Suche
Absenden Suche
Seite drucken

Newsarchiv

Klein Dubai in der Nordsee?

Ein Hamburger Unternehmer plant, die Fläche Helgolands zu verdoppeln. Durch Sandaufschüttung soll das Eiland mit der vorgelagerten Düne verbunden werden. Die Tourismusbranche sieht schon goldene Zeiten auf sich zukommen, ob das Projekt tatsächlich realisiert werden kann und wird ist jedoch noch unklar.

Im Jahr 1720 wurden beide Inseln durch eine Sturmflut voneinander getrennt, nun will der Hamburger Unternehmer Arne Weber dies wieder rückgängig machen. Spundwände sollen in den Nordseeboden getrieben, anschließend Sand aufgeschüttet werden. Insgesamt soll eine Fläche von rund 100 Hektar dem Meer wieder entrissen werden. Auf der neuen Landverbindung sollen Hotels, ein Yachthafen und ein Anleger für Kreuzfahrtschiffe Platz finden. So wollen die Initiatoren das touristische Image Helgolands aufpolieren und neue Besucher auf die Insel locken.

Technische Umsetzung kein Problem

Dass solche Landgewinnungen technisch machbar sind, sieht man in den Niederlanden und aktuell in Dubai, wo unzählige künstliche Inseln im Meer entstehen. Auch eine Machbarkeitsstudie der Technischen Universität Hamburg-Harburg kam zu einem positiven Ergebnis. Alleine in der Bauphase soll das Projekt zudem schon 200 neue Arbeitsplätze schaffen. Unklar ist allerdings zurzeit noch, wer das 80 Millionen Euro teure Projekt finanzieren soll. Erste Investoren sollen sich aber schon gemeldet haben.

Zustimmung noch unklar

Ob die Helgoländer selbst sich für die Idee begeistern, ist aber ebenfalls noch nicht sicher. Bürgermeister Frank Botter kündigte an, dass man die Pläne genau prüfen wolle. Widerstand kommt derzeit vor allem von Seiten der Umweltschützer, die den Bestand der Kegelrobben auf der Insel bedroht sehen. Es wird also noch einige Diskussionen geben, bevor der erste Pfahl in die Nordsee gerammt wird.


Weitere News:


Alle Angaben ohne Gewähr