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Deutsche bleiben Reiseweltmeister - wenn sie Geld haben

Die Deutschen bleiben auch weiterhin Reiseweltmeister - zumindest wenn es um die Ausgaben für ihren Urlaub geht. Keine andere Nation lässt sich die "schönsten Wochen des Jahres" mehr kosten als die Bundesbürger. Allein für den Haupturlaub wird durchschnittlich über 1.000 Euro pro Person ausgegeben.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Tourismusanalyse 2012 der Stiftung für Zukunftsfragen, für die über 4.000 Personen repräsentativ befragt wurden. Allerdings zeigt sich mittlerweile auch beim Thema Reisen die zunehmende Spaltung der Gesellschaft. Mit dem Einkommen steigt auch die Reiselaune. Drei Viertel (79 %) der besserverdienenden Deutschen (Einkommen über 3.500 Euro) fahren in den Urlaub und geben dort etwa 1.300 Euro aus. Davon können die Geringverdiener (mit einem Einkommen von unter 1.500 Euro) nur träumen. Nur etwa halb so hoch ist ihr Urlaubsbudget (715 Euro) und auch die Reiseintensität ist deutlich geringer (36 %).

Kein Geld - keine Reise

Fehlende finanzielle Möglichkeiten erweisen sich auch bei den Nichtreisenden als der entscheidende Hinderungsgrund. Jeder zweite Daheimbleiber (50 %) führt unumwunden monetäre Gründe als Ursache für den Urlaub auf "Balkonien" an. Nachgeordnet werden auch gesundheitliche, persönliche, familiäre und berufliche Motive genannt. Die Angst vor Terroranschlägen oder Naturkatastrophen wird dagegen nur von einem Prozent als Hinderungsgrund genannt.

Der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Ulrich Reinhardt, fordert daher ein Umdenken bei den Anbietern: "Wenn die Tourismusbranche zukünftig mehr Kunden für sich gewinnen will, muss statt einer durchgängigen Angebotserweiterung auch eine Angebotsreduzierung in bestimmten Feriengebieten in Erwägung gezogen werden. Was zählt, ist in erster Linie die grundsätzliche Bezahlbarkeit des Angebots."


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