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Reif für die Insel: Urlaub auf Malta


© Pixabay@kirkandmimi (CCO public domain)

Im südlichsten Zipfel Europas liegt ein kleiner, aber besonderer Inselstaat: Malta. Die nur 316 Quadratkilometer große Fläche ist aufgeteilt auf die Hauptinsel Malta und drei weiteren Inseln. Die kleine Inselgruppe liegt noch knapp 90 Kilometer weiter südlich als Sizilien zwischen dem Mittelmeer sowie dem Golf von Tunis und hat mit ihrem mediterranen Flair bereits zahlreiche Urlauber in ihren Bann gezogen.

Der Zwergenstaat Malta gilt als dicht besiedelt, gleichwohl auf den dazugehörigen Inseln fast niemand wohnt. Mit einer Gesamtfläche von der Größe Bremens ist es leicht, die Inselgruppe auch während eines kurzen Urlaubs zu erkunden. Auf der Hauptinsel Malta sowie auf der zweitgrößten Insel Gozo leben insgesamt rund 420.000 Einwohner. Auf der Insel Comino leben weniger als zehn Personen und auf der Insel Filfla niemand, weshalb zu diesem Eiland kein Zutritt erlaubt ist.

In den vergangenen Jahren hat der Zulauf auf die Insel stark zugenommen. Durch preisniedrige Flugangebote begünstigt, kommen jährlich fast 1,5 Millionen Flugreisende auf die Inselgruppe. Grund genug, den Fluss der Reisenden durch das maltesische Reise- und Tourismusgesetz (von 1999) und ein eigenes Fremdenverkehrsamt MTA zu regeln. Der Tourismus beschert der kleinen Inselgruppe immer noch ihre Haupteinnahmequelle.

Mediterrane Vergnügungen

Nie war es so einfach wie heute, auf Malta einen Urlaub zu buchen, zum Beispiel bei Nix-wie-weg. Malta offeriert Urlaubern und Liebhabern der südlichen europäischen Regionen viele Vorzüge. Zum einen sorgt das dortige Klima für ideale Bedingungen in Bezug auf einen Sommerurlaub am Meer. Malerische Badestrände und -buchten mit türkisfarbenem Wasser sowie einer durchschnittlichen Badetemperatur von 23 Grad bieten beste Voraussetzungen dafür. Hier sind einige Badeorte zu nennen, die besonders malerisch sind. Schon die Namen klingen verführerisch: Die Ramla Bay auf der Insel Gozo gilt als einer der schönsten Strände, auch die sogenannte Blaue Lagune auf der Insel Comino oder die Golden Bay im Nordwesten Maltas sind heiß begehrt. Viele kleine Fähren, Schnellboote und Ausflugsschiffe pendeln zu diesen Badeplätzen. Deshalb ist es mittlerweile ratsam, in den frühen Morgenstunden zu kommen, um die großen Besuchermassen zu vermeiden.

Alle Liebhaber von Italien-Reisen finden auf Malta die Vorzüge der mediterranen Lebensweise wieder: das warmgemäßigte Kontinentalklima, die köstliche Küche und die sonnige Mentalität der Südeuropäer. Allein die Geografie der Insel ist von bizarrer Schönheit. Beinahe die ganze Insel ist von einer schroffen Felsküste umgeben, wo die Sandstrände zuweilen eingebettet sind. Dieses Landschaftsbild wird nur durch wenig Grün durchbrochen, etwa von Agaven, Fächerbäumen oder dem Feigenkaktus.

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Steinige Felsformationen und Grotten ziehen sich wie ein Band um die Inseln von Malta

Weltkulturerbe und Kulturhauptstadt Valletta

Wer von Malta das erste Mal ein Bild bekommt, sieht meist die historischen Festungsmauern von der Hauptstadt Valletta. Die wechselvolle Geschichte Maltas hat hier eindrucksvolle und weltberühmte Zeugnisse hinterlassen – diese sind so erhaltenswert, dass Malta im Jahr 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Die kleinste Hauptstadt innerhalb der Europäischen Union war einst eine der bestgesichertsten Hauptstädte weltweit. Ein Ring aus schützenden Bastionen sicherte die Stadt, allesamt benannt nach Heiligen, die den Schutz noch verstärken sollten. Als die Stadt 1566 gegründet wurde, hatten die Ritter des Malteserordens beschlossen, eine strategisch wirksame Festung dort zu errichten. Die eindrucksvollen Mauern dieser Zeit sind auch heute noch gut erhalten. Der Großmeisterpalast oder die Sacra Infermeria geben Zeugnis von der Architektur, die die Johannisritter damals einsetzten.

Valletta feiert dieses Jahr ihren Status als einer der zwei Kulturhauptstädte Europas. Die Bedeutsamkeit der Stadt und ihrer Geschichte ist größer als ihre realen Ausmaße. So wird mit dem ganzjährigen Ereignis des „Valletta 2018“ die Feier der Hauptstadt auf die ganze Inselgruppe ausgedehnt. Ein prall gefüllter Veranstaltungskalender zeugt davon: Viele Events, Festivals oder religiöse Feierlichkeiten vermitteln einen Einblick in die vielfältige Kultur des Inselstaates und der Malteser selbst.

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Im Innenhof des Großmeisterpalastes in Valletta atmet man Geschichte

Filmreife Kulisse

Durch Valletta zu laufen, ist wie durch ein großes Freilichtmuseum zu gehen. Überall gibt es historische Bauwerke und kleine Gassen, die zum ausgiebigen Bummeln einladen. Die Sehenswürdigkeiten von Valletta liegen alle nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß erkunden.

Der gesamte kleine Inselstaat strotzt vor Zeugnissen aus seiner langen und wechselvollen Geschichte. Schon 4000 Jahre vor Christus wurden auf der Insel Malta große Tempelanlagen errichtet, wovon die Tempelreste von Hagar Qim oder Mnajdra zeugen. In der Zeit um 2500 nach Christi erfolgte eine Neubesiedelung und aus der Bronze-Kultur und der Zeit der Phönizer gibt es Reste von Kolonien auf den Inseln.

Die historischen Bauwerke und ihre Überreste sind nicht nur weltberühmt, sie dienten ebenso Filmemachern als Kulisse für berühmte Historienfilme made in Hollywood. So ist der von Wolfgang Petersen gedrehte Blockbuster „Troja“ (mit Brad Pitt in der Hauptrolle) an mehreren Orten auf Malta entstanden. Was wie vor den Toren Trojas wirken soll, wurde zu großen Teilen auf dem Gelände des Fort Ricasoli gedreht, einer spanischen Festung des 17. Jahrhunderts. Auch die Blaue Lagune auf der Insel Comino oder kleine Buchten dienten als Filmkulisse für die Bebilderung der Geschichte um den Kampf um Troja.

Der Malteser Stern in Deutschland

Der Malteserstern ist ein weißer Stern auf rotem Grund. Er ist nicht nur das Wahrzeichen von Malta, er steht ebenfalls für den Malteser Ritterorden. Hierzulande taucht dieser Stern auf vielen Rettungsfahrzeugen auf und dient als Zeichen für den Malteser-Hilfsdienst. Er ist ein Symbol für einen der ältesten Krankenpflegeorden der ganzen Christenheit. Der Ordern, der früher Söldner für die Verteidigung von Kranken und Pilgern beschäftigte, hat die Grundlage gelegt für eine Assoziation, die auch heute noch im Sinne der Ordensgründer handelt: Hilfe für Bedürftige und Ärmere.

Der Malterstern ist heute das Logo der Johanniter Unfall-Hilfe und des Malteser Hilfsdienstes. Als Orden wird er ebenfalls verliehen, in Form eines Johanniterkreuzes. Ursprünglich wurde dieses Sinnbild im Jahr 1530 erschaffen und stand für den Orden des heiligen Johannes. Ein weiteres Symbol dafür, wie die bedeutsame Geschichte Maltas auch weit über Landes- und Zeitgrenzen weiterwirkt.


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