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Unterwegs mit flixbus.de – ein Testbericht

Seit dem 1. Januar 2013 dürfen Fernbusse von Unternehmen angeboten werden. Im Vergleich zur Deutschen Bahn, so lautet der werbliche Tenor sämtlicher Fernbusanbieter, würden ihre Angebote preiswerter ausfallen. smavel.com wollte es genau wissen und fuhr mit dem Bus von Köln nach Frankfurt.

Eine Bahnfahrt zwischen Köln und Frankfurt dauert je nach Route zwischen einer und knapp drei Stunden und kostet regulär zwischen 49 und 69 Euro – im günstigsten Fall ist eine Fahrt bereits für 19 Euro zu haben. Mit dem Fernbus legt man besagte Strecke (von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof) in zweieinhalb Stunden zurück und zahlt 30, im günstigsten Fall 15 Euro – so viel zu den Rahmenbedingungen.

Bereits in der weiteren Reiseplanung sind einige Unterschiede zwischen Bus und Bahn auszumachen. Die Bahn fährt häufiger, per Bus ist man an eine Handvoll Abfahrtszeiten gebunden. War in den Medien in den vergangenen Wochen vor allem von ALDI als günstigem Fernbus-Anbieter die Rede, so vertraute sich der smavel-Reporter dem Unternehmen flixbus.de an, welches im Gegensatz zum Discounter nicht nur morgens gen Main reist.

Die Buchung: Einfach auswählen

Die Buchung selbst geht ziemlich unkompliziert von der Hand: Lediglich Wunschtermin, Startzeit und die Anzahl der Tickets sind festzulegen, schon kann der Bestellvorgang abgewickelt werden. Meldet man sich bei flixbus an, lässt sich per Kreditkarte oder Lastschrift bezahlen – ohne Anmeldung gelingt lediglich die Zahlung per Kreditkarte. Am Ende des Bestellvorgangs steht ein pdf-Ticket, welches dann in ausgedruckter Form einen QR-Code enthält.

An dieser Stelle musste unser smavel-Schreiber noch ein paar Tage auf seinen Reiseantritt warten, sodass ein wenig über den angestrebten Komfort der flixbus -Busse in Erfahrung zu bringen war. Erste Überraschung: sämtliche Busse sollen wohl über eine kostenlose WLAN-Schnittstelle für jeden Fahrgast verfügen – das bietet die Bahn leider nicht. Auch gibt es ein überschaubares, aber vergleichsweise günstiges Angebot an Speisen und Getränken – es kann also losgehen.

Am Treffpunkt: Bessere Markierung erwünscht

Gut eine halbe Stunde vor Reisebeginn fand sich unser Schreiberling auf der Rückseite des Kölner Hauptbahnhofs ein und wartete auf den markant eingefärbten Bus von flixbus, welcher schlussendlich auch ziemlich pünktlich an der Haltestelle eintrudelte. Diese ist allerdings nicht auf den ersten Blick auszumachen. So sollte man sich gerade bei seiner Premieren-Fahrt rechtzeitig auf dem Gelände einfinden, um den richtigen Bussteig ausfindig machen zu können.

Der Busfahrer öffnet den Kofferraum und kontrolliert schließlich die Tickets, welche ausgedruckt oder via Smartphone und Tablet gezeigt werden konnten. Auch lassen sich direkt vor Ort noch Fahrscheine erwerben – dann fällt allerdings die lohnenswerte Sparpreisoption weg.

Der Bus: modern und komfortabel

Sitzplätze gab es reichlich im modernen Bus, der über ICE-ähnliche Beinfreiheit verfügt. Man konnte es sich also durchaus bequem machen. Als Bonbon stand WLAN sogar kostenlos zur Verfügung. Während der smavel-Testfahrt konnte eine Download-Bandbreite von bis zu 2,5 MBit/s erreicht werden. Allerdings bricht die Verbindung unterwegs gelegentlich ab – was unter dem Strich zu verschmerzen ist, wenn man schauen möchte, wie es gerade beim Fußball steht, was auf Facebook los ist oder ob neue E-Mails eingetroffen sind. Gegen selbst mitgebrachte Speisen und Getränke hatte der Busfahrer auf der Köln-Frankfurt-Tour augenscheinlich nichts einzuwenden, außerdem besteht die Möglichkeit, diverse Kleinigkeiten im Bus zu erwerben.

So erreichte der flixbus.de-Bus am Ende pünktlich den Frankfurter Bahnhof auf der Südseite, sodass man direkt Anschlussbahnen rund um ebendiesen erreichen konnte.

Fazit: Der Fernbus als gute Bahnalternative

Der Tester zeigte sich begeistert ob der Bahnalternative und fuhr sicherlich nicht das letzte Mal mit einem Fernbus. Besonders gefallen haben der unkomplizierte Buchungsvorgang sowie der Sitzkomfort im Bus. Auch die Möglichkeit des kostenlosen WLAN-Angebots soll an dieser Stelle nicht unterwähnt bleiben.

Nachtrag: Die Rückfahrt wurde von einem Partner-Unternehmen durchgeführt, welches über ebenso moderne Busse verfügt. Allerdings wurde auf dieser Fahrt leider kein WLAN angeboten. Immerhin: Auf der Autobahn fand der Tester nahezu überall die Möglichkeit per HSPA im Internet zu surfen – ein Buch im Reisegepäck schadet allerdings natürlich auch nicht.


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