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Namibia  (Republic of Namibia)

Kontinent
Afrika
 
Hauptstadt
Windhoek 
Einwohner
2 Mio. 
2 Einwohner pro kmÂČ 
Landesfläche
825 418 kmÂČ  
Zeit
GMT +1
Währung
Namibia-Dollar
Rand
Sprache(n)
Englisch
Afrikaans
Deutsch
diverse Stammessprachen
Nur 7% der Bevölkerung sprechen Englisch. Afrikaans und Deutsch sind am stÀrksten verbreitet und zudem regionale Amtssprachen.
Lage
Namibia liegt an der SĂŒdwestkĂŒste Afrikas und damit auf der SĂŒdhalbkugel. Im Norden grenzt das Land an Angola, im Osten an Botswana und im SĂŒden an SĂŒdafrika. Im Osten des Lands schließt sich die Kalahari-WĂŒste an, im Westen befindet sich der Atlantik.
Klima
Trocken-heißes Klima (z. B. WĂŒste, Savanne), Mittelmeerklima
Gliederung
13 Regionen
Bevölkerung
Namibia ist ein Vielvölkerstaat.
Religionen
80% Christen, davon 50% Lutheraner, 20% Katholiken, 5% Mitglieder der NiederlÀndischen Reformierten Kirche, 5% Anglikaner und Mitglieder von Freikirchen. Die sonstigen Einwohner Namibias sind AnhÀnger von Naturreligionen.
Staatsform
Republik im Commonwealth
BIP (pro Kopf/Jahr)
7800 $
Beliebte Aktivitäten
Safari-Touren, Sightseeing, Shopping, Abenteuer-Urlaub, Golf, Angeln, Surfen, Segeln, Wasserski, Wandern (v. a. im Winter)
Essen und Trinken
Typisch sind einerseits einheimische Speisen wie Kudu-, Springbock-, Straußen- und Zebrafleisch, Austern, Langusten oder Kabeljau. Ebenso beliebt ist aber auch die deutsche KĂŒche. Viele DelikatessenlĂ€den bieten deutsche Wurst- und Brotsorten sowie SĂŒĂŸwaren an. „Potjiekos“ sind eine SpezialitĂ€t der Buren, die aus gewĂŒrztem und geschmortem Fleisch oder Fisch besteht und in einem Eisentopf ĂŒber dem Feuer gekocht wird.
GetrĂ€nke: Bier hat in Namibia Tradition und wird nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Wein wird meist aus SĂŒdafrika importiert.
Nationale Feiertage
01. Januar- Neujahr
21. MÀrz- UnabhÀngigkeitstag
Im MĂ€rz/April- Ostern.
01. Mai- Tag der Arbeit bzw. Christi Himmelfahrt
04. Mai- Cassinga-Tag
25. Mai- Afrika-Tag
26. August- Heldengedenktag
10. Dezember- Internationaler Tag der Menschenrechte
25. und 26. Dezember- Weihnachten
Benötigte Dokumente
Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen kein Visum, es genĂŒgt ein noch mindestens 6 Monate gĂŒltiger Reisepass. Kinder brauchen einen eigenen Reisepass mit Lichtbild.
Anreise
Flug: Air Namibia fliegt ab Frankfurt den Flughafen Windhoek im Direktflug an, Lufthansa und LTU fliegen ĂŒber Johannesburg.
Gesundheit
Internetpräsenz
Kontaktadressen
 
     
Wissenswertes
Wer vollkommene Erholung vom hektischen Alltag sucht ist ein Namibia gut aufgehoben, denn auf der riesigen FlĂ€che von ĂŒber 800 000 kmÂČ leben nicht einmal 2 Mio. Menschen.
Die fast unberĂŒhrte endlose Weite der roten SandwĂŒste und die Nationalparks mit ihren faszinierenden Tierarten, WasserfĂ€llen und Berglandschaften machen Namibia zu einem attraktiven Urlaubsland fĂŒr höchste AnsprĂŒche.

Der Mix aus afrikanischer Kultur und europĂ€ischen EinflĂŒssen ist weltweit einmalig.
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Namibia deutsche Kolonie, was bis heute noch deutlich zu spĂŒren ist. So kann man wĂ€hrend der Reise durch das einsame Land Ă€lteren dunkelhĂ€utigen Farmarbeitern begegnen, die sich bei der Feldarbeit auf Deutsch unterhalten. Kein ungewöhnliches Bild sind auch Hinweistafeln, die in flimmernder Hitze und vom Sandsturm fast verdeckt zur „Burg“ oder zum „Reiterdenkmal“ weisen.
Eine Folge der Missionierung ist der hohe Anteil an Christen im dem afrikanischen Land.

Namibias Bevölkerung ist verschiedenster ethnischer Abstammung. Die etwa 75 000 Weißen (ca. 6% der Einwohner) im Land sind zumeist Nachfolger europĂ€ischer Siedler und werden oft als „Buren“ bezeichnet (vom niederlĂ€ndischen Wort „boer“ = Bauer). Etwa ein Drittel von ihnen ist deutschstĂ€mmig. Die schwarzafrikanische Bevölkerung setzt sich in erster Linie aus Bantu-Völkern zusammen. Die Ovambo im Norden des Landes stellen mit ĂŒber 50% die Mehrheit der Gesamtbevölkerung. Auch durch die relativ beliebige Grenzziehung ist Namibia zum Vielvölkerstaat geworden, der viele wandernde StĂ€mme wie beispielsweise die „Himba“ einschließt. Die ursprĂŒnglichen Bewohner des Landes sind die „San“, die umgangssprachlich als „BuschmĂ€nner“ bezeichnet werden. Auch heute noch leben wenige von ihnen im Norden und SĂŒden des Landes.

Namibia ist das einzige Land der Welt, in dem der schonende Umgang mit der Natur und die Erhaltung des Wildbestandes in der Verfassung verankert sind. Daher legt der Staat viel Wert auf „sanften“ Tourismus und versucht, sich vom Massentourismus distanzieren.
Sehenswürdigkeiten
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Namibias einzigartige und vielfĂ€ltige Natur zu entdecken. Bei einer Ballonfahrt können Sie die Tiere an den Wasserstellen, die riesige weiße Salzpfanne und die Savanne des „Etosha-Nationalparks“ aus der Luft bestaunen. Eine Jeep-Safari hingegen bietet aus nĂ€chster NĂ€he den Blick auf Nashörner, Elefanten, Löwen und BĂŒffel. Auf den außergewöhnlichen WĂŒsten-GolfplĂ€tzen kommen Freunde dieser Sportart voll auf ihre Kosten. Auch Angler finden in Namibia paradiesische ZustĂ€nde vor, denn die Stauseen sind reich an Tigerfish, und der Benguelastrom an der WestkĂŒste bietet große BestĂ€nde an Catfish (Wels), Hecht und Kabeljau. Im Gegensatz zu den WĂŒstengebieten im SĂŒden kann man im Nordosten durch große TeakholzwĂ€lder wandern und auf den langen Wasserstraßen Boot fahren.


Windhoek

Die Hauptstadt Windhoek erhĂ€lt ihren Charme aus einer faszinierenden Mischung verschiedener Völker und Kulturen. Deutsche Kolonialbauten, moderne HochhĂ€user und Shopping-Malls im Stadtzentrum vermitteln auf den ersten Blick einen sehr westlichen Eindruck. Auch die FußgĂ€ngerzonen mit ihren StraßencafĂ©s und BiergĂ€rten geben dem Besucher das GefĂŒhl, in Europa zu sein. Im Hintergrund ĂŒberragen drei deutsche Burgen die Stadt, wĂ€hrend ein Reiterdenkmal an die gefallenen „Schutztruppler“ vom Beginn des 20. Jahrhunderts erinnert.
Wer sich jedoch in die Vororte etwas weiter außerhalb wagt, der wird mit einem Blick in das „echte“ afrikanische Leben belohnt. Dort gibt es noch ursprĂŒngliche MĂ€rkte und traditionelle namibische Bars. Frauen sitzen beim Plausch zusammen und nĂ€hen bunt gemusterte KleidungsstĂŒcke und Kinder spielen auf den Straßen, wĂ€hrend geschĂ€ftige HĂ€ndler lautstark ihre Waren anpreisen.
Ein Insidertipp ist der Abstecher zum „Waterberg“, einem bis zu 400 Meter aufragenden markanten Tafelberg im Norden Windhoeks.


WĂŒste „Namib“

Fast 2000 km Sand, Felsen und Einsamkeit- das ist die „Namib“, die Ă€lteste WĂŒste der Welt, die parallel zur KĂŒste Namibias verlĂ€uft. Ihr Name bedeutet soviel wie „Ort, an dem nichts ist“ oder „leerer Platz“. Die Schluchten des großen „Fischfluss-Canyons“ schneiden sich tief in die Ebene, wĂ€hrend hohe geschwungene SanddĂŒnen in den unterschiedlichsten Rot- und Gelbtönen leuchten. Trotz der extremen Temperaturen von mehr als 50°C tagsĂŒber und unter 0°C nachts sind hier einige perfekt angepasste Tier- und Pflanzenarten heimisch geworden, die teilweise nirgendwo anders auf der Erde zu finden sind. Von afrikanischen Elefanten ĂŒber Antilopen, Straußen und Stachelschweinen bis zu WĂŒsten-RennmĂ€usen ist die Tierwelt der Namib zudem sehr vielfĂ€ltig.
Historie und Wirtschaft
Gegen 10 000 Reichsmark und 260 Gewehre ging im Jahre 1883 das erste StĂŒck Namibias in die Hand eines Deutschen ĂŒber: Der Bremer Kaufmann und Abenteurer Adolf LĂŒderitz kaufte damals die Bucht, die bis heute seinen Namen trĂ€gt. Unter den Missionaren wurde Namibia schon ab 1840 deutsches Einflussgebiet, das Bismarck 1884 schließlich zur Kolonie erklĂ€rte, die den Namen „Deutsch-SĂŒdwestafrika“ erhielt. Auch das Gebiet der Herero- und Nama-StĂ€mme wurde besetzt und deren AufstĂ€nde niedergeschlagen. WĂ€hrend des 1. Weltkriegs eroberten schließlich sĂŒdafrikanische Truppen das Land. Von SĂŒdafrika wie eine Provinz mit Apartheid-Politik verwaltet, erlangte Namibia nach zahlreichen Besetzungen und Buschkriegen im Jahre 1990 die UnabhĂ€ngigkeit.


Diamanten, Gold, Silber, Marmor und Halbedelsteine- es ist vorstellbar, was die Siedler ins Land gelockt haben mag, wenn man von Namibias BodenschĂ€tzen erfĂ€hrt. Allein der Diamantenhandel bringt dem Staat ein Drittel der gesamten Exporterlöse. Auch Uran ist ein wichtiges Exportprodukt, denn Namibia ist einer der weltweit grĂ¶ĂŸten Förderer des Rohstoffs. Neben dem Bergbau sind Tourismus, Landwirtschaft und Viehzucht die Grundlagen der namibischen Wirtschaft. Die rund 4000 großen Farmen betreiben hauptsĂ€chlich Viehwirtschaft, wobei noch immer nur wenige schwarzafrikanische Landwirte auf den kommerziellen Farmen arbeiten, sondern meist nur fĂŒr sich selbst produzieren. Die Eigenheiten der Landschaft, die einerseits Touristen ins Land locken, stellen andererseits Namibias grĂ¶ĂŸtes Problem in punkto Ackerbau dar. Gerade einmal 1% der LandflĂ€che lassen den Anbau von Mais, Getreide, Sonnenblumen und ErdnĂŒssen zu, da die BodenqualitĂ€t meist zu schlecht ist. Die Industrie spielt in Namibia (noch) keine große Rolle, höchstens die Verarbeitung von Fisch und Fleisch und die GetrĂ€nkeherstellung sind erwĂ€hnenswert.
Namibia zĂ€hlt zwar zu den reichsten LĂ€ndern Afrikas, hat aber dennoch eine Arbeitslosenquote von ĂŒber 40%.
Klima
Das Klima Namibias ist gekennzeichnet durch heiße Sommer, warme Winter und wenige NiederschlĂ€ge. Da das Land auf der SĂŒdhalbkugel liegt, dauert der Sommer dort von Oktober bis MĂ€rz. An der KĂŒste liegen die Durchschnitts-Temperaturen bei 18°C im Sommer und 12°C im Winter, im Hochland hingegen bei 25°C in dem Sommermonaten und 12°C in der kĂŒhlen Jahreszeit. Im SĂŒden Namibias herrscht WĂŒstenklima mit Maximal-Temperaturen ĂŒber 50°C fast ohne NiederschlĂ€ge. Das Hochland in der Mitte ist durch eine sehr kurze Sommerregenzeit und bis zu zehn regenlose Monate gekennzeichnet. Im Nordosten herrscht Tropenklima mit höheren NiederschlĂ€gen.
Im SĂŒdwinter von Mai bis September herrschen zwar tagsĂŒber angenehme Temperaturen um die 20°C, da es nachts aber Frost geben kann, empfiehlt es sich, neben leichter Sommergarderobe auch wĂ€rmere Kleidung mitzunehmen.


Die beste Reisezeit:

Mit etwa 300 Sonnentagen im Jahr ist Namibia ganzjĂ€hrig eine Reise wert. Die beste Urlaubszeit beginnt allerdings nach der Regenperiode Anfang Mai und reicht bis Mitte Oktober. Von Januar bis MĂ€rz ist zwar mit kurzen Schauern zu rechnen, die aber bei der Hitze angenehm abkĂŒhlend wirken.
Kultur, Sitten und Bräuche
Die namibische Gastfreundschaft kann man am besten bei einem Aufenthalt auf einer der vielen Farmen erleben, auf denen man auch die ursprĂŒngliche afrikanische KĂŒche genießen kann.

Zwar sind die Einwohner des Landes auf der einen Seite alle Namibier, andererseits aber auch Angehörige einer der elf ethnischen Gruppen, die jeweils ihre eigene Geschichte und ihre individuellen Traditionen haben.

In Namibia herrscht Linksverkehr und es gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100km/h auf Autobahnen sowie Tempo 50-60 in StĂ€dten. Nachtfahrten sollte man wenn möglich vermeiden, weil dann der Wildwechsel trotz meist eingezĂ€unter Farmen enorm ist. Insbesondere Antilopen können zwei Meter hohe ZĂ€une ĂŒberspringen. Ein GelĂ€ndewagen ist bei der großen Anzahl asphaltierter Straßen nicht zwingend notwendig, jedoch wird Ihnen ein etwas teurerer aber dafĂŒr gut gefederter Leihwagen auf den Schlagloch-Pisten gute Dienste erweisen.

Das öffentliche Verkehrsnetz Namibias ist im afrikanischen Vergleich gut ausgebaut. Das Zug fahren ist allerdings etwas ungewöhnlich, da die GĂŒterzĂŒge teilweise auch zum Personentransport dienen.


Zu beachten sind auch die relativ kurzen GeschĂ€fts-Öffnungszeiten. Die meisten LĂ€den schließen zwischen 13 und 14 Uhr und haben nur bis 17 Uhr geöffnet.

Trinkgelder von 10% sind in Namibia ĂŒblich, KoffertrĂ€ger bekommen etwa 2 bis 5 Namibia-Dollar, an der Tankstelle sind 1-2 N$ Trinkgeld erwĂŒnscht.

Wer genug einheimische SpezialitĂ€ten gekostet hat, der braucht bloß eine BĂ€ckerei in Namibia zu betreten und fĂŒhlt sich gleich wie in einer guten deutschen Backstube, denn dort verfĂŒhren Nussecken, Buttercremetorten und Bienenstich zum Schlemmen.

Nur bestimmte Hotels, Pensionen und GeschĂ€fte im Land dĂŒrfen alkoholische GetrĂ€nke ausschenken. Diese erkennt man an den drei Cocktailglas-Symbolen oder den drei nebeneinander stehenden Ypsilons. Zwei Ypsilons nebeneinander bedeuten, dass nur der Verkauf von Bier und Wein erlaubt ist.

Das Nachtleben in Namibia spielt sich fast ausschließlich in der Hauptstadt Windhoek ab. Dort findet man dafĂŒr aber einen bunten Mix an Kulturen und Musik-Stilen. Angola-Jazz ist hier ebenso angesagt wie Rock- und Rave-Partys. Wer es etwas traditioneller mag, der sollte sich die Folklore-Darbietungen im „The Warehouse“ nicht entgehen lassen. Auch die eine oder andere TheaterauffĂŒhrung findet in Windhoek statt.
Reisevideos

     
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Praktische Informationen
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