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Themenreisen

Nationalparks in den USA


© mic.ro / pixelio

Der Sommer ist vorbei, die Saison für Aktiv-Urlaub in der freien Natur hingegen noch lange nicht. Besonders im Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommen Outdoor-Fans auch in der kälteren Jahreszeit auf ihre Kosten: Wenn Temperaturen und Blätter fallen, präsentieren sich die Nationalparks der USA von ganz neuen Seiten.

Zwei höchst unterschiedliche, aber besonders im Herbst interessante Parks liegen im äußersten Südosten und Nahe der amerikanischen Westküste: Das Sumpfgebiet der Everglades in Florida und der trockenste Nationalpark der Vereinigten Staaten, das Death-Valley in Kalifornien.

Everglades Nationalpark

Keine Autostunde vom Trubel der Großstadt Miami entfernt liegt eine vollkommen andere Welt: die ruhige Wasserlandschaft der Everglades an der Südspitze Floridas. Zumindest der Lärm der Zivilisation stört die Idylle nicht, denn nur eine einzige Straße verbindet den Park mit der Umgebung: die State Road SR 9339 von Florida City nach Flamingo. In die Stille hinein dringt nur das Quaken, Summen und Zirpen der tierischen Bewohner des Nationalparks. Viele seltene Tierarten tummeln sich in der Naturlandschaft der Everglades, darunter 300 Vogel- und 500 Fischarten sowie zahlreiche Reptilien und große Säugetiere. Die Artenvielfalt der Fauna ist besonders der ungewöhnlichen Natur zu verdanken, denn die tropische Marschlandschaft der Everglades ist praktisch ein einziger riesiger Fluss. Sein Wasserlauf ist bis zu 60 Kilometer breit, aber so niedrig, dass er fast durchgehend von Gras überwachsen ist.

Zwischen Dezember und April ist die beste Zeit zur Beobachtung der Tierwelt des Nationalparks. In diesen Monaten herrscht in den Everglades Trockenzeit, daher sind wesentlich weniger Stechmücken unterwegs als im Sommer.

Eine gute Möglichkeit, den Park zu erkunden, sind Ausflüge zu den Alligatorfarmen, auf denen man die Tiere aus nächster Nähe zu Gesicht bekommt. Begleitet von einem Ranger geht es bei Airboat-Touren mit hohem Tempo kreuz und quer durch die Flusslandschaft. Mit etwas Glück bekommt der Besucher so manch tierischen Bewohner der Everglades von Angesicht zu Angesicht zu sehen.


Death-Valley-Nationalpark

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© stock.xchng

Der Kontrast zur Flusslandschaft der Everglades könnte kaum größer sein als im Death Valley, dem trockensten Nationalpark der USA. Der in Kalifornien und Nevada gelegene Park überrascht Besucher mit einem ungewöhnlichen Erscheinungsbild, das von Sanddünen und Salzebenen geprägt ist. Herbst und Winter sind die idealen Jahreszeiten zur Erkundung der Natur-Phänomene, denn dann ist sind die Temperaturen mit 20 bis 35°C angenehm, im Sommer wird es hingingen mit oftmals über 50°C unerträglich heiß.
Nicht nur die Temperaturen  können extrem sein im „Tal des Todes“, auch die Höhen sind außergewöhnlich: Während der tiefste Punkt des Parks fast 86 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, erreichen die Berge des Parks Höhen von über 3300 Metern.

Für Abwechslung in den kargen Wüsten sorgen besonders die Ranger-Programme, bei denen Besucher mit fachkundiger Führung die Wüste entdecken können. Von der „geheimnisvollen Untergrund-Tour“ durch ein Tunnel-System bis zum Kletter-Ausflug auf dem „Mosaic Canyon Hike“ reichen die Angebote. Junge Besucher erhalten im Visitor Center einen Erkundungs-Bogen und werden nach erfolgreicher Aufgabenlösung zum Junior- Ranger.
Im Herbst beginnt zudem die Camping-Saison im Park: Beim Zelten unter freiem Himmel können der klare Nachthimmel und die Sonnenaufgänge in der Wüste betrachtet werden.
Wer die Wüste auf eigene Faust erkunden möchte, sollte ein Fahrzeug mit Allradantrieb, genügend Sprit, zwei bis vier Liter Wasser pro Person und Proviant mitnehmen. Außerdem sollten sich Wüsten-Reisende in den Besucherzentren der Parks mit Landkarten ausrüsten.



Alle Angaben ohne Gewähr