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Hawaii - Wandern im Paradies


© hawaii

Hawaii - Die meisten denken dabei an türkisblaues Wasser, Surfen, Hula-Reifen und Blumenkränze. Doch die Inselkette im Pazifischen Ozean, die zugleich den 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten bildet, hat weit mehr zu bieten, als die gängigen Klischees vermuten lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Wandertour?

Wer einen Wanderurlaub plant, denkt wohl kaum zuerst an Hawaii. Dennoch zeichnet sich in den letzten Jahren ein neuer Trend ab, was den Tourismus der Inselgruppe angeht: Statt die Strände von Hawaii mit dem Surfbrett unsicher zu machen, zieht es inzwischen immer mehr Besucher ins Innere des Landes. Und das nicht ohne Grund: Denn wer Hawaii von seiner schönsten Seite erleben möchte, sollte in Erwägung ziehen, Hawaii zu Fuß zu erkunden. Outdoor-Fans finden hier wahrlich eines der letzten Paradiese dieser Erde.

Wandern in der Vielfalt

Der schwarze Sand der Lavastrände, seltsam geformte Küstengebiete, weiße Buchten, umgeben von Palmenhainen, Vulkanlandschaften, Ehrfurcht einflößende Canyons, prächtige Regenwälder - wenn Hawaii sich auf eines versteht, dann auf seine atemberaubenden, kontrastreichen Naturkulissen. An kaum einem Ort sonst auf der Welt findet man eine solche Naturvielfalt. Ebenso abwechslungsreich sind die Wanderwege, die sogenannten Trails, die Hawaii zu bieten hat.

Schwarzer Sand und Stein

Wer es nicht eilig hat, sollte sich den Waianapanapa-Trail auf Maui vornehmen. Es gilt als einer der schönsten Wanderwege - nicht nur Hawaiis, sondern weltweit. Es macht ein wenig Mühe, bis man den Trail erreicht. Drei Stunden dauert es etwa, bis man mit dem Auto kurz vor Hana den Waianapanapa State Park erreicht. Vor allem der Teil des Trails, der nahe des ohnehin schon beeindruckenden Black Sand Beach mit seinem schwarzen Sand verläuft, bietet einmalige Felsformationen und Meereshöhlen zu bestaunen. Der Waianapanapa lädt dazu ein, über Nacht zu bleiben. Campingmöglichkeiten gibt es hier zur Genüge. Eines ist auf dem Waianapanapa jedoch Pflicht: Gute Wanderschuhe.

Paradies für Outdoorfans

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© Rainer Gebensleben / pixelio

Abwechslungsreich wird es auf der Princeville Ranch auf Kauai. Sie liegt am Kuhio Highway (State Highway 56). Das weitläufige Gelände ist ein wahres Paradies für Outdoor Fans und Trekking Freunde, denn hier kann man nicht nur Wandern, sondern auch ausgezeichnet Schwimmen, Tauchen, Raften, Kayak fahren und sogar mit dem Segelflieger abheben. Egal für welche Aktivität man sich entscheidet - alles findet vor der unvergleichlichen Naturkulisse Kauais statt: Felswände, Gebirgsflüsse, unendliches Grün und Wasserfälle sind nur einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die die Insel zu bieten hat.

Die raue Schönheit der Inseln

Anstrengend geht es auf dem Kukui Trail zu, welcher im Kokee State Park liegt und etwa 600 Höhenmeter hinab in den Waimea Canyon führt. Dieser Trail hat es in sich: Vier Kilometer misst der Weg, auf dem man ins Tal hinab- und anschließend wieder hinaufsteigt. Die doch recht heftige Steigung fordert die Kletterer, und auch gänzlich ungefährlich ist es hier nicht. Bei Regen ist der Pfad nicht passierbar, und da es hier bei starkem Sonnenschein sehr heiß und trocken werden kann, sind genügend Trinkwasser, Sonnenschutz und Hut sowie feste Wanderschuhe ein absolutes Muss. Doch die Strapazen lohnen sich: Allein der Panoramablick in den Waimea Canyon entschädigt für alles. Abschließend sollte man sich ein Bad im Waimea River keinesfalls entgehen lassen.

Der Weg durch den Sumpf

Feucht und mystisch ist das Alakai Moor auf Kauai. Kein Wunder, denn die Sumpflandschaft gilt als einer der feuchtesten Orte und ist zugleich das größte Hochmoor der Welt. Wie man hier wandern kann? Sehr gut sogar, denn im Jahre 1998 wurde ein Holzsteg errichtet, der Besucher sicher und trocken über weite Flächen des Moores geleitet. Normalerweise startet eine solche Tour am Puu O Kila Lookout am Highway 550. Der Steg, der den Namen Pihea Trail trägt, hat auf seinem Verlauf so manches Highlight zu bieten. So zum Beispiel den Pihea Vista Aussichtspunkt nach etwa 1,5 km. Der dortige Ausblick über den Kokee State Park und die Insel Kauai ist schlichtweg atemberaubend. Ebenso darf man sich auf einige plötzliche Vegetationswechsel freuen, die schon so manchen Wanderer urplötzlich zum Staunen brachten. Am Ende des Weges liegt schließlich der Kilohana Lookout, der bei klarem Wetter einen wundervollen Blick bis zur Hanalai Bay bietet.

Ein Blütenkranz mit auf den Weg

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© stock.xchng

Wie man sieht, bietet Hawaii weitaus mehr, als seine bekannten Klischees vermuten lassen. Allen voran Naturfans, Wanderfreunde und Trekking-Begeisterte kommen hier mehr als nur auf ihre Kosten. Es lohnt sich also, einige Abstecher zu Hawaiis Wanderrouten, die es quasi auf jeder der Inseln gibt, in seine Urlaubsplanung mit einzubeziehen. Und auf einen Lei (der beliebte hawaiianische Blütenkranz) muss man dabei gewiss nicht verzichten.


Sie würden in Hawaii doch lieber surfen? Dann auf zum Traumstrand Kailua Beach.



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