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Kroatien  (Republika Hrvatska)

Kontinent
Europa
 
Hauptstadt
Zagreb 
Einwohner
4,38 Mio. 
77 pro km¬≤ 
Landesfläche
56.538 km¬≤ 
1/6 Deutschlands 
Zeit
GMT +1
Währung

Kroatische Kuna (HRK)
Sprache(n)
Kroatisch
Italienisch
Lage
Mediterraner, zugleich mitteleuropäischer Staat mit folgenden Nachbarn:
N: Slowenien und Ungarn, O: Serbien, Bosnien Herzegowina und Montenegro, entlang der nach S sich erstreckenden Seek√ľste: Adria
Klima
Mittelmeerklima, Warmgemäßigtes Kontinentalklima
Kontinentalklima im Norden, Mittelmeerklima an der Adriak√ľste, Fr√ľhling und Herbst wenig ausgepr√§gt.
Gliederung
20 Gespanschaften in Gemeinden untergliedert
Bevölkerung
4,38 Mio., ca. 90% Kroaten; 4,5% Serben; 5% sonstige: Bosniaken, Italiener, Ungarn, Albaner, Slowenen, Tschechen, Roma, Montenegriner, Slowaken, Mazedonier. Zahlreiche kroatische Staatsangehörige leben im Ausland; 2003 waren in Deutschland 236.600 Kroaten gemeldet.
Religionen
88% römisch-katholisch, 4% serbisch-orthodox, 1% muslimisch
Staatsform
Parlamentarische Demokratie
BIP (pro Kopf/Jahr)
8.674 $
Beliebte Aktivitäten
Segeln, Baden, am Strand liegen, Städteurlaub, Shoppen
Essen und Trinken
Deftige Speisen im l√§ndlichen Hinterland Kroatiens bis hin zur leichten mediterranen K√ľche entlang der Adriak√ľste
Typisch: Cevapcici, Duved-Reis, Grillen und Braten von Fisch und Meeresdelikatessen, Schafskäse
Getränke: Rotwein (wie z.B. Teran, Merlot, Kabernet, Opolo, Plavac, Dingac und Postup), Weißwein (z.B. Malvazier, Posip), Sljivovica (Pflaumenschnaps), Travarica (Kräuterschnaps), Lozovac, Prosek und Maraschino
Nationale Feiertage
01. Januar - Neujahrstag (Nova godina)
06. Januar - Heilige Drei Könige (Sveta tri kralja)
März/April - Karfreitag
März/April - Ostermontag (Uskrsni ponedjeljak)
01.Mai - Tag der Arbeit (Praznik rada)
Mai/Juni - Fronleichnam (Tijelovo)
22. Juni -Tag des antifaschistischen Kampfes (Dan antifaŇ°ističke borbe)
25. Juni - Staatsfeiertag (Dan drŇĺavnosti)
05. August - Tag der heimatlichen Dankbarkeit (Dan domovinske zahvalnosti)
15. August - Maria Himmelfahrt
08. Oktober - Unabhängigkeitstag
01. November - Allerheiligen (Svi sveti)
25. Dezember - 1. Weihnachtsfeiertag (BoŇĺić)
26. Dezember - Stephanstag, 2. Weihnachtsfeiertag (Blagdan svetog Stjepana, Stipandan)
Benötigte Dokumente
Deutsche, √Ėsterreicher und Schweizer k√∂nnen mit einem g√ľltigen Reisepass oder Personalausweis in das Land einreisen. F√ľr die Weiterreise nach Serbien und Montenegro wird ein Reisepass ben√∂tigt.
Deutsche Kinderausweise werden anerkannt; Kinder unter 16 Jahren können auch einreisen, wenn sie im Pass eines Elternteils eingetragen sind.
F√ľr √Ėsterreich und Schweiz gilt: Personen bis 15 Jahren k√∂nnen einreisen, wenn sie im Pass eines Elternteils eingetragen und von diese begleitet sind oder einen eigenen Ausweis vorzeigen k√∂nnen.
F√ľr einen Aufenthalt der l√§nger als 3 Monate dauert wird ein Visum ben√∂tigt.
Anreise
Flug: Unter anderem fliegen folgende Fluggesellschaften das Reise-Ziel an:
Lufthansa, Australian Airlines, Swiss, Croatia Airlines, Germanwings
Bahn: Deutsche Bahn
Sonstiges: Fernbus: Eurolines
Gesundheit
Internetpräsenz
Kontaktadressen
 
     
Wissenswertes
Kroatien ist ein Balkanstaat, im Norden grenzt es an Ungarn und Slowenien, im Osten an Serbien und an Bosnien-Herzegowina und Montenegro, sowie im Westen an das Mittelmeer (Adria). Es besitzt einen langen, sich nach S√ľden hin verengenden K√ľstenstreifen mit den H√§fen Rijeka, Pula, Zadar, Sibenik, Split und Dubrovnik und ein gr√∂√üeres Gebiet im Inland, das sich von Zagreb in √∂stlicher Richtung bis an die durch die Donau gebildete Grenze zu Serbien erstreckt.

Der s√ľdlichste Landeszipfel um Dubrovnik ist durch eine Verbindung von Bosnien-Herzegowina ans Meer vom Hauptland getrennt.
Fläche: 56.542 km². Verwaltungsstruktur: 20 Provinzen (Zupanija) und der Hauptstadtbezirk Zagreb.

Kroatien z√§hlt wieder zu den beliebten mediterranen Urlaubszielen. Viel besucht sind die Feriengebiete entlang der Adria: Istrien, Kvarner und Dalmatien. Insgesamt 1.185 bizarr geformte Inseln, Klippen und Felsenriffe liegen vor der K√ľste - ein versunkenes Karstgebirge, von dem nur die Gipfel aus dem Wasser ragen.
Hinter dem schmalen, fruchtbaren K√ľstenstreifen erheben sich schroffe, steile Karstgebirgsketten bis zu 1.700 m hoch. Acht markante Landschaften von unterschiedlichem Gepr√§ge sind als Nationalparks ausgewiesen, z.B. die Plitwitzer Seen mit ihren 92 imposanten Wasserf√§llen und die Felsenschluchten von Paklenica, wo in den 60er-Jahren die Karl-May-Filme gedreht wurden.
Sehenswürdigkeiten
Bei Kroatiens Hauptstadt Zagreb handelt es sich um eine Stadt mit eigenem Charme. So verbindet die Stadt die Eigenschaften einer mitteleurop√§ischen Stadt mit der typisch mediterranen Lebensweise wie es keine andere tut. Das gesamte Zentrum l√§sst sich bequem zu Fu√ü erkunden, womit Zagrebs 20 Theater, 21 Museen, 30 Galerien und zahlreichen Kunstsammlungen und Konzerts√§le immer in unmittelbarer Reichweite liegen. Die Metropole teilt sich in Ober- und Unterstadt, deren Architekturen verschiedenen Stilepochen entstammen. Der St√§dtetourismus boomt zurzeit auch in Kroatien, was der Millionenstadt Scharen von schn√§ppchenhungrigen Shopping-Touristen aus dem europ√§ischen Ausland beschert. Die Medvednica ist ein Naturpark, der sich sowohl als Naherholungsziel im Sommer, als auch als Skigebiet in der kalten Jahreszeit eignet; er ist durch eine Seilbahn direkt mit dem Stadtzentrum verbunden. Dringend zu empfehlen ist auch der Maksimir Park, einer der ersten (1794) geplanten Parkanlagen Europas, der seinen G√§sten auf einem 316 Hektar gro√üen Areal √ľppige Gr√ľnfl√§chen, Seen, Pavillons und Skulpturen bietet. Die Umgebung Zagrebs ist mit ihren Weinbergen, Weinstra√üen, mittelalterlichen und barocken Schl√∂ssern ebenso unbedingt einen Besuch wert.

Dubrovnik gilt als die sch√∂nste Stadt Kroatiens und ist direkt an der Adria gelegen. Die Stadt wurde zum UNESCO-Weltkulturebe erkl√§rt und bietet dem Besucher mit seinen Barockkirchen, dem Seefahrtsmuseum dem Sommerfestspielen und nat√ľrlich dem fantastischen Wetter (u. v. m.) mehr als genug Gr√ľnde zum Verweilen.

Die K√ľste

Die kristallklare Adriak√ľste vor Kroatien ist der Touristenmagnet des Landes. Zu der ohnehin schon langen K√ľstenlinie von 1778 km addieren sich noch einmal die 4057 km der kroatischen Inseln, Inselchen und Archipele, was den zu einem gro√üen Teil aus Deutschland und Italien stammenden Touristen die Qual der Wahl l√§sst. Auch die Liste der hier m√∂glichen Aktivit√§ten ist lang: von Segeln √ľber Fischen, Tauchen, Jagen, den Besuch von Wallfahrtsorten und UNESCO-Weltkulturerbest√§tten bis hin zu Natur-, √Ėko- Kreuzfahrt-, oder auch Partytourismus sowie den Urlaub auf dem Bauernhof; hier k√∂nnen Sie nahezu jede Form von Urlaub aus√ľben. Die Wasserqualit√§t der kroatischen Str√§nde wurde vom ADAC unter allen L√§ndern Europas auf Platz eins gew√§hlt. Die 122 Blauen Flaggen an Kroatiens Str√§nden weisen ihren Standort als besonders sauber und sicher aus. Die Blaue Flagge wird ausschlie√ülich von der Foundation for Environmental Education (Stiftung f√ľr Umwelterziehung), FEE, verliehen.
Istrien ist die gr√∂√üte Halbinsel an der kroatischen K√ľste und befindet sich in der n√∂rdlichen Adria. Sie wurde durch die hervorragende Anbindung an Italien und √Ėsterreich zum bedeutendsten Urlaubsziel des Landes. Pula, das administrative Zentrum der Region, dessen Haupthafen im 5. Jahrhundert v. Chr. von den R√∂mern gegr√ľndet wurde. Weiteres Highlight etwas weiter s√ľdlich ist der Strand Zrće, auch bekannt als das "kroatische Ibiza" in der N√§he von Novalja. Er gilt als der beliebteste Partystrand des Landes. Neben den malerischen Kieselstr√§nden sind es vor allem die zahlreichen Nationalparks in K√ľstenn√§he, wie der Brijuni, ein Archipel aus 14 unber√ľhrten Inseln, die die Besucher in den Bann ziehen. In Norddalmatien wartet der Kornati Nationalpark, ebenfalls ein Archipel mit sogar √ľber 90 Inseln, die auf eine Fl√§che von 300 qkm verstreut sind. Es folgen der Paklenica Nationalpark im Hinterland von Zadar und der Krka Nationalpark mit seinen ber√ľhmten Wasserf√§llen. Mitteldalmatien wird durch Kroatiens zweitgr√∂√üte Stadt Split gepr√§gt, welches gleichzeitig auch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region darstellt. Das Hauptzentrum des durch Bosniens K√ľstenzugang vom Rest des Landes abgeschnitten S√ľddalmatiens, ist das eingangs erw√§hnte Dubrovnik. Auf den nahe gelegenen Elaphiten gibt es einsame Str√§nde und einfache touristische Einrichtungen.
Historie und Wirtschaft
Von 1102 bis 1918 existierte meist eine Personalunion mit dem K√∂nigreich Ungarn. Durch die Expansion des Osmanischen Reiches Mitte des 15. Jahrhunderts erlitten Ungarn und Kroatien mehrmals schwere Gebietsverluste. Die Balkanstaaten riefen die √Ėsterreich beherrschenden Habsburger zu Hilfe. Im achtzehnten Jahrhundert √ľbernahmen diese die Verwaltung der meisten kroatischen Gebiete.
Vor dem 1. Weltkrieg geh√∂rte Kroatien zur Donaumonarchie √Ėsterreich-Ungarn. 1918 formten Kroaten, Serben und Slowenen ein gemeinsames K√∂nigreich, welches ab 1929 den Namen Jugoslawien trug. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Jugoslawien unter Herrschaft des Marschalls Tito zu einem souver√§nen kommunistischen Staat. Obwohl Kroatien im Jahr 1991 seine Unabh√§ngigkeit von Jugoslawien erkl√§rte, brauchte es vier Jahre erbitterter K√§mpfe bis die serbische Besatzung den kroatischen Boden verlie√ü. Unter Beobachtung der UN wurden die letzten serbisch kontrollierten Enklaven 1998 an Kroatien √ľbergeben.
Im Oktober 2001 unterzeichnete Kroatien ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union, das Kroatien den freien Zugang zum Europäischen Binnenmarkt zusichert und im Gegenzug umfangreiche Wirtschafts- und Sozialreformen verlangt. Seit dem 18. Juni 2004 ist Kroatien offizieller EU-Beitrittskandidat.

Wirtschaft

Bis zum ersten Weltkrieg war die Wirtschaft gr√∂√ütenteils landwirtschaftlich gepr√§gt, in der Umgebung gr√∂√üerer St√§dte befanden sich aber auch bereits moderne Industriebetriebe. Eine forcierte Industrialisierung erfolgte erst nach dem zweiten Weltkrieg. In der sozialistischen Planwirtschaft hatte die Partei f√ľr Kroatien vor allem pharmazeutische Industrie, Lebensmittelindustrie und Konsumg√ľterindustrie geschaffen.
Ab den sechziger Jahren gewann besonders entlang der K√ľste der Tourismus an volkswirtschaftlicher Bedeutung. Im sozialistischen Osteuropa mussten Gewinne der kroatischen Wirtschaft teils an √§rmere Landesteile Jugoslawiens abgef√ľhrt werden. Kroatien und Slowenien waren die wohlhabendsten Teilrepubliken Jugoslawiens. Trotzdem verlie√üen in den sechziger und siebziger Jahren hunderttausende Menschen Kroatien um der wirtschaftlichen Misere und Armut zu entfliehen und als Gastarbeiter ihr Gl√ľck in der Fremde zu suchen.
Kroatien ist mittlerweile zur Dienstleistungsgesellschaft geworden, knapp zwei Drittel der Wirtschaftsleistungen werden in diesem Sektor erwirtschaftet. Die Industrie trägt mit circa einem Drittel zum BIP bei und die Landwirtschaft mit etwa einem Zehntel. Bedeutende Wirtschaftszweige sind neben den Dienstleistungen das verarbeitende Gewerbe, der Schiffbau und der Tourismus. Kroatien ist recht reich an Bodenschätzen wie Erdöl, Erdgas, Kohle, Bauxit, Eisenerz und Porzellanerde.
Klima
In Kroatien herrscht im Allgemeinen ein recht mildes Klima vor. Unterscheiden muss man im Land zwischen den drei klimatischen Zonen. Da w√§re zun√§chst der K√ľstenstreifen entlang der Adria im Westen des Landes. Dieses Gebiet zeichnet sich durch sehr warme Sommer aus, in denen nur kurze Gewitter und der ber√ľchtigte Fallwind ‚ÄěBora‚Äú f√ľr Abk√ľhlung sorgen. Der Monatsdurchschnitt der Temperaturen steigt im Monat Juli sogar auf 25 ¬įC an. Zum Vergleich: Deutschland liegt im selben Monat bei knapp 18 ¬įC. Die Winter sind hier durch das Meer entsprechend mild und feucht. Demnach empfehlen sich vor allem Fr√ľhjahr und Herbst f√ľr einen angenehmen Aufenthalt. Wer den gr√∂√üten Wert auf perfekte Badetemperaturen legt, sollte nat√ľrlich im Juli/August anreisen.
Das kroatische Bergklima ist vergleichsweise mild. Nur in besonders hohen Lagen kann es zu l√§ngeren K√§lteeinbr√ľchen von mehr als 30 Wintertagen kommen. Selbst hier bleibt der monatliche Durchschnitt noch √ľber den deutschen Temperaturen: im Januar liegt er bei 2 ¬įC bis 8 ¬įC und damit trotz des H√∂henunterschieds im Vergleich zu K√∂ln (4¬įC) noch relativ hoch. Auch hier konzentrieren sich die Niederschl√§ge auf den Winter, herftige Schneef√§lle sind keine Seltenheit.
Der kroatischen Osten ist deutlich kontinentaler gepr√§gt, das hei√üt im Sommer kann es zu sehr hohen Temperaturen kommen, w√§hrend die Winter merklich k√ľhler ausfallen als an der K√ľste. Im Sommer bringen Gewitter regelm√§√üig eine Erfrischung mit sich. Der gr√∂√üte Niederschlagsanteil entf√§llt hier auf die Sommermonate.

Insgesamt ist Kroatien in der Zeit von Fr√ľhling bis Herbst hervorragend f√ľr einen Urlaub geeignet. Durch das zu dieser Zeit aufgew√§rmte Meer, empfehlt sich eine Reise an die K√ľste nat√ľrlich im Sommer. Mit 2500 Sonnenstunden liegt die Adriak√ľste √ľbrigens weit vorn im europ√§ischen Vergleich, eine sichere Bank also f√ľr alle Sonnenanbeter.
Kultur, Sitten und Bräuche
Der Alltag ist an der K√ľste mediterran gepr√§gt. Die kroatische "Costa del Sol" war vor dem B√ľrgerkrieg jedes Jahr das Urlaubsziel von Millionen Europ√§ern, dementsprechend locker und ge√ľbt sind die Einwohner im Umgang mit den G√§sten.

Ein Besuch wird, wie bei uns, meistens vorher angek√ľndigt, unerwartete Besucher werden ebenfalls gerne empfangen. Ein eingeladener Gast bringt √ľblicherweise ein kleines Geschenk mit, welches der Gastgeber meist im Beisein der G√§ste auspackt. Getrunken wird zu solchen Anl√§ssen i. d. R. ein Kaffee oder Tee. Wird auch Essen angeboten, w√§re dessen Ablehnung. Am Abend enden Besuche f√ľr gew√∂hnlich vor 23 Uhr.

Ein Rauchverbot gilt in öffentlichen Gebäuden, in den meisten Bars, Restaurants, Kneipen und in Verkehrsmittel.

Generell sind im gastronomischen Sektor 10% Trinkgeld angemessen.
Reisevideos

     
Tipps vor Ort
Praktische Informationen
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Alle Angaben ohne Gewähr