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Niederlande  (Koninkrijk der Nederlanden)

Kontinent
Europa
 
Hauptstadt
Amsterdam (Regierungssitz: Den Haag) 
Einwohner
16,4 Mio. 
395 Einwohner pro km² 
Landesfläche
41 528 km²  
Zeit
GMT +1
Währung
Euro (€)
Sprache(n)
Niederländisch
In der Provinz Friesland im Nordosten wird Friesisch gesprochen, die offizielle Unterrichtssprache ist aber überall Niederländisch.
Lage
Die Niederlande liegen in Mitteleuropa, im Osten grenzen sie an Deutschland, im Westen an Belgien.
Klima
Seeklima
gemäßigtes Seeklima
Gliederung
12 Provinzen, 2 Ăśberseeregionen
Das Königreich der Niederlande besteht aus den Niederlanden selbst und aus einigen Inseln in der Karibik (Niederländische Antillen und Aruba).
Bevölkerung
96% der Bevölkerung sind Niederländer. Hinzu kommen Minderheiten von Deutschen, Marokkanern, Türken sowie Einwanderern und deren Nachkommen aus den ehemaligen Kolonialgebieten des heutigen Surinam (in Südamerika) und Indonesiens.
Religionen
59% Christen, davon 36% Katholiken, 25% Protestanten; 9% Sonstige (5,8% Moslems, 0,6% Hindus, Buddhisten, Juden, Mitglieder von Freikirchen und sonstiger christlicher Kirchen) sowie 32% Konfessionslose
Mehr als ein Drittel der Niederländer gehört keiner Konfession an.
Staatsform
parlamentarische Monarchie
BIP (pro Kopf/Jahr)
30500 $
Beliebte Aktivitäten
Segeln, Wandern, Reiten, Shopping, Sightseeing, Radfahren, Inlineskating, Strandurlaub, Bootfahren und Angeln
Essen und Trinken
Essen: Austern, Muscheln, Hummer, Krokettjes, Frikandeln (eine Art längliche Frikadellen) Krabben, deftige Eintöpfe, Matjes, Pfannkuchen (süß oder herzhaft), aber auch indonesische Gerichte wie Reistafeln; süße Spezialitäten: Vla (ein Pudding) und Sirupwaffeln
Getränke: Bier (helles Bier wie Heineken, dunkles Bier „oud bruin“), verschiedene Liköre, Genever
Nationale Feiertage
01. Januar- Nieuwjaar Neujahr
30. April- Koninginnedag Tag der Königin, Nationalfeiertag
04. Mai- Dodenherdenking Totengedenken Gedenktag an die Toten der Kriege (kein freier Tag)
05. Mai- Bevrijdingsdag Befreiungstag Feier anlässlich der Befreiung von der deutschen Besatzung, dag van de vrijheid (für manche ein freier Tag)
40 Tage nach Ostern- Hemelvaartsdag Christi Himmelfahrt
7 Wochen nach Ostern- Pinksteren Pfingsten Pfingstsonntag und Pfingstmontag
05. Dezember- Sinterklaasavond oder Pakjesavond Nikolausabend (kein freier Tag)
25. und 26. Dezember- Kerstmis Weihnachten 1. und 2. Weihnachtsfeiertag
31. Dezember- Oudejaar(sdag) Silvester (kein freier Tag)
Benötigte Dokumente
Deutsche Staatsangehörige können mit einem gültigen bzw. seit höchstens einem Jahr abgelaufenem Reisepass oder einem gültigen Personalausweis einreisen.
Deutsche Kinderausweise werden anerkannt; Kinder unter 14 Jahren können auch einreisen, wenn sie im Pass eines Elternteils eingetragen sind. Mitreisende Kinder ab 14 Jahren benötigen ein eigenes Reisedokument mit Lichtbild.
Anreise
Flug: Mehrere Flughäfen in den Niederlanden (hauptsächlich Amsterdam Schiphol) werden von Deutschland aus u. a. von folgenden Fluggesellschaften angeflogen: Lufthansa, KLM
Bahn: Die Niederlande verfügen über ein gut ausgebautes Schienennetz. Die Fahrt von Köln nach Amsterdam im ICE dauert etwa 3,5 Std.
Sonstiges: Regelmäßig fahren Busgesellschaften aus Deutschland verschieden Ziele in den Niederlande an.
Gesundheit
Internetpräsenz
Kontaktadressen
 
     
Wissenswertes
Sind „Holland“ und „die Niederlande“ dasselbe?
Geographisch zumindest nicht, denn Holland ist nur eine Region im Westen der Niederlande. Da aber 40% der Niederländer in den Provinzen Nord- und Südhollands mit ihren Großstädten Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht leben, ist dieser Landesteil sehr einflussreich. Vermutlich dient er daher im Ausland zur Namensgebung für das ganze Land. Die Niederländer selber nehmen es mit Humor und haben den Fußball-Schlachtenruf „Hup Holland Hup“ geprägt, der so viel wie „Auf geht’s Holland“ bedeutet.

Weite Teile des kleinen Staates wurden dem Meer abgerungen und große Sumpfgebiete, Moore oder Flussmündungen zur Landgewinnung trockengelegt. Da ein Viertel der Fläche unter dem Meeresspiegel liegt, muss ein komplexes System von Deichen und Schutzwällen das flache Land vor Überflutungen schützen. Das „Oosterschelde-Sturmflutwehr“ beispielsweise gilt als modernes technisches Weltwunder. Im Ernstfall kann damit der gesamte Meeresarm zwischen zwei Halbinseln von der Nordsee abgeriegelt werden.

Einen großen Vorteil hat das „platte“ Land für die Freizeit zweifellos: Mit über 15 000 km fast steigungsfreien Radwegen ist es ein echtes Paradies zum Radfahren und Inline-Skaten.

„Oranje“ ist die Nationalfarbe der Niederlande, die ursprünglich auf das Königshaus der Oranier zurückgeht. Ihm zu ehren werden am Nationalfeiertag und z.B. bei den Fußballspielen Hollands die Straßen und Stadien in leuchtendes Orange getaucht.
Sehenswürdigkeiten
Tulpen, Windmühlen, Holzschuhe und Käse- sind das alles nur Klischees über das Land am Meer?

Tulpen gibt es reichlich: Der „Keukenhof“ westlich von Amsterdam beispielsweise bietet jedes Jahr von Ende März bis Ende Mai Flower-Power pur. Auf einer Fläche von 32 Hektar wachsen dann aus sieben Millionen Blumenzwiebeln bunte Tulpen, Krokusse, Narzissen und Hyazinthen.

Auch Windmühlen sind hier zu finden: Im ganzen Land werden noch etwa 1000 davon genutzt. Die klassischen Flügel-Windmühlen weichen aber zunehmend den modernen Windrädern, von denen Tausende im ganzen Land der Stromproduktion dienen.

Die traditionsreichen Holzschuhe, auch „Klompen“ genannt, werden noch in 25 Niederländischen Betrieben aus Pappelholz teils handgefertigt.

Fehlt nur noch der Käse zum Klischee, und auch den gibt es reichlich. Edamer, Maasdamer und Gouda dürfen auf keinem Marktplatz fehlen und können dort gekostet und erworben werden.

Ein Spezial-Tipp ist Holland vom Boot aus zu erleben. Bei gemütlichen Hausboottouren entlang der Flüsse und Kanäle ist man mittendrin in der vom Wasser geprägten Landschaft. Die Boote dürfen nach kurzer Einweisung auch ohne Bootführerschein gefahren werden.

Viele Städte und Ferienregionen bieten Bekanntes aber auch Unerwartetes:

Amsterdam

Typisch niederländisch und gleichzeitig multikulturell- das ist die besondere Mischung des Schmelztiegels Amsterdam, die Touristen aus der ganzen Welt anlockt.
Die Stadt wird auch das „Venedig des Nordens“ genannt, denn ihre schmalen Grachtenhäuser sind auf mehreren Millionen Fichtenstämmen im Wasser errichtet.
Patriziervillen und Backsteinhäuser prägen das Straßenbild und schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Im Gegensatz zu den historischen Fassaden stehen die Stahl- und Glaskonstruktionen der modernen Häuser, die sich dennoch harmonisch in das Stadtbild einfügen.
Das Museumsviertel Amsterdams mit 42 verschiedenen Museen ist berĂĽhmt. Hier findet man das Anne Frank-Huis oder Ausstellungen der Kunstwerke Van Gochs und Rembrandts.

Das Ijsselmeer

Ein echtes Ferienparadies ist das Ijsselmeer. Anfang des 20. Jahrhunderts war es noch ein Meeresarm mit Salzwasser-Vorkommen. Seit 1932 ist die frühere „Zuidersee“ durch einen Abschlussdeich zum Süßwasser-Binnenmeer geworden.
Nirgendwo anders ist das Angebot an Segelschiffen und –touren so vielfältig wie hier. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, ob Reisegruppe, Betriebsausflug oder Klassenfahrt- verschiedenste Törns werden mit und ohne Begleitcrew angeboten.
Die Region ist auch fĂĽr Kurzurlaube ein ideales Reiseziel, da sie in nur wenigen Stunden mit dem Auto von Deutschland aus zu erreichen ist.
Auch Surfer, Kanuten, Kajakfahrer, Taucher und Angler kommen hier voll auf ihre Kosten. Aber auch Golfer, Radfahrer und Tennisspieler werden sich wohl fühlen. Kleine Städtchen mit idyllischen Häfen sind Ausflugsziele an den Ufern des Ijsselmeers. Vor allem im Sommer wird dort ein breites Kulturprogramm mit Ausstellungen, Konzerten und Besichtigungstouren geboten.
Historie und Wirtschaft
Im 17. Jahrhundert wurden die Niederlande zur großen Kolonial- und Handelsmacht mit zahlreichen Überseegebieten, aus denen kostbare Gewürze, Metalle und exotische Waren ins Land transportiert wurden. Die Vermächtnisse dieses „goldenen Zeitalters“ sind heute noch im Stadtbild von Amsterdam mit seinen prächtigen Giebelhäusern zu erkennen, in denen damals das Bürgertum im Wohlstand schwelgte. 1795 fielen die Franzosen ein, und Napoleons Bruder Louis wurde zum König ernannt. Erst nach Ende dieser verhassten Besatzung wurde Wilhelm I. zum König gekrönt, womit die Herrschaft der „Oranje“ begann, die bis heute anhält. Belgien gehörte bis 1830 noch zu diesem Königreich, rebellierte aber genauso erfolgreich dagegen wie kurz darauf auch Luxemburg.
Im 2. Weltkrieg wurden u. a. große Teile Rotterdams durch Deutsche Bombenangriffe zerstört. Bis auf die Niederländischen Antillen und Aruba sind mittlerweile keine Überseeregionen mehr niederländisch.

Wer kennt sie nicht, die holländischen Tomaten und das Obst aus dem Treibhaus- traditionell waren die Niederlande stark landwirtschaftlich geprägt, und auch heute noch sind große Flächen des Landes agrarisch genutzt. Allerdings macht mittlerweile v. a. der leistungsstarke Industriesektor die Niederlande zu einem wohlhabenden Land. Die Lage am Meer und seine vielen Flüsse öffnen dem Königreich auch wirtschaftlich das „Tor zur Welt“. Der Rotterdamer Großhafens „Europoort“ wurde mit seinem Ausbau im Jahre 1958 zum bedeutendsten Warenumschlagplatz der Welt. Selbst Erdöl-Supertanker können dort entladen werden. Auf der Weltrangliste der größten Exportnationen liegen die flächenmäßig so kleinen Niederlande heute auf dem achten Platz.
Klima
Das Klima der Niederlande wird in erster Linie durch seine unmittelbare Lage am Meer bestimmt. Es ist geprägt durch relativ kühle Sommer und milde, feuchte Winter. Durch die häufig aufkommenden Nordwinde ist es im Norden und Osten des Landes meist kühler als in den übrigen Landesteilen.

Die beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Strandurlaub ist von Juni bis August. Mit durchschnittlich 17°C im Juli ist es dann angenehm warm, aber durch den frischen Seewind fast nie unangenehm heiß. Auch die Nordsee hat in den Sommermonaten eine angenehme Badetemperatur von etwa 20°C.
Für Städtereisen sind die Niederlande ganzjährig geeignet, da es in allen Monaten relativ mild ist. Schauer sollte man besonders im Herbst und Winter mit einplanen, aber durch den starken Wind ist der Himmel meist schnell wieder wolkenlos.
Kultur, Sitten und Bräuche
Die Niederländer gelten als offen, gelassen und lebensfroh. An ihren Häusern und Wohnungen werden diese Einstellungen sichtbar, denn Gardinen oder Vorhänge wird man hier kaum finden, da man die Blicke Anderer ins Eigenheim nicht scheut.
Vielen Einwohnern ist Liberalität sehr wichtig, und sie setzen sich gerne dafür ein, dass jeder so leben und handeln kann, wie er möchte, solange andere nicht geschädigt werden.
Als Einwanderungsland leben und lieben die Niederländer ihre Multi-Kulti-Vielfalt, die sich nicht zuletzt auch in der Küche widerspiegelt.

Überall finden sich Restaurants mit indonesischer, spanischer, indischer, mexikanischer oder karibischer Küche. Außerdem gibt es in jeder Stadt die typisch niederländischen „Pommesbuden“. Sehr lohnenswert ist auch ein Besuch in einem „Pannekoekenhuis“, in dem man süße wie herzhafte Pfannekuchen in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen genießen kann.

In Restaurants sind in der Regel 15% Trinkgeld im Preis inbegriffen, der Betrag wird deshalb nur noch aufgerundet.

Eine Einladung zur Niederländischen „Koffietafel“ kann bei Ausländern für Verwirrung sorgen, denn statt des erwarteten Kuchens und Gebäcks werden nur belegte Brote oder Salate und Kaffee serviert.

Ein kunterbuntes Nachtleben ist besonders in den größeren Städten anzutreffen.

Amsterdam: Auch wenn die romantisch erleuchteten Amsterdamer Brücken und Grachten einen verträumten Eindruck machen, ist in den schicken Nachtclubs wie dem „Panama“ am Hafen oder dem schrillen „Sinners in Heaven“ in der City von Ruhe und Beschaulichkeit keine Spur.

Rotterdam: Eine Erlebnis der besonderen Art ist eine Nacht mit DJ und Lightshow auf dem Partyschiff „De Boot Barocca" vor futuristisch angestrahlter Rotterdamer Kulisse.
     
Tipps vor Ort
Praktische Informationen
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