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Themenreisen

Erlebnis Weltreise - Um die Erde in 200 Tagen


© stock.xchng

In einer Erzählung von Jules Verne hat Phileas Fogg für die Umrundung der Welt nur 80 Tage gebraucht – und das mit einem Heißluftballon! Eine beeindruckende Vorstellung, aber Tobias und ich waren froh, dass wir per Flugzeug reisen konnten und dabei nicht unter Zeitdruck standen. Der Plan, auf unserer Weltreise Freunde in Übersee zu besuchen, brachte gleich einige Vorteile mit sich: Erstens vereinfachte sich die Routenplanung und zweitens war dies natürlich ein großer finanzieller Vorteil. In den Ländern, in denen uns ein landes- und sprachkundiger Freund begleitete, lernten wir am meisten über die Lebensart und schlossen leichter neue Bekanntschaften.

Süd- & Mittelamerika: Menschen und Rätsel

Von Anfang an waren wir uns einig, dass wir noch in diesem Leben nach Südamerika reisen wollten. So kam es, dass uns die erste Etappe nach Argentinien führte. Nach der Ankunft in Buenos Aires schauten wir uns natürlich erstmal die Metropole an, die für Argentinier das Tor nach Europa ist. Neben dem Flair der Großstadt interessierten uns hier besonders die schönen Cafés und die Tangokultur. Weiter ging es dann nach Cordoba, dem kulturellen Zentrum des Landes, wo unsere argentinische Freundin Mariana uns Land und Leute vorstellte. Man muss wissen, dass Argentinier ihr Land in die europäisierten östlichen Küstengebiete und das „interior“, das Inland, wo sich das eigentliche Argentinien abspielt, unterteilen.

Aller Abschied ist schwer, aber dennoch: Frohen Mutes machten wir uns auf zur Halbinsel Yucatan in Mittelamerika. Diese Etappe war von Staunen und Ehrfurcht geprägt: Bei der Besichtigung der Maya-Ruinen fühlten wir uns fast in Zeiten zurückversetzt, in denen die Menschen glaubten, ihr Schicksal werde vom Sonnengott und den Sternbildern bestimmt.
Es ist sehr bewegend, den gigantischen Steinbauten mitten im Dschungel gegenüberzustehen und besonders aufregend ist, selber auf Spurensuche zu gehen. Warum die Maya ihre Städte verlassen haben gibt der Forschung bis heute Rätsel auf. Von Mexiko City aus besuchten wir die nahe liegende Stadt Teotihuacan, in der ebenfalls riesige Pyramiden und Tempel zu besichtigen sind. Auch diese Stadt ist voller Rätsel: Sie wurde menschenleer von den Azteken entdeckt, die sich auch nicht erklären konnten, wer ihre Bewohner gewesen waren.

Australien: Entspannung pur

Die nächste Etappe führte uns erst mal so weit von zu Hause weg wie es geht, nämlich nach Australien, genauer gesagt nach Sydney. In dieser sonnenverwöhnten und faszinierenden Stadt, deren berühmte Skyline mit Hafen und Oper ein weltweit bekanntes Fotomotiv ist, blieben wir erstmal eine Woche – es hätten auch mehr sein können! Danach trafen wir Thomas, einen alten Freund von mir, der den Arztberuf lieber in Australien als in Deutschland ausübt, also bei besserem Wetter, für mehr Geld, und mit weniger Stress. Mit ihm zusammen fuhren wir dann die Ostküste hinauf ins beschauliche Mackay in Queensland. Tauchen im Great Barrier Rief, entspannte Tage am endlos langen Strand und Besuche bei Thomas´ Freunden waren unsere Hauptbeschäftigungen.

Asien: Tropisch und voller Leben

Nach sechs Wochen Australien schauten wir uns den Stadtstaat Singapur mit seiner beeindruckenden Skyline an. Berühmt ist die Stadt für ihre strikten Sauberkeitsgesetze, auf Übertretung der Müllgesetze stehen hohe Strafen. Die komplett saubere Stadt wirkt sehr charismatisch, gleichzeitig aber auch befremdlich. Danach reisten wir ins benachbarte Malaysia weiter. Hier wechseln sich moderne Großstädte mit unberührter Natur und schönen Stränden ab. In Melaka, der ältesten Stadt Malaysias, hatten wie Gelegenheit, den Alltag im Zusammenleben von Malayen, Chinesen und Indern zu beobachten und ließen uns in dieser fremdartigen Umgebung ein Weilchen treiben. Sehr interessant war es, den Taman Negara Nationalpark zu besuchen - er beherbergt den ältesten Regenwald der Welt.

Im nächsten Etappenziel, dem Bundesstaat Kerala im Süden Indiens braucht man nicht viel Geld und die meisten Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Trotz aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme heißt die Lebenseinstellung in diesem fruchtbaren Land: Lebe im Jetzt und genieße den Augenblick! Es gibt viele Gelegenheiten, andere Backpacker zu treffen, auch in der Party-Hochburg Goa ließen wir uns mal blicken. Nach einer Weile konzentrierten wir uns aber auf die beeindruckende Natur und das ganz normale Leben, um Land und Leute abseits vom Hype kennen zu lernen. Wir ließen hier noch ein bisschen die Seele baumeln, bevor es zum Kontinent Nummer vier weiterging, nach Afrika.

Afrika: Impressionen aus einer anderen Welt

Hier verschlug es uns zunächst in die marokkanische Stadt Fès mit ihrer faszinierenden Altstadt. In dem Labyrinth aus Gassen kann man sich ohne Führer leicht verirren.
Es war ein sehr aufrüttelndes Erlebnis, inmitten des Stimmengewirrs und den Geräuschen und Gerüchen der Basare zu stehen. Nächste Station war Casablanca, das wichtigste Handelszentrum Marokkos. Die Stadt ist vom französischen Kolonialismus geprägt.
Wir bekamen nach so vielen Eindrücken bei sengender Hitze fast das Gefühl, die Zeit wäre stehen geblieben und wir schon unser ganzes Leben auf Reisen.

Den Senegal konnten wir leider nur noch kurz besuchen. Überwiegend hielten wir uns wegen der größeren Sicherheit in den Tourismuszentren am Cap Skirring im Südwesten des Landes auf. Ein Besuch auf der Palmeninsel vor der Küste bildete den Abschluss unserer Reise. Heute ist diese Insel ein sehr idyllischer Ort, früher spielte sie eine zentrale Rolle im Handel mit afrikanischen Sklaven. Mit diesen bewegenden Eindrücken im Gepäck kamen wir schließlich wohlbehalten wieder in Europa an.

Heimreise: Gekonnt ankommen

Unsere Weltreise war eine unvergessliche Erfahrung, von der wir noch unser ganzes Leben lang zehren werden. Eine solche Fülle an Eindrücken will sich erst mal setzen und ich kann jedem raten, zwei Wochen Akklimatisierung einzuplanen, um wieder richtig zu Hause anzukommen. Wir waren jedenfalls froh darüber, dass wir nicht direkt in den Alltag zurück mussten. Die Reise war mit viel Aufwand und teilweise auch mit Strapazen verbunden, aber es war die Mühe wert. Unserer Erfahrung nach ist eine Weltreise bei guter Planung und sorgfältiger Vorbereitung eine unbezahlbare Bereicherung!

 

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