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Bauhaus und Clara Schumann in Leipzig 2019


© obs/Leipzig Tourismus und Marketing GmbH/Andreas Schmidt

In diesem Jahr feiert Leipzig das 100-jährige Jubiläum der Bauhaus-Architektur. Zudem jährt sich der Geburtstag von Clara Schumann in 2019 zum 200. Mal. Beides nimmt die Stadt im Osten Deutschlands zum Anlass für einige kulturelle Höhepunkte, von Konterten bis hin zu Ausstellungen.

Im Jahr 2019 jährt sich der Geburtstag von Clara Schumann zum 200. Mal. Die berühmte Musikerin wurde am 13. September 1819 in Leipzig als Tochter des Klavierpädagogen Friedrich Wieck geboren. Mit dem Projekt CLARA19 ehrt Leipzig seine berühmte Tochter ein ganzes Jahr lang mit vielen kulturellen Höhepunkten.

Das umfangreiche Programm im Festjahr CLARA19 ist so facettenreich wie Clara selbst. Es geht über das Musikalische weit hinaus und verbindet die unterschiedlichen Kunstebenen und Altersgruppen. So stehen nicht nur Claras Kompositionen im Mittelpunkt des Festjahres, sondern auch ihre Künstlergemeinschaft mit Robert Schumann und ihre einzigartige internationale Konzerttätigkeit. Für hohen Kunstgenuss sowie für ausgelassene Festatmosphäre in der Stadt sorgen Projekte wie "Clara im Park" (02.-08.09.), organisiert von der Leipziger Notenspur. Eröffnet wird CLARA19 am 26. Januar 2019 um 19:30 Uhr mit einer Festveranstaltung in der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy". Den Höhepunkt der Feierlichkeiten stellen die Schumann-Festwochen vom 12. bis 29. September 2019 dar, die sich um Claras Geburtstag (13.09.1819) und Hochzeitstag (12.09.1840) ranken. Die Pianistin Lauma Skride setzt den Anfangs- sowie Schlusspunkt der Festwochen. Am 12./13. September 2019 interpretiert sie mit dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons im "Großen Concert" Clara Schumanns Klavierkonzert op. 7. Am 29. September 2019 konzertiert sie zusammen mit der Sopranistin Olena Tokar im Schumann-Haus. Großes steht am 14. September 2019 bevor: Das Schumann-Haus in Leipzig präsentiert sich mit einem neuen Museumskonzept, das in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Dr. Beatrix Borchard entstand. Gefeiert wird dies mit einem Inselstraßenfest.

Extra zum Jubiläumsjahr initiierte Gregor Nowak im Rahmen der Schumann-Festwochen ein separates Kammermusikfestival "10 für Clara" (18.-22.09.2019). Bei diesem Höhepunkt konzertieren zehn international geschätzte Künstler eine Woche lang gemeinsam an Orten, die 2018 mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurden. In "Claras Club" in der Inselstraße 18 geht es nach dem Konzert weiter. In lockerer Atmosphäre, untermalt mit DJ-Sets von Johannes Malfatti, wird geplaudert und ein erster Höreindruck auf den folgenden Abend gewährt. Für alle fünf Konzerte und drei Eintritte in Claras Club gibt es einen Festivalpass.

Weitere Höhepunkte im Jubiläumsjahr werden die Premiere des Leipziger Balletts im Schloss Lützschena im Rahmen "Tanz in den Häusern der Stadt" (16.05.), das "Festival Leipziger Romantik" (18.-21.05.), das Festival "Sommertöne" (14.-30.06.), die Premiere des Leipziger Tanztheaters in der Schaubühne (13.09.), "Adolf Südknecht kocht Clara Schumann" im Werk II (20./21.09.) und "Gespenstermärchen" in der Musikschule J. S. Bach (21.09.) sein.

Thematische Ausstellungen planen u.a. das Museum für Druckkunst Leipzig "Clara Schumann und der Musikverlag Breitkopf & Härtel" (03.03.-23.06.) und das Bach-Museum Leipzig "Anna Magdalena Bach - Fanny Hensel - Clara Schumann. Drei Künstler im Blick" (23.09.-19.01.2020). Das Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig bietet von März bis Dezember 2019 Sonderführungen unter dem Titel "Die Frau am Klavier" an. Spezielle Stadtrundgänge, darunter "Clara und Bach - Auf den Spuren zweier musikalischer Genies", können bei der Leipzig Erleben GmbH gebucht werden.

Clara Schumann verbrachte ihre ersten 25 Lebensjahre in Leipzig. Im Alter von neun Jahren gab sie ihr erfolgreiches Konzertdebüt im Leipziger Gewandhaus. Als anerkannte Künstlerin feierte sie in der Leipziger Zeit Konzerterfolge unter anderem in Paris, Wien, Kopenhagen und St. Petersburg und heiratete in Leipzig Robert Schumann. Anlässlich ihres 50-jährigen Künstlerjubiläums wurde sie 1878 im Leipziger Gewandhaus geehrt.

Bauhaus Jubiläum

Leipzig feiert zudem im Jahr 2019 gemeinsam mit weiteren Städten das 100-jährige Jubiläum der Bauhaus-Architektur. Die architektonischen Meisterwerke der 1920er und 1930er Jahre werden anhand von thematischen Ausstellungen sowie der Möglichkeit, sich selbst auf die Spuren des Bauhaus in Leipzig zu begeben, gewürdigt.

Im Jahr 1919 begann nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg in Deutschland ein neues Zeitalter, geprägt von gesellschaftlichen Umbrüchen. Die Architekten sahen sich vor der Aufgabe, den neuen Zeitgeist bautechnisch umzusetzen. Als Walter Gropius 1919 das Staatliche Bauhaus Weimar gründete, richtete er das Leitbild der Institution vor allem darauf aus, den Schülern des Bauhaus ein umfangreiches Wissen in Symbiose mit gestaltenden und praktischen Fähigkeiten zu lehren. Um die Lebens- und Wohnbedingungen der Arbeiter maßgeblich zu verbessern, wurde der Fokus klar auf zweckgerecht geformte Bauwerke gelegt, was vorherigen Stilrichtungen widersprach.

Auch die Leipziger Bauhaus-Architekten bündelten sowohl ihre individuellen Erlebnisse der Kriegs- und Nachkriegsjahre als auch Beispiele aus ihrem künstlerischen Umfeld in ihrer Arbeit. Stadtbaurat James Bühring nahm sich die Klinkerarchitektur als Vorbild für seine architektonischen Vorhaben in Leipzig. Daraus entstand gemeinsam mit den expressiven Konturen des Art déco eine Stilfusion, die im Volksmund "Zackenstil" genannt wurde. Der Leipziger Stadtbaurat Hubert Ritter war von dieser Fusion der Stilrichtungen beeindruckt und bezog sie in den Entwurf für den Bau des Grassimuseums und die Gestaltung der eindrucksvollen "Pfeilerhalle" ein. Sie gilt als einer der schönsten Innenräume des deutschen Art déco.

Die Entwürfe des kommunalen Bauens erhielten zunehmend eine Orientierung in Richtung des so genannten "Neuen Bauens", da Hubert Ritter von seinen Beziehungen zum Bauhaus in Dessau beeinflusst wurde. Vor allem der Bau von Wohnanlagen und die Großmarkthalle (heute Kohlrabizirkus) folgten diesem Architektur-Konzept. Die Nibelungensiedlung im Stadtteil Lößnig, die volkstümlich "Rundling" genannt wird, ist Zeugnis der modernen Bauhaus-Architektur Ritters. Die als Kreis konzipierte Wohnsiedlung mit mehreren Reihen ist so angelegt, dass sie den Wohnungen optimale Lichtverhältnisse gibt. Neben diversen Einfamilienhäusern zeugen vor allem die von Hans Heinrich Grotjahn entworfene Versöhnungskirche in Leipzig-Gohlis sowie die nahegelegene Krochsiedlung, von Hans Kroch mitgestaltet und mitfinanziert, von der Entwicklung der Bauhaus-Architektur in Leipzig.

Im Zuge des Bauhaus-Jubiläums 2019 können Interessierte ab dem 19. März 2019 die Ausstellung "Jan Tschichold - ein Jahrhunderttypograf? Blicke in den Nachlass" im Deutschen Buch- und Schriftmuseum besichtigen. Vom 18. April bis zum 29. September 2019 zeigt das GRASSI Museum für Angewandte Kunst die Ausstellung "Bauhaus_Sachsen". Diese widmet sich den in Sachsen gebürtigen und tätigen Bauhäuslern und deren Wirken. Denn sowohl auf den Grassimessen wie auch in den Hallen der Mustermesse fanden die ambitionierten Künstler ihr Podium für neue Gestaltungsideen. Auch das Museum für Druckkunst Leipzig würdigt das Bauhaus vom 30. Juni bis zum 27. Oktober 2019 mit der Ausstellung "Druckkunst 1919 - Das Bauhaus und seine Vorläufer im grafischen Gewerbe". Spezielle Lesungen, Führungen und Konzerte runden das Veranstaltungsangebot ab.

Weitere Informationen und Termine: www.leipzig.de/bauhaus100


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