Suche
Absenden Suche
Seite drucken

Newsarchiv

Bei Flugverspätung Geld zurück

Bis zu 600 Euro Ausgleichszahlung stehen Passagieren in Zukunft zu, wenn sich ihr Flug auf sich warten lässt. Verspätungen werden folglich in Zukunft genauso behandelt wie komplette Flugausfälle. So entschied der Europäische Gerichtshof in Luxemburg in Fällen von Passagieren, die Flugverspätungen von bis zu 25 Stunden in Kauf nehmen mussten.

Ab drei Stunden Flugverspätung können betroffene Passagiere nun Ausgleichszahlungen fordern. Eine Ausnahme sei lediglich, wenn die Verspätung durch unvermeidliche, außergewöhnliche Umstände verursacht worden sei, auf die die Fluggesellschaft im Vorfeld keinen Einfluss haben konnte. Technische Probleme mit dem Flugzeug fallen nicht unter diese Ausnahmeregel.

Verspätungen und Annullierungen gleich behandelt

Die im Rechtsfall betroffenen Fluggesellschaften Condor und Air France hatten sich geweigert, finanzielle Entschädigungen in Höhe von 600 Euro zu zahlen, obgleich diese bereits seit 2004 durch eine EU-Verordnung für Langstreckenflüge vorgesehen war. Begründet wurde diese Entscheidung dadurch, dass die EU-Verordnung lediglich kurzfristige Annullierungen beträfe. Es sei darin keine Rede von Verspätungen gewesen.

Laut EuGH widerspräche diese Interpretation dem Geiste der Verordnung. Passagiere eines gecancelten Fluges hätten selbst im Falle einer Umbuchung auf einen Ersatzflug Ansprüche auf Entschädigung, wenn sie dadurch drei Stunden später als geplant ihr Reiseziel erreichten. Dasselbe müsse daher auch für Passagiere verspäteter Flüge gelten.

Ärger mit der Fluggesellschaft? Diskutieren Sie mit im großen Reiseforum!


Weitere News:


Alle Angaben ohne Gewähr