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Länder

Malediven: Türkisblaues Idyll

 Der Anflug zählt zu den letzten Abenteuern des touristischen Zeitalters. Eine Landebahn, nur unwesentlich kürzer als die Insel. Piloten, die das auf die leichte Schulter nahmen, fanden sich unvermittelt im Ozean wieder. Doch in der Regel geht alles gut. Und so können Urlauber den Sinkflug ganz entspannt genießen: Inseln, wie mit dem Pinsel hingetupft auf eine türkisfarbene Leinwand. Ein Eiland schöner als das andere.

Die Malediven: tropisches Paradies am Äquator etwa 700 Kilometer südwestlich von Indien. Es besteht aus zwei ringförmigen Atolls, einem nördlichen und einem südlichen. In der Mitte: Male, Regierungssitz und größte Insel von allen. Von den rund 1.200 Inseln sind 93 touristisch erschlossen. Keine einzige davon ragt mehr als 1,50 Meter über den Meeresspiegel. Und keine ist so groß, als dass ihre Umrundung mehr als eine Stunde dauern würde. Jede der Touristeninseln besitzt maximal eine Ferienanlage. Kein Gebäude darf die höchste Palme überragen.

Die Malediven - ein Paradies für Sonnenanbeter, Schwimmer, Schnorchler und Taucher. Mit seinen Korallenriffen und dem glasklaren Wasser bietet es optimale Bedingungen. Beste Ansichten bietet die Riffkante am Hausriff. In den fein verästelten Korallenlandschaften sind farbenprächtige Tiere in überbordender Zahl Zuhause. Trompeten- und Kofferfische, Hummer, Rochen, Kraken, Schnecken und Muscheln. In tieferen Tiefen und in den strömungsreichen Gewässern der Riffkanäle lassen sich Grau-, Weißspitzen- und Ammenhai bewundern. Im freien Meer vor den Atollen sind Thun- und Schwertfische, Delfine und Wale unterwegs.

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© sevencluster / pixelio

 Farbenpracht und Artenvielfalt sind mittlerweile allerdings bedroht. Die Erwärmung der Weltmeere belastet das Ökosystem der Korallenriffe nachhaltig. Nach einer drastischen Verschlechterung in den siebziger und achtziger Jahren haben sich mittlerweile aber vielerorts die Korallenbänke wieder erholt. Dies sei allerdings noch kein Grund zur Entwarnung, so die Wissenschaftler. Um die Unterwasserwelt nicht über Gebühr zu belasten, gibt es auf den Malediven strikte Regeln für das Bewegen unter Wasser: Anfassen verboten, angeln und fischen nur mit Sondergenehmigung. Haifische dürfen nicht gefangen werden, Schildkröten stehen unter Artenschutz.

Wer auf die Malediven reist, sollte das mit festen Vorstellungen tun. Denn jenseits der Stille und unter Wasser gibt es hier nur wenig zu entdecken. Ein touristisches Rahmenprogramm wird nur auf einigen wenigen Inseln geboten, das Nightlife beschränkt sich häufig auf die wenigen Meter rund um die Strandbar. Weil solch idyllische Bedingungen durchaus ihren Reiz haben, sind die Malediven gerade bei Paaren sehr beliebt - egal, ob mit oder ohne Tauchschein. Gegen sechs Uhr am Abend fällt die Sonne ins Meer und es ist von jetzt auf gleich stockdunkel. Ideale Bedingung für ein romantisches Tete a Tete am palmenumsäumten Strand.

Die Temperaturen liegen im Durchschnitt bei etwa 30 Grad, in der Nacht kühlt die Luft nur unwesentlich ab. Die Wassertemperatur beträgt rund 28 Grad. Im Juni und Juli herrscht der Monsun, so dass es zu starken Stürmen kommen kann. Mit tropischen Regenschauern ist immer zu rechnen. Und das ist gut so, bringen sie doch immer wieder Erfrischung. Von Deutschland fliegt man etwa zehn Stunden bis zu den Malediven. Im Winter beträgt der Zeitunterschied plus vier Stunden, im Sommer plus drei.

weitere Infos Lesen Sie unsere Reiseziel-Informationen für die Malediven



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