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E-Zigaretten auf Reisen – was muss ich beachten?


© Pixabay.com/danilobueno (CC0 Creative Commons)

Die E-Zigarette ist immer öfter ein beliebter „Passagier“ auf Reisen. Zwar wurde sie 2003 in China erstmals produziert, doch hat sich noch nicht in allen Ländern der Welt etabliert. Somit herrschen für das Reisen mit einer E-Zigarette (noch) keine allgemeingültigen, international anerkannten Regeln. Dementsprechend wichtig ist es für Raucher, sich vor dem Urlaub mit den allgemeinen Reisebedingungen vertraut zu machen.

Transport der E-Zigarette im Koffer und Handgepäck – diese Regeln gelten fürs Flugzeug

Der erste Schritt vor der eigentlichen Flugreise besteht darin, den Koffer mit wichtigen Habseligkeiten zu füllen. Natürlich befindet sich bei Rauchern die E-Zigarette mit im Gepäck. Doch darf sie dort überhaupt hinein? Die allgemeingültigen Regeln besagen, dass die E-Zigarette immer ins Handgepäck gehört. Damit sie nicht auslaufen kann, sollte sie gut verpackt sein. Zum Verpacken eignen sich die sogenannten „Carry Cases“ – kleine, handliche Beutel, welche das Gerät auf dem Flug sicher aufbewahren. Bevor es so weit ist, steht die Sicherheitskontrolle am Flughafen an. Für die Mitnahme des Liquides gelten dieselben Regeln wie für andere Flüssigkeiten: portionsweise mit maximal 100 Millilitern pro Flasche. Die Flaschen müssen laut Vorschrift der Bundespolizei auf dem Flug in einem transparenten, maximal ein Liter großen Beutel mitgeführt werden. Es ist grundsätzlich ratsam, keine angefangenen Tanks ins Flugzeug mitzunehmen. Hierbei besteht die Gefahr, dass diese durch den hohen Luftdruck auslaufen. Eine Ausnahme bilden hochwertige E-Zigaretten mit POD-Systemen wie beispielsweise von Myblu. Hier ist das Liquid bereits in kleine robuste Liquidpods vorgefüllt, welche dem aufkommenden Druckausgleich standhalten. Natürlich ist es im Flugzeug nicht gestattet, mit der E-Zigarette zu „rauchen“ – auch wenn das Gerät nur dampft, schlagen die Feuermelder an Bord an. Generell ist es auf einer Flugreise vorteilhaft, den Akku der E-Zigarette vorher auszuschalten.

Sonderfall Transitbereich

Oftmals lässt es sich auf Flugreisen nicht vermeiden, auf dem Weg zum Urlaubsziel einen mehr oder weniger langen Zwischenstopp einzulegen. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, was das Dampfen am Flughafen betrifft. Ob das Dampfen in der Transitzone erlaubt ist oder nicht, obliegt der zuständigen Fluggesellschaft. Im Zweifelsfall ist es Reisenden anzuraten, das zuständige Personal unmittelbar nach der Ankunft nach einem bestehenden Rauchverbot zu fragen. Grundsätzlich lässt sich auf Nummer sicher gehen, wenn die E-Zigarette vorschriftsgemäß verstaut ist und während des Zwischenstopps nicht genutzt wird.

Mitnahme von E-Zigaretten in bestimmten Ländern verboten

Wer innerhalb Deutschlands verreist, kann die E-Zigarette bedenkenlos überallhin mitnehmen. Denn hierzulande sind die Dampfer legal und lassen sich in vielen Läden kaufen. Sie stören die öffentliche Ordnung nicht, doch entscheidet hier zumeist die Hausordnung. Bei der deutschen Bahn gibt es beispielsweise streng gekennzeichnete Raucherbereiche. Nur dort dürfen Kunden bedenkenlos ihre E-Zigarette benutzen, ohne Sanktionen zu befürchten. In den meisten Nachbarländern Deutschlands sieht die Situation für E-Raucher ebenfalls entspannt aus. In der Schweiz, in Frankreich oder in Holland sind die handlichen elektronischen Zigaretten erlaubt. Bei anderen Ländern ist wiederum Vorsicht geboten. Dort machen sich Reisende mitunter bereits strafbar, wenn sie die E-Zigarette im Handgepäck bei der Einreise mitführen.

  • Die Ägypter betrachten E-Zigaretten als gesundheitsschädlich. Der Verkauf ist dort verboten, wenngleich das Dampfen legal ist. Diese Regel betrifft uneingeschränkt auch beliebte Urlaubsorte wie Hurghada oder Marsa Alam.
  • Gemäß der Informationen des Auswärtigen Amts ist es in Dubai und den Vereinigten Arabischen Emiraten verboten, E-Zigaretten einzuführen. Widersetzen sich Urlauber diesen Regeln, müssen sie mit Geldstrafen rechnen. Die Sicherheitsbeamten behalten es sich vor, die E-Zigarette zu beschlagnahmen.
  • In Österreich dürfen Urlauber zwar E-Zigaretten dampfen, doch diese nicht ins Land einführen.
  • Besonders strenge Gesetze gelten im beliebten Urlaubsland Thailand. Die Behörden bestrafen bereits jegliche Versuche, E-Zigaretten einzuführen, mit hohen Geld-, oder mehrjährigen Gefängnisstrafen.
  • In einigen Ländern ist es verboten, nikotinhaltige Liquids einzuführen. Dazu zählen unter anderem Australien, Japan, Portugal und Teile Südafrikas.
  • Die Inder sind den Rauchern gegenüber alles andere als freundlich gesinnt. Besonders streng wird das Rauchen in der Region um Punjabi geahndet. Die Behörden unterstellen den Rauchern, illegalen Handel mit den Zigaretten zu betreiben. Die unschöne Folge besteht aus einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren.
  • In den USA gelten im Hinblick auf E-Zigaretten unterschiedliche Bestimmungen. Während das Dampfen in einigen Bundesstaaten legal ist, ist es in anderen strikt untersagt. Vor der Einreise sollten sich die Dampfer also über die rechtliche Lage im jeweiligen Bundesstaat informieren.
  • In Argentinien und Brasilien ist es grundsätzlich verboten, E-Zigaretten zu erwerben oder zu verkaufen. Allerdings drücken die Behörden bei Urlaubern gerne eines oder zwei Augen zu. Wer in diese Länder reist, sollte vorwiegend darauf achten, das notwendige Zubehör mitzuführen.


Reise auf dem Schiff: Was bei E-Zigaretten auf Kreuzfahrtschiffen gilt

Für passionierte Dampfer ist eine Kreuzfahrt in vielerlei Hinsicht ein Erlebnis. Denn das Dampfen mit der E-Zigarette ist auf Fluss- und Hochseekreuzfahrten grundsätzlich erlaubt. Es kann dennoch nicht schaden, sich vor dem Reiseantritt bei dem gebuchten Reisebüro oder direkt bei der Reederei zu erkundigen. Die großen Reedereien – beispielsweise Costa Kreuzfahrten, MSC Kreuzfahrten oder TUI Cruises – gestatten das Dampfen meist nur in gekennzeichneten Bereichen. In den Kabinen herrscht grundsätzlich ein Rauchverbot.

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© Pixabay.com/pixellogger (CC0 Creative Commons)

In den meisten europäischen Ländern, Russland sowie in weiten Teilen der USA ist das Dampfen mit der E-Zigarette problemlos möglich. In Asien gelten strengere Richtlinien oder Verbote

So gehen Reisende mit auftretenden Problemen bestmöglich um


Mitunter kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen am oder auf dem Weg zum Urlaubsort zu unvorhersehbaren Problemen. Sei es, weil die Einfuhr der E-Zigarette verboten ist, oder die Mitarbeiter nicht wissen, welchen Zweck das Gerät erfüllt. In diesem Fall lautet das Gebot: Ruhe bewahren. Wer vor Ort laut protestiert, bekommt Ärger oder schlimmstenfalls örtlichen Arrest. Zunächst ist es ratsam, mittels der im Reiseland gesprochenen Sprache oder auf Englisch mit dem zuständigen Personal zu kommunizieren. Es ist selbst mit rudimentären Sprachkenntnissen möglich, kurz und knapp die Funktion der E-Zigarette zu erklären. Oftmals zeigen sich die Mitarbeiter kulant, indem sie die E-Zigarette konfiszieren, aber keine weiteren Strafen verhängen. Im Urlaubsland selbst sollten sich die Nutzer der E-Zigaretten an das Hausrecht halten. In jedem Shop, Hotel und Restaurant gelten andere Regelungen. Vorsicht ist hier besser als Nachsicht. Lieber freundlich fragen, anstatt einfach zu dampfen und einen Rauswurf zu riskieren.


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