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Bahn: Ticket-Zuschlag kommt doch nicht

Die Pläne der Deutschen Bahn, zukünftig für Beratung und Verkauf am Schalter oder Telefon Extra-Gebühren in Höhe von 2,50 Euro zu erheben, sind gescheitert. Damit gibt das Unternehmen dem Druck der Öffentlichkeit sowie der Politik nach.

Einen einzigen Satz ist die Pressemitteilung der Deutschen Bahn lang, die heute den Rückzieher von Bahn-Chef Mehdorns Plänen ankündigte: „Die DB hat am heutigen Freitag entschieden, keinen Zuschlag für den personenbedienten Verkauf einzuführen.“ Pläne der Bahn hatten vorgesehen, pro Strecke einen Zuschlag von 2,50 Euro zu erheben. Beim Kauf einer Hin- und Rückfahrkarte wären damit 5 Euro fällig geworden. Ähnliche Zusatzkosten gibt es bereits seit längerer Zeit bei den Billigfliegern (smavel.com berichtete: Airlines im Test – Zusatzkosten beim Billigflug).

Zahlreiche Proteste

Sowohl der Verkehrs- als auch der Verbraucherschutzminister hatten die Bahn zur Rücknahme ihres Vorhabens aufgefordert, mit der diese durch Mehreinnahmen versuchen wollte, die durch den kürzlich erfolgten Tarifabschluss entstandenen zusätzlichen Personalkosten abfangen zu können. Aber erst der massive Protest der Öffentlichkeit setzte die Bahn richtig unter Druck, so dass Vorstandsvorsitzender Mehdorn klein beigab. Angeblich hat auch Bundeskanzlerin Merkel in einem Telefonat mit Mehdorn darauf gedrungen, keinen Ticket-Zuschlag einzuführen.

Fahrgäste sowie der Fahrgastverband Pro Bahn zeigten sich erfreut über das Aus für den Bedienzuschlag.

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