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Themenreisen

Kamelrennen in Dubai

Dubai erfindet sich neu und bewahrt dabei seine Traditionen. Im heutigen Stadtstaat am persischen Golf lebte vor 50 Jahren ein Beduinenstamm von Wüstenbewohnern mit seinen Tieren, welcher heute als Herrscherfamilie von Dubai dank der großen Ölvorkommen zu den reichsten Familien der Welt zählt. Gängige Prognosen gehen aber davon aus, dass die Ölvorräte 2030 erschöpft sein werden. Daher investieren die Scheichs in die Zukunft und sorgen mit gigantischen Bauprojekten dafür, dass Dubai zu einem weltweit einzigartigen Handelsplatz und einem luxuriösen Touristenmagnet wird. Aber ihre Wurzeln haben die einstigen  Beduinen nicht vergessen.

Kamele sind die Reichtümer der Vormoderne des Wüstenstaates. Sie sind Transporttiere von unschätzbarem Wert in der Wüste, Milchlieferanten und Statussymbole. Im gesamten arabischen Raum sind Kamele hoch geachtet. Typisches Last- und Reittier ist das einhöckerige Dromedar. Kamelrennen wurden traditionell nur zu besonderen Anlässen veranstaltet, heute sind es auch Sportveranstaltungen mit einer halbjährigen Saison von November bis April. Die traditionsreiche Kamelzucht arbeitet mit modernsten wissenschaftlichen Methoden wie künstlicher Befruchtung.
Diese Rennen sind nicht nur Touristenattraktion, sondern werden aus Leidenschaft veranstaltet  und in den Vereinigten Arabischen Emiraten schon seit langem und sehr ernsthaft betrieben. Kamelrennen sind Traditionssport und begleiten die Feste vieler Beduinenstämme.

Sportliche Fakten

Rennkamele sind meistens weibliche Jungtiere, da diese die größte Ausdauer haben und eine größere Geschwindigkeit erreichen als ihre männlichen Artgenossen. Beim Kamelrennen legen die Wüstenschiffe Entfernungen von bis zu zehn Kilometern zurück und erzielen dabei Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern. Die meisten Rennen finden auf dem Al Wathba Racetrack statt, wo mittwochs, donnerstags und freitags Volksfeststimmung herrscht. Auf der am Rande der Stadt gelegenen Kamelrennbahn mit Blick auf die beeindruckende Skyline fangen die Rennen frühmorgens an und dauern bis zum Nachmittag.

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© stock.xchng

Für die schnellsten Rennkamele werden Summen von bis zu einer Million Dollar bezahlt, Preise von mehr als 200.000 € sind nicht ungewöhnlich. Wichtige Rennen sind mit hohen Preisgeldern oder Luxusartikeln dotiert. Den Scheichs geht es dabei aber nicht um Geld, sondern um Ansehen und Vergnügen. Wetten ist streng verboten.

Für westeuropäische Augen kann es schon etwas komisch wirken, wenn die riesigen Kamele mit ihren möglichst kleinen, leichten und windschnittigen Jockeys in voller Renngeschwindigkeit ihre schwankenden Bewegungen vollführen.

Buntes Treiben rund ums Rennen

Gerade weil bei den Kamelrennen viel vom ursprünglichen Dubai vor den Ölfunden durchscheint, sind diese von touristischem Interesse. Vielleicht entwickeln Besucher bei dieser Gelegenheit, abseits von Luxushotels und Shopping-Centern, ein tieferes Verständnis für die Kultur der Einwohner Dubais. Aktuelle Renntermine erfährt man in der Presse oder an der Hotelrezeption, Agenturen vor Ort bieten Ausflüge zu den Rennen an. Eine der schönsten Arenen befindet sich in Al-Ain, der Grenzstadt zu Oman.

Nicht nur das Rennen an sich, auch das zugehörige bunte Treiben ist faszinierend. Auf  fliegenden Märkten bieten zahlreiche Händler Kameldecken, Teppiche, Schmuck und eine große Auswahl Produkte auch des ländlichen Raums an. Da sich Kamelrennen traditionsgemäß großer Beliebtheit erfreuen, herrscht am Veranstaltungsort eine mitreißende und begeisternde Atmosphäre. Wem dieses Spektakel gefallen hat, der wird sicherlich auch den Besuch auf einem der regelmäßig stattfindenden Kamelmärkte genießen.
Wer sich schon mal einstimmen möchte, kann dies zum Beispiel auf der Galopprennbahn in Dortmund tun, wo gelegentlich ebenfalls Kamelrennen stattfinden.

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