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Irland  (Ireland (Englisch) bzw. Eire (Irisch))

Kontinent
Europa
 
Hauptstadt
Dublin (Baile Atha Cliath) 
Einwohner
4,24 Mio. 
60 pro km² 
Landesfläche
70.282 km² 
1/5 Deutschlands 
Zeit
GMT 0
Währung
Euro (€)
Sprache(n)
Irisch
Englisch
Obwohl Gälisch von den Iren zur ersten Amtssprache gewählt wurde, verdrängt Englisch im Alltag zunehmend das Irische, das nur noch von 5% der Einwohner gesprochen wird. Die Ortsschilder sind jedoch alle zweisprachig.
Lage
Die Republik Irland nimmt rund 80 Prozent der Fläche der Insel Irland ein. Die Republik grenzt im Norden und Nordosten an das britische Nordirland; im Osten bilden die Irische See und der St. Georgskanal sowie im Süden und Westen der Atlantische Ozean die natürliche Landesgrenze.
Klima
Seeklima
Es herrscht ausgeglichenes ozeanisches Klima mit kĂĽhlen Westwinden vom Atlantik und warmen Golfstrom-EinflĂĽssen.
Gliederung
4 Provinzen mit 26 Grafschaften
Bevölkerung
93,7% Iren, 6,3% Sonstige
Religionen
96,3% Christen, davon 93,1% Katholiken, 2,8% Anglikaner (Church of Ireland), 0,4% Presbyterianer; 3,7% Sonstige
Der Iren sind fast ausnahmslos ĂĽberzeugte Katholiken, was besonders an kirchlichen Feiertagen durch Prozessions-UmzĂĽge eindrucksvoll sichtbar wird.
Staatsform
Parlamentarische Republik
BIP (pro Kopf/Jahr)
34 100 $
Beliebte Aktivitäten
Wandern, Golf, Reiten, Wassersport, Radtouren, Caravaning, Sightseeing, Angeln, Shopping, Kultur
Essen und Trinken
Essen: Irish Stew (Lammfleischeintopf), Lachs, Räucherfisch, Austern, Muscheln, Blutwurst, Bauernkäse, Sodabrot, „Fish and Chips“ (Fisch mit Pommes Frites)
Getränke: Bier (Guinness, Kilkenny), Whiskey (im Gegensatz zur schottischen Whisky mit „e“ geschrieben)
Nationale Feiertage
01. Januar- New Year’s Day (Neujahr)
17. März- St. Patrick’s Day (Nationalfeiertag)
Freitag vor Ostern- Good Friday (Karfreitag)
Montag nach Ostern- Easter Monday (Ostermontag)
01. Montag im Mai- May Bank Holiday (Bankfeiertag zum Tag der Arbeit)
01. Montag im Juni- June Bank Holiday Bankfeiertag (nur Republik Irland)
01. Montag im August- First Monday in August (Bankfeiertag)
Letzter Montag im Oktober- Last Monday in October (Bankfeiertag)
25. Dezember- Christmas Day (1. Weihnachtsfeiertag)
26. Dezember- Boxing Day (2. Weihnachtsfeiertag)
Benötigte Dokumente
Irland ist Mitglied der europäischen Union und hat das Schengener Abkommen unterzeichnet, daher genügt der Personalausweis zur Einreise. Für EU-Bürger gibt es keine Aufenthaltsbeschränkung, und es wird auch keine besondere Arbeitserlaubnis benötigt.
Anreise
Flug: Das Fliegen nach Irland ist oft sehr preiswert, u. a. bieten folgende Fluggesellschaften das Reiseziel an: Lufthansa, Aerlingus, Ryanair, Germanwings
Sonstiges: Mit dem PKW ist Irland nur per Fähre mit Start in Frankreich oder England erreichbar.
Von Deutschland aus ist die Verbindung zwischen Roscoff (Frankreich) und Rosslander (SĂĽdosten Irlands) oder zwischen Cherbourg und Rosslare oder Cork an gĂĽnstigsten. Die Ăśberfahrt dauert ca. 20 Std.
Gesundheit
Internetpräsenz
Kontaktadressen
 
     
Wissenswertes
Irland- das sind junge quirlige Städte ebenso wie vollkommene Ruhe und Abgeschiedenheit, Kulturdenkmäler und Natur pur mit faszinierenden Landschaften, soweit das Auge reicht.

Die „Grüne Insel“ trägt ihren Namen zu Recht, denn mehr als die Hälfte der Landfläche besteht aus Wiesen und Weiden.

Irland hat sich in den letzten Jahrzehnten extrem gewandelt. Die Insel, deren Geschichte besonders im 19. und frühen 20. Jahrhundert von Hungersnöten und Auswanderungen geprägt war, wurde von einem der ärmsten Länder Europas zum aufstrebenden Wirtschaftsland, das aber zugleich seine Ursprünglichkeit bewahren konnte.

Das ungewöhnlich junge Land hat eine der höchsten Geburtenraten Europas. Besonders das Flair der beliebten Studentenstädte Dublin und Cork spiegelt wider, dass fast die Hälfte der Bevölkerung unter 25 Jahre alt ist.

Das Faszinierendste an Irland ist seine unvergleichlich abwechslungsreiche Landschaft.
Wer eine raue und zerklĂĽftete Bergwelt vor sich sieht, braucht sich oftmals nur umzudrehen, um auf eine liebliche KĂĽstenlandschaft mit bunten Blumen und blauem Meer zu blicken.
Sehenswürdigkeiten
Ob Erholungs- oder Aktivurlaub, Wellness- oder Städtereise- die verschiedenen Regionen Irlands haben für alle Vorlieben etwas zu bieten:

Der Norden - Donegal

Wer das ursprüngliche Irland und seine unberührte Natur erleben will, der wird im äußerstem Nordwesten fündig. Weite Landstriche im rauen und zerklüfteten Donegal sind gänzlich unbewohnt, und an den menschenleeren Stränden scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Auch die Einwohner sprechen hier größtenteils noch immer irisch.
Besonders für Wanderer sind die langen Bergketten mit ihrer abwechslungsreichen Flora und Fauna ein Paradies. Der „Glenveagh Nationalpark“ verschafft besonders Anglern einzigartige Naturerlebnisse.

Der Osten- Dublin und die „Wicklow Mountains“

Der Osten Irlands ist geprägt durch Kontraste. Die junge pulsierende Metropole Dublin bietet mit ihren In-Vierteln, schicken Bars, urigen Pubs und der lebendigen Musik-Szene viel Abwechslung.
Bewundern Sie die zahlreichen Kirchen wie beispielsweise „St Patrick’s Cathedral“, die nach dem katholischen Nationalheiligen benannt und ironischerweise protestantisch ist.
Im rennommierten „Trinity College“ ist das berühmte „Book of Kells“ ausgestellt, das aus prächtigen mittelalterlichen Abschriften der vier Evangelien besteht.
Die beliebte Einkaufsmeile Dublins rund um die Prachtstraße „Grafton Street“ lädt zu einer Shopping-Tour entlang der gregorianischen Villen ein. Nach der Besichtigung der Guiness-Brauerei kann man im Park „St. Stephen’s Green“ entspannen.

Die „Wicklow Mountains“ im Süden der Stadt sind das Wochenend-Erholungsgebiet der Dubliner. Mit guinness-farbenen Flüssen, glasklaren Wasserfällen und beeindruckenden Panorama-Blicken über Hügel und Täler bieten sie Wanderfreude pur. Mystisch wirkt die Kloster-Ruine von „Glendalough“, die abgeschieden im Tal der zwei Seen liegt.

Der Süden – Cork, „Ring of Kerry“ und „Killarney National Park”

Cork war Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2005 und beeindruckt mit ihrer lebhaften City, typisch irischen Häusern, bunten Festivals, zahlreichen Pubs und ihrem sehenswerten Hafen.

Im Südwesten von Cork bietet die 170 km lange Panorama-Straße, der „Ring of Kerry“, ständig wechselnde Ausblicke über die Küstenlandschaft mit subtropischer Vegetation, lieblichen grünen Hügeln und zahlreichen Buchten mit weißen Sandstränden.

Eine der schönsten und abwechslungsreichsten Landschaften im Süden ist der „Killarney National Park“ mit spiegelglatten Seen und steilen Bergen.

Der Westen – Connemara, „Burren” und „Cliffs of Moher”

Die Region Connemara im County Galway lockt Wanderer und Naturliebhaber mit ihren kargen Bergen und Moorgebieten, FlĂĽssen, Seen und Feldern.
Mystisch und geheimnisvoll wirkt die oft neblige außergewöhnliche Landschaft des „Burren“ mit ihren grauen Böden aus zerklüftetem Kalk-Gestein.

Die Steilklippen, „Cliffs of Moher“, ragen bis zu 200 Meter aus dem Atlantik und bieten spektakuläre Anblicke an der Westküste.
Historie und Wirtschaft
Man braucht nicht erst ein Geschichtsbuch aufzuschlagen, um von den bedeutenden Ereignissen der irischen Historie zu erfahren. Die Iren lieben es, in melancholisch-patriotischen oder fröhlich-tanzbaren „Folksongs“ die Vergangenheit lebendig werden zu lassen.

Die Einwanderung der Kelten im 2. Jh. v. Chr. prägt noch heute durch beeindruckende Nachlässe wie Hochkreuze, Burgen und Grabstätten das Erscheinungsbild des Landes.
Spektakulär gefeiert wird jedes Jahr aufs Neue der St. Patrick’s Day, an dem die Iren den Nationalheiligen mit eigenwilligen Umzügen würdigen. Der Grund dafür ist bereits 400 n. Chr. zu finden, als unter dem heiligen Patrick Religion, Kultur und Bildung auf die Insel kamen. Irland war der Ausgangspunkt für die Christianisierung Großbritanniens und des europäischen Festlands.
Eines der wildesten Jahrhunderte war sicherlich das 11. n. Chr., als die Wikinger mit Überfällen und Eroberungs-Schlachten viel Unruhe ins Land brachten.
Ab 1199 stand die Insel unter der Herrschaft des englischen Königs Heinrich II., womit ein Jahrhunderte langer Kampf um die irische Unabhängigkeit entbrannte. Wegen erbarmungsloser Unterdrückungsfeldzüge, des Niederschlagen katholischer Aufstände und zeitweiliger Religionsverbote wanderten viele der durch Hungersnöte geschwächten Iren aus.
1921 wurde Irland wieder ein freier Staat, der 1937 eine eigene Verfassung bekam. Nur die Provinz Ulster, das heutige Nordirland, blieb bei GroĂźbritannien.

Irland war Jahrhunderte lang geprägt von Armut und Hungersnot, die zu großen Auswanderungswellen führten. Vor diesem Hintergrund ist es kaum zu glauben, dass sich die Volkswirtschaft des Landes seit Anfang der 1990er Jahre zu einer der dynamischsten Europas gewandelt hat Besonders die Globalisierung trug dazu bei, die den heimischen Export stimulierte. Zudem haben Fördermittel der EU den Aufschwung angekurbelt. Niedrige Steuersätze, ein geringes Lohnniveau und hohe Qualifikation sorgen dafür, dass sich zunehmend ausländische Firmen aus den Bereichen EDV, Pharma-, Hightech- und Chemie-Industrie im Land ansiedeln. Besonders in Dublin kann man diesen Wandel an eindrucksvollen neuen Büro-Hochhäusern und ausgedehnten Gewerbegebieten ablesen.
Klima
Sie mögen das aktuelle Wetter in Irland nicht? Macht nichts, denn in einer Stunde bekommen Sie ein Anderes!
Den Wetterbericht zu hören lohnt sich kaum- denn fast jeder Tag bietet fast jede Witterung.

Unglaublich, aber wahr: Eine spezielle Palmenart wächst tatsächlich in Irland, denn durch den warmen Golfstrom, der an der Süd- und Südwestküste vorbei fließt, ist das Klima ganzjährig mild. Im Winter liegen die Temperaturen so gut wie nie unter den Gefrierpunkt, daher schneit es extrem selten. Allerdings kommen auch kühle Seewinde vom Atlantik. Im Winter wird es zwar nicht richtig kalt, im Sommer aber auch nur mäßig warm- das ist das gemäßigte feuchte Seeklima, dessen reichlichen Niederschlägen die „Grüne Insel“ auch ihren Spitznamen verdankt.
Kultur, Sitten und Bräuche
Die Iren sind bekannt fĂĽr ihre Feierfreude, ihre Trinkfestigkeit und fĂĽr lockere Herzlichkeit.
Das Wohnzimmer eines Inselbewohners- das ist wie je und je der Pub. Hier trifft man sich zum plaudern, musizieren und singen. An manchen Abenden bringen die Einheimischen Geigen, Blechflöten, Trommeln und Dudelsäcke mit und spielen begeistert Irish Folk-Songs, zu denen ausgelassen getanzt wird. Ein Insider-Tipp sind die fast touristenfreien Pubs außerhalb der Großstädte, in denen man noch irische Ursprünglichkeit erleben kann.
Die Pubs in Irland haben wesentlich kürzere Öffnungszeiten als deutsche Bars und Kneipen. Montags bis samstags sind sie von 11:00 bis 23:00 Uhr und sonntags zwischen 12:00 und 22:30 Uhr geöffnet.
Trinkgelder sind im Restaurant oder Taxi in der Regel in Höhe von 10% des Preises üblich. In den touristischen Zentren ist das Essen im Restaurant meist sehr teuer. Daher lohnt sich gerade dort der Einkauf in den Supermärkten, die fast immer eine große Auswahl an Snacks, Sandwiches, Muffins oder Salaten anbieten.
Beim Lesen von Speisekarten sollte man wissen, dass das deutsche Wort „Chips“ in Irland „Pommes Frites“ bedeutet. Allerdings werden zu Fleisch oder Fisch tatsächlich oft Kartoffelchips mit Essig und Öl serviert, die aber „Crisps“ genannt werden.
Im Jahre 2004 hat Irland als erstes europäisches Land ein totales Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden eingeführt. Es ist anzuraten, sich vorab zu informieren, ob im Hotelzimmer das Rauchen erlaubt ist, denn es drohen bei Missachtung des Verbots empfindliche Strafen von bis zu 3000 €.

Schafe haben Vorfahrt- so sieht die Realität für Autofahrer abseits der Autobahnen aus. In Irland sind nicht nur die Klippen zerklüftet, auch die Straßenränder verdienen diese Bezeichnung. Leihwagen sind in jeder größeren Stadt relativ günstig zu bekommen. Wundern Sie sich nicht,
wenn Ihnen ein linksseitig stark zerkratzter PKW übergeben wird. Sie werden später dankbar sein, dass die neuen Schrammen nicht auffallen, denn auf die oft sehr schmalen Straßen können wahlweise die Büsche links oder der Gegenverkehr rechts touchiert werden. Mit häufig mehr Löchern als Asphalt und Linksverkehr wird das Autofahren besonders außerhalb der Städte zu einem echten Abenteuer-Trip.

Wer abends etwas erleben möchte, sollte sich in Dublin oder Cork umschauen.
In der Hauptstadt Dublin, der Stadt mit der größten Musiker-Dichte Europas, sollte man die Live-Music in den Pubs nicht versäumen. In angesagten Stadtvierteln wie „Tempel Bar“ findet man abends alle Stilrichtungen von Folk bis Techno.
Wer sich in Cork zwischen den vielen gemĂĽtlichen Pubs nicht entscheiden kann, dem bieten zahlreiche Kinos, zwei Theater und ein Opernhaus attraktive Alternativen.
     
Tipps vor Ort
Praktische Informationen
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