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Tourismus-Industrie: Reise ins Ungewisse

Die Reise- und Tourismusbranche sieht sich derzeit mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Schweinegrippe und Konjunkturkrise hinterlassen ihre Spuren. Eine Studie zeigt, dass sich dieser Sektor im Umbruch befindet. Das neue Motto: Umdenken oder sich durch Markenprestige behaupten.

Die Deloitte-Publikation "Exploring hidden depths" zeigt, dass Reiseveranstalter und Fluglinien derzeit härteren Bedingungen ausgesetzt sind. Problematisch ist vor allem der Bereich der Geschäftskunden - sie entscheiden sich zulasten der Premium-Anbieter häufiger für preiswerte Flüge. Hinzu kommt der Spätbucher-Trend. Neben der nötigen Anpassung an das veränderte Kundenverhalten bei strategischen Überlegungen, spielt ebenso eine langfristige Umstellung auf einen "grünen" Luftverkehr eine Rolle.

Luxushotels: Segment schrumpft

Internationale Luxushotels, die lange als krisenresistent galten, stehen mittlerweile ebenfalls vor erheblichen Problemen. Nach dem Boom vergangener Jahre existieren vielerorts Überkapazitäten. Auch hier ist es vor allem der Rückgang von Business-Übernachtungen. Für die Zukunft können zwei Szenarien konstruiert werden: Entweder tritt eine Erholung ein, oder aber das Luxussegment wird bei unverändert hoher Profitabilität insgesamt schrumpfen. Branchenkenner halten letztere Variante für wahrscheinlicher. Anbieter, die ihre Angebote individuell auf die Wünsche der Gäste abstimmen, und Markenprestige werden eine noch zentralere Rolle spielen als bisher. "Hotels und Marken mit einzigartigen, individuellen Luxus behaupten sich trotz Krise gut“, so Benjamin Ploppa, Senior Manager Tourismus und Hotellerie bei Deloitte.

Sportreisen trotzen der Krise

Das Freizeit- und Sportsegment funktioniert derweil nach anderen Regeln. Die Krise konnte das Wachstum dieses Segments bislang nicht beeinträchtigen. Zum einen mag das an langfristigen Verträgen über Senderechte und Sponsoring liegen, zum anderen aber auch an der Tatsache, dass die Konsumenten kein oder nur ein geringes Sparverhalten zeigen. Zwar hat der Rückzug von Finanzdienstleistern und Autoherstellern aus dem Sport Lücken hinterlassen, dies betrifft jedoch im Wesentlichen Sportarten wie Tennis, Golf oder die Formel 1. Abseits davon kann die Regel gelten: Die "Großen" werden von der Krise deutlich weniger bedroht als die "Kleinen".

Zur kompletten Studie


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