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Jetlag: Das verbirgt sich hinter den müden Augen vieler Reisenden


© Pixabay/qimono

Wer in die Ferne reist, insbesondere mit dem Flugzeug, der muss sich meist mit einer Einschränkung im Zielland auseinandersetzen: Wer buchstäblich durch die Zeit reist und in einer anderen Zeitzone landet, den könnte der Jetlag ereilen. Und das ist für viele Reisende kein Spaß.

Was sich genau dahinter verbirgt, wann der Jetlag am schlimmsten ist, wie er sich äußert, wie lange die Symptome anhalten und wie Jetlag zu überwinden ist, zeigen die folgenden Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema.

Wie entsteht Jetlag?

Ein Jetlag ist keine klassische Reisekrankheit, wie etwa die Reiseübelkeit, sondern wird von Medizinern eher als Störung des körperlichen Befindens bewertet. Jetlag entsteht, wenn ein Mensch eine oder mehrere Zeitzonen durchquert und damit der Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander gewirbelt wird. Bildlich gesprochen besteht kein Gleichgewicht mehr zwischen der inneren Uhr des Menschen und der externen Zeit, die in der Umwelt vorherrscht.

Wann ist Jetlag am schlimmsten?

Jetlag ist am schlimmsten, wenn die Betroffenen im Zuge einer Reise durch viele Zeitzonen „fliegen“ und wenn sie das eben nicht langsam tun, sondern buchstäblich wie im Flug. Wer also mit dem Bus, dem Auto, dem Zug oder gar mit dem Schiff mehrere Zeitzonen durchqueren würde, würde seinem Körper den rasanten Zeitzonensprung erleichtern – und die Symptome von Jetlag würden deutlich sachter ausfallen.

Was lässt sich präventiv gegen Jetlag tun?

Präventiv gegen den Jetlag vorzugehen oder Maßnahmen zu ergreifen, um die Folgen des Jetlags zu minimieren, ist nur dann sinnvoll, wenn geplant ist, länger in der „neuen“ Zeitzone zu bleiben. Wer nur zwei Tage durch die Zeitzonen springt, beispielsweise durch einen beruflich bedingten Besuch einer Tagung oder eines Meetings oder im Zuge einer Kurzreise , für den ist es nicht sinnvoll, sich vorab auf die neue Zeitzone einzustellen. Stattdessen sollte sogar aktiv vermieden werden, dass sich der Körper der neuen Zeitzone anpasst, weil sonst binnen weniger Tage der Rhythmus gleich zweimal gehörig durcheinander gebracht würde.

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Wer sich bereits drei Tage im Vorfeld auf die Auslandsreise vorbereiten kann, sollte seine Schlaf-, Essens- und Aktivitätszeiten stundenweise anpassen. Auch im Flugzeug gilt: Erst schlafen, wenn es im Zielland Schlafenszeit ist.

Wer hingegen einen längeren Aufenthalt in einer anderen Zeitzone plant, kann die folgenden, präventiven Tipps anwenden, wenn die Zeitzone des Ziellandes bekannt ist. Entscheidend ist dann jeweils die Himmelsrichtung, in die geflogen wird.

  • Schlafzeit im Vorfeld anpassen. Eine Vorbereitung auf die neue Zeitzone ist durchaus möglich. Dabei haben Reiseexperten eine Faustregel verhängt, die heißt: Wer in den Westen reist, sollte bereits drei Tage vor dem Reiseantritt etwa eine Stunde später ins Bett gehen und nach Möglichkeit auch eine Stunde später aufstehen. Wer eine Reise in den Osten plant, muss genau andersherum denken: Jeden Tag eine Stunde eher aufstehen und eine Stunde früher schlafen.
  • Essens- und Aktivitätszeiten anpassen. Wer kann, sollte nicht nur eine Stunde an der Aufsteh- und Zubettgehzeit drehen, sondern auch die Essenszeiten und den Ruhe-Aktivitäts-Zyklus der „neuen“ Zeit anpassen.
  • Zur rechten Zeit im Flugzeug schlafen. Im Flugzeug zu schlafen, ist nur dann eine gute Idee, wenn die Reise in den Osten geht. Wer nach Westen reist, sollte erst dann im Flugzeug schlafen, wenn es auch im Zielland Schlafenszeit ist.

Wie können die Folgen des Jetlags minimiert werden?

Am Ziel angenommen, muss die Umstellung auf die neue Zeit sofort umgesetzt werden. Das bedeutet: Im Urlaubsland wird nach der neuen Zeit gegessen, geschlafen, gesportelt und entspannt. Gerade wenn im Zuge des Auslandsaufenthalts viele Zeitzonen übersprungen werden, kann es anfangs mitunter recht schwer sein, den Körper umzustellen. Dann hilft es, langsam in den ersten Tag im Urlaubsland zu starten und tagsüber viel Zeit an der frischen Luft und im Tageslicht zu verbringen. Das signalisiert der inneren Uhr, dass die externe Uhr hier anders tickt. Zudem hemmt Tageslicht die Hormonproduktion von Melatonin.

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Den ersten Tag in der Ferne ruhig angehen zu lassen und viel Zeit am Tageslicht zu verbringen, hilft dem Körper dabei, den Jetlag gut und schnell zu überstehen

Wie zeigt sich Jetlag?

Jetlag kann alle Symptome haben, die ein Körper zeigt, der irgendwie aus der Balance geraten ist und dem es an erholsamen Schlaf mangelt. Das heißt: Personen mit Jetlag sind müde, brauchen mehr Schlaf, haben Probleme beim Ein- und Durchschlafen und sind vor allem tagsüber kaputt. Zu diesen Symptomen, die eng an die Schlafumstellung geknüpft sind, können weitere Symptome kommen wie etwa Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, verringerte Leistungsfähigkeit, gedämpfte Stimmung und geringere Motivation. Auch Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Probleme können auftreten, schließlich ist auch der Stoffwechsel- und Verdauungszeitzyklus durcheinandergewirbelt.

Wie lange halten die Symptome des Jetlags an?

Mediziner gehen davon aus, dass pro Zeitzone, die auf dem Weg ins Urlaubsland durchquert wird, ein Tag Jetlag zu überstehen ist. Zudem gilt: Wer in den Westen reist, leider weniger unter Jetlag als jene, die in den Osten reisen. Für diese Faustregel gibt es eine einfache Begründung. Wer in den Westen fliegt, bekommt quasi auf der Reise längere Tage, weil die Zeit sich quasi nach hinten verschiebt. Das ist für den Körper leichter zu ertragen als verkürzte Tage, mit denen er kämpfen wird, wenn in Richtung Osten fliegt.


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