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Städte

St. Petersburg - Auf den Spuren großer Zaren und Literaten


© stock.xchng

Anmutig, steinern und prachtvoll steht er da, der sagenumwobene Winterpalast der Zarin Katharina. Hohe Säulen, goldene Ornamente und mächtige Ausmaße verleiten seine Betrachter dazu, den Blick ehrfürchtig empor zu heben. Bescheidenheit sucht man hier ohnehin vergebens - St. Petersburg stellt stolz den Prunk und Protz aus dem Zaren-Zeitalter zur Schau. Nicht nur Gold und Bernstein zählen zu den Kostbarkeiten der Stadt: Auch für Kunstkenner und Literaturliebhaber ist die vielseitige Metropole Osteuropas eine wahre Schatzkammer.

Nichts hat Zar Peter der Große dem Zufall überlassen, als er Anfang des 18. Jahrhunderts die Großstadt an der Newa quadratisch, praktisch und prachtvoll plante. Heute verhilft die geometrische Bauweise zur einfachen Orientierung in der City und schafft manch schönen Ausblick in Straßenecken und Eckhäuser.

Bernsteinzimmer und Zarengold

Die frische Farbe schimmert noch an den Palastwänden und die goldenen Kuppeln der Zarenstadt scheinen noch heller zu glänzen: Die historisch moderne Metropole erstrahlt noch immer im Glanz der Verschönerungsarbeiten, die ihr zur 300-Jahr-Feier zuteil wurden und ihre geschichtsträchtigen Paläste ins beste Licht setzten.

Kein Kriminalautor hätte sie spannender schreiben können, die Geschichte rund um das verschollene Bernsteinzimmer aus dem Sommerpalast: Anfang des 18. Jahrhunderts kam es als Geschenk von Preußenkönig Wilhelm I. an Peter den Großen nach Russland (LINK Reiseziel Russland). Im 2. Weltkrieg wurde es jedoch von deutschen Soldaten gestohlen und ist seitdem spurlos verschwunden.

In jahrelanger Kleinarbeit gelang russischen Restauratoren die Rekonstruktion der Prachtkammer im Katherinenschloss. Seither ist das Innere des eindrucksvollen Barockpalastes eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten nahe der russischen Metropole.

Schriftsteller-Schnitzeljagd und Dichter-Duell

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© lucky-pixel / pixelio

Warum gute Schuhe zur Grundausstattung gehören, merken St. Petersburg-Reisende spätestens beim Bummel über den weitläufigen Nevskij-Prospekt. Die Prachtstraße steht den schicken Pariser Boulevards in nichts nach, und schon manch berühmter Literat wandelte auf ihrem edlen Pflaster zwischen Fontanka und Admiralität. Sogar ein Hauch Venedigs umgibt die Flaniermeile, deren Brücken sich über zahlreiche Kanäle spannen, die parallel zur Newa verlaufen.

Unmittelbar vor Augen oder im unscheinbaren Winkel versteckt finden sich noch heute Spuren großer Literaten zu beiden Seiten des Boulevards. Wie bei einer Schnitzeljagd stößt man oftmals überraschend auf Hinweise zu Wirkungsstätten großer Schriftsteller: Puschkin, Dostojewski oder Gogol verbinden höchst unterschiedliche Erfahrungen mit der russischen Literatenstadt.

Im Haus Nummer 18 beispielsweise befand sich einst die Konditorei Wolf & Beranger, vor der der russische Dichter Puschkin bei einem Duell sein Leben verlor. Touristen können sich jedoch unbesorgt in besagtes Gebäude begeben, das heute das bekannteste Literaturcafé St. Petersburgs beherbergt.

„Ein Held unserer Zeit“ ist im benachbarten Park verewigt, denn dort befindet sich das Denkmal des Literaten Lermantow. Ein Ehrenmal am Theaterplatz erinnert zudem an „Die toten Seelen“ und „Die gesammelten Werke“ des Prosapoeten Gogol.

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