto kann man in Paris jedoch getrost stehen lassen, denn das öffentliche Nahverkehrsnetz ist bestens ausgebaut. Schon die Anreise lässt sich komfortabel mit dem Zug zurücklegen. Bahnen aus Deutschland kommen entweder am Gare de l´Est oder Gare du Nord an. Beide Bahnhöfe sind an das gut ausgebaute Pariser Metro-Netz angeschlossen. Die Fahrt von Köln nach Paris Nord im Thalys dauert beispielsweise weniger als vier Stunden.

Paris lässt sich inzwischen auch bequem per Rad erkunden: In der ganzen Stadt verteilt stehen an automatisierten Leihstationen 20.000 Mietfahrräder bereit. Bereits ab einem Euro pro Tag oder fünf Euro für eine Woche können die Räder ausgeliehen werden. Anmelden kann man sich im Internet unter velib.paris.fr.
Interessante Stadtteile
Montmartre - Rund um Sacré-Cœur

Es ist kaum noch vorstellbar, doch der von Touristen bevölkerte Stadtteil Montmartre war ursprünglich Mittelpunkt eines kleinen Weinbauerndorfes. Montmartre wirkt heute wie eine eigene kleine Welt mitten in der Stadt. Eine besondere Atmosphäre herrscht entlang der Plätze und schmalen Kopfsteinpflaster-Gassen auf der Spitze des Hügels, dem „Butte Montmartre“. Dort zeichnen Straßenmaler Portraits der Passanten und stellen ihre Kunstwerke aus.
Einen besonders guten Blick über die Stadt haben Besucher der Basilika Sacré Cœur. Die im 19. Jahrhundert erbaute Kirche wurde im römisch-byzantinischen Stil errichtet und ist eines der Wahrzeichen von Paris. Im Turm der 84 m hohen Kathedrale hängt eine der größten Glocken der Welt, die 19 Tonnen wiegt.


Quartier Latin – Studentenviertel mit Flair

Im Pariser Studentenviertel trifft man inzwischen fast mehr Touristen als Hochschüler. Das Quartier Latin liegt auf der linken Seine-Seite (rive gauche), die traditionell als Zentrum der Intellektuellen gilt. Zwischen den Universitäts-Instituten finden sich zahlreiche Cafés und Restaurants, die teilweise noch das ursprüngliche Flair des Viertels widerspiegeln.
Über dem Quartier Latin thront der mächtige Kuppelbau des Pantheons. Ursprünglich Kirche der Heiligen Geneviève – Schutzpatronin von Paris – wurde sie 1791 in einen Ehrentempel für berühmte Franzosen umgewandelt, für den sich die Bezeichnung Pantheon – ein allen Göttern geweihter Tempel – einbürgerte. Vollendet wurde das Werk nach Plänen des Architekten Soufflot im Jahre 1791, mitten in der Französischen Revolution. Der riesigen Kuppel mit einer 117 Meter hohen Laterne ist eine griechische Säulenhalle vorgelagert. Im Inneren zeigen Wandgemälde Szenen aus dem Leben der heiligen Genoveva.


Paris Rive Gauche - ein neues Stadtviertel entsteht

Die Weltstadt Paris wächst: Am südöstlichen Stadtrand entsteht der neue Stadtteil „Paris Rive Gauche“, das wohl größte Städtebauprojekt seit der grundlegenden Stadt-Umgestaltung unter Napoleon III. im 19. Jahrhundert. Wo noch Ende der 1990er Jahre ein ödes Industriegebiet lag, leben und arbeiten heute bereits einige Tausend Menschen. Das Gebiet befindet sich zwischen der Gare d’ Austerlitz und dem Boulevard Masséna entlang der Seine. Moderne Gebäude mit Glasfassaden und künstlerisch schiefen Ecken prägen das Bild des neuen Stadtteils, und an einigen Laternen hängen Comic-Sprüche. Ein riesiges Multiplexkino und die neue Cinématheque Française verdeutlichen die hohe Bedeutung der Medien im neuen Stadtteil.
Sehenswürdigkeiten
Der Eiffelturm - das Wahrzeichen von Paris

Der Begriff „Eiffelturm“ hat nichts mit der Eifel zu tun? Oh doch! Die Ähnlichkeit der Namen ist kein Zufall: Der Erbauer des Turms hieß „Gustave Eiffel“ und verdankte seinen Nachnamen der rheinischen Mittelgebirgslandschaft. Der Großvater des Baumeisters wanderte aus der Eifel nach Frankreich aus und wählte daher diesen Künstlernamen. Sein Enkel plante den berühmten Turm ursprünglich für die Weltausstellung 1889. Der Eiffelturm ist heute mit ca. 6,4 Millionen Besuchern pro Jahr das meistbesuchte Bauwerk in Paris. Der Turm, bei dessen Bau (1887-1889) 3000 Arbeiter beschäftigt waren, hat ein Gewicht von mehr als 10.000 Tonnen und besteht aus 12.000 einzelnen Stahlteilen, die durch 2,5 Mio. Nieten zusammengehalten werden. Selbst bei stärkstem Sturm schwingt die Spitze, die seit 1902 dem Funkwesen dient, maximal 12 cm aus. 1916 wurde von dort aus die erste transozeanische Funkverbindung hergestellt.

Der Louvre – mehr als Mona Lisa

Und ewig lächelt Mona Lisa: Das Ölgemälde von Leonardo da Vinci ist der Star der Ausstellung des Louvre. Acht Millionen Kunstinteressierte sind jährlich zu Gast im größten Museum der Welt. Eine 1989 erbaute Glaspyramide im Innenhof des Gebäude-Ensembles dient heute als dessen Haupteingang. Anfangs sorgte der Glasbau jedoch für Spott bei der Bevölkerung und wurde als „Gewächshaus“ oder „Käseglocke“ betitelt.
Das Louvre-Gebäude war keineswegs immer ein Museum: Es wurde bereits als Festung, Gefängnis, Palast der französischen Könige, Verwaltungssitz, Akademie und Atelier genutzt. Ursprünglich wurde das heutige Museum unter Philippe II Auguste um 1200 als Festungsviereck errichtet. Seit der französischen Revolution beinhaltet der ehemalige Königspalast das größte Kunstmuseum Frankreichs. Der Palast umfasst eine Sammlung von über 30.000 Exponaten, angefangen von der Antike bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Besonders berühmt sind die Abteilungen der griechischen, etruskischen und römischen Altertümer, der Skulpturen und der Gemälde. Das Museum zeigt sich aber nicht nur klassisch, sondern auch modern. Sogar eine Comic-Ausstellung hat es schon gegeben.
Sehenswert ist jedoch nicht nur die Ausstellung, sondern auch das Gebäude selbst. Zu den Highlights gehören die verzierte Ostfassade und die Außenwand des Südwestflügels, die dem quadratischen Innenhof zugewandt ist. Am Ufer der Seine entlang zieht sich der lange Flügelbau der Galerie du Bord de l’Eau. Hinter dieser Wasserfront liegt die Place du Carrousel, den Napoleon I. 1806-1808 zur Verherrlichung seiner Siege über Österreich errichten ließ.


Notre Dame auf der Ile de la Cité

Wer den Gassen im Nordosten der Ile de la Cité folgt, gelangt zu einem der bedeutendsten Bauwerke des Landes: Der Kathedrale Notre Dame. Unter anderem ist hier eine der schönsten Fensterrosen des 13. Jahrhunderts zu bewundern, mit einem Durchmesser von 9,6 m. Darunter ist Maria, umgeben von den Königen von Juda, den Tierkreiszeichen und Monatsbildern abgebildet. Die Statue Notre Dame de Paris ist ein hoch verehrtes Gnadenbild. Die Portale wurden im Laufe von Jahrhunderten gebaut und erzählen jeweils eine Geschichte. Der Figurenschmuck ist zum Teil noch original erhalten, vieles wurde während, manches bereits vor der Französischen Revolution durch Umbauten zerstört. Am Fuß des Nordturms, in der Rue du Cloître Notre Dame, befindet sich der Eingang für die sehr lohnende Turmbesteigung. Im Südturm hängt die riesige Glocke Bourdon de Notre Dame. Seitlich erinnert eine Inschrift an den Prozess zur Rehabilitierung von Jeanne d’Arc, der 1455 in Notre Dame begann. Napoléon I. krönte sich in dieser Kathedrale selbst zum Kaiser der Franzosen.
Kultur und Unterhaltung
“Paris c´est la France!” (Paris ist Frankreich) - diese französische Redensart kommt nicht von ungefähr. Wer kulturinteressiert ist, hat in Paris die Qual der Wahl, denn die französische Metropole bietet unzählige Museen, Theater, Ausstellungen und Opern.
Ein Museum zum Mitmachen ist die „Cité des Sciences et de l’Industrie“ (Stadt der Wissenschaften und der Industrie), die Kindern und Erwachsenen in interaktiven Ausstellungen Wissenschaft und Technik anschaulich vermittelt.

Ein Insider-Tipp besonders für Städtereisende, die wenig Zeit haben, ist der folgende Rundgang:
Die Tour beginnt am Centre Georges Pompidou und führt zunächst in den Schlosspark Jardin du Luxembourg im Quartier Latin. Weiter geht es zum Boulevard du Montparnasse und schließlich entlang der Highlights Eiffelturm, Arc de Triomphe, Camps Elysees und Notre Dame. Von dort aus ist das Centre Pompidou nur etwa einen Kilometer entfernt. Wer den Rundgang gegen 10 Uhr vormittags startet, ist gegen 19 Uhr wieder am Ausgangspunkt.

Auch kulinarisch hat Paris viel zu bieten: Liebhaber süßer Sachen locken zahlreiche Creperien, Pâtisserien und Chocolaterien mit Crêpes, Pralinen oder Kuchen. Restaurants aus aller Welt bieten zudem für jeden Geschmack etwas. Ein Tipp für Fans der provecialischen Küche ist das Bistrot d’Opio, dessen Speisen mit den typischen Kräutern der Provence und Olivenöl zubereitet werden. Bretonische Restaurants bieten hingegen insbesondere frischen Fisch und Meeresfrüchte aller Art. Nicht nur essen, sondern auch den Blick über die Stadt genießen kann man im Restaurant in der de 56. Etage des Tour Montparnasse.

Kellnern und Taxifahrern sollte man 10 bis 15% Trinkgeld geben und bei geringen Beträgen aufrunden. Auch Service-Angestellte wie Hotelboy, Toiletten- oder Garderobenfrau und Stadtführer erwarten grundsätzlich einen kleinen Obolus.

Die Abende kann man in den zahlreichen Cafés und Bars von Paris bei einem Bier oder einem Cocktail ausklingen lassen. Sehr beliebt ist es z.B. das Café Beaubourg (am Centre Pompidou).
Paris verfĂĽgt ĂĽber einige Spezialkinos, in denen beispielsweise ausschlieĂźlich Actionfilme vorgefĂĽhrt werden.
Wer sich austoben möchte, kann das in einer der vielen Discos der Stadt tun. Jede Musikrichtung ist vertreten, angefangen von Techno, House, Hip Hop und Latino bis hin zu Jazz, Rock und Blues.
Reisevideos


Hinweise für Behinderte
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