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Frauenfußball Weltmeisterschaft 2011

Im Juni und Juli 2011 findet in Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen statt. Gastgeberland Deutschland ist zugleich Titelverteidiger. 16 Frauen-Teams kämpfen zum sechsten Mal um den begehrten WeltmeisterINNEN-Titel. Ob sich das Sommermärchen von 2006 diesmal unter weiblicher Führung wiederholen lässt?

Neben den von der FIFA WM 2006 der Herren bekannten Stadien in Berlin und Frankfurt zählen Augsburg, Bochum, Dresden, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg zu den Austragungsstädten. Vom 26. Juni bis zum 17. Juli findet das Großereignis statt.

Deutschland - Land des Frauenfußballs

Ausgerichtet wird die Frauen-Weltmeisterschaft 2011 vom Deutschen Fußball-Bund. Als der DFB bei der Sitzung des Exekutiv-Komitees des Fußball-Weltverbandes (FIFA) im Jahre 2007 den Zuschlag erhielt, war die Freude immens. Denn der DFB glaubt an "seine Mädels". Es sprechen viele gute Gründe für Deutschland als Austragungsort und für den Frauenfußball an sich. Und das beste, überzeugendste Argument sind die Damen selbst, deren Ziel es in den letzten Jahren immer war, den Frauenfußball von seinem Kuriositäten-Status zu befreien, und andererseits Deutschland selbst zum Land des Frauenfußballs schlechthin aufsteigen zu lassen. In großen Teilen war dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt. Wie den Frauen das gelang? Durch Taten natürlich. Durch Siege bei allen bedeutenden Spielen. Auch im Ausland ist die deutsche Nationalmannschaft eine geschätzte, wenn nicht sogar gefürchtete Gegnerin.

Die Zukunft liegt im Mädchenfußball


Und damit nicht genug: Die Nationalspielerinnen sind Vorbilder. Den wenigsten Fußballfans ist bewusst, dass Mädchenfußball das am stärksten wachsende Segment im DFB ist. Durch die Ausrichtung der WM könnte dieses Potenzial weiter ausgeschöpft werden. Das Ziel ist demnach klar: Ein neues Sommermärchen soll die Frauenfußball WM werden, und vielleicht sogar den lange erhofften internationalen Durchbruch im sonst eher stiefmütterlich behandelten Frauenfußball herbeiführen.

Ein Spiel mit Tradition

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Dabei ist es sowohl verwunderlich als auch bedauerlich, dass der Frauenfußball noch immer nicht so ernst genommen wird, wie er sollte. Schließlich sind Fußball spielende Frauen genauso alt wie die Sportart selbst. Im 12. Jahrhundert beteiligten sich in Frankreich Frauen ebenso wie die Herren der Schöpfung an einem Spiel namens la soule, welches als früher Fußball-Vorläufer gilt. Auch als im Jahre 1863 die Regeln des Spiels international vereinheitlicht wurden, waren Mädchen, vor allem in England, eine Selbstverständlichkeit auf vielen Sportplätzen an britischen Schulen.

Geschichtsträchtiger Frauenfußball

Seine Hochzeit erlebte der Frauenfußball in einer der dunkelsten Stunden deutscher Geschichte: Als im ersten Weltkrieg die klassische Rollenverteilung von Männern und Frauen aufgebrochen wurde, weil die Männer gezwungen waren, in den Krieg zu ziehen, eroberten die plötzlich emanzipierten Frauen alle Bereiche des Lebens, die sonst den Herren vorbehalten gewesen waren - so auch den Fußball. Der bis heute von Frauen gespielte Fußball unterscheidet sich übrigens hinsichtlich seiner Regeln, seiner Spielweise und den taktischen und strategischen Grundregeln in keiner Weise vom Fußball der Männer.

Vielleicht war es die Schuld einer Reihe beleidigter Männer, dass nach dem Ersten Weltkrieg Fußball plötzlich zunehmend als für die holde Weiblichkeit unschicklich angesehen wurde. Bereits 1921 hatte die Football Association den Frauen in England die Benutzung der Stadien verboten. Fußball sei für Frauen "nicht geeignet und sollte deshalb nicht gefördert werden". Mit ähnlicher Begründung verbot 1955 der DFB das Fußballspielen mit Damenmannschaften.

Doch das "schwache Geschlecht" ließ sich den Ball nicht einfach so wegnehmen: Sportbegeisterte Frauen begannen sich in eigenen Vereinen zu organisieren. Das "Sportgirl" kam in Mode. Und egal wie viele Gynäkologen,die drohende Vermännlichung der Spielerinnen durch den Sport, sowie die gefährliche Ablenkung von ihrer eigentlichen Bestimmung, der Mutterschaft, predigten - nichts konnte die Frauen über kurz oder lang aufhalten. Das Fußballverbot jedoch blieb noch lange Zeit bestehen. Erst am 31. Oktober 1970 hob der DFB das Frauenfußballverbot wieder auf.

2011 - Das Jahr des Frauenfußballs

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Heute schreiben wir das Jahr 2011. Und selbst wenn Frauenfußball seit vielen Jahren nicht mehr verboten ist, so werden die kickenden Frauen bis heute nicht wirklich ernst genommen. Vielleicht ist die kommende WM der Befreiungsschlag, auf den die Welt wartet. Fest steht: Ein Ereignis wird die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft zweifelsohne. Vielleicht nicht so sehr als Party auf Deutschlands Straßen, wie man es den Damen wünschen würde -  aber dass Fußball-Frauen sich davon nicht unterkriegen lassen, beweist die Geschichte.

Die smavel Redaktion begeistert sich nicht nur für Fußball, sondern findet auch, dass speziell die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft eine tolle Sache ist, die es zu unterstützen gilt. Deswegen stellen wir in einem Special alle Städte vor, die als Austragungsorte für die Frauenfußball WM ausgewählt wurden.

Mehr Informationen zu den Austragungsorten der Frauenfußball-WM 2011:

Augsburg

Berlin

Bochum

Dresden

Frankfurt

Leverkusen

Mönchengladbach

Sinsheim

Wolfsburg

Der Spielplan im Städte-Überblick:

Augsburg Vorrunde
Vorrunde
Vorrunde
Viertelfinale
29.06.2011, 15.00 Uhr
02.07.2011, 14.00 Uhr
05.07.2011, 18.15 Uhr
10.07.2011, 13.00 Uhr
Norwegen - Äquatorial-Guinea
Nordkorea - Schweden
England - Japan
Sieger Gruppe C - Zweiter Gruppe D
Berlin Vorrunde 26.06.2011, 18.00 Uhr Deutschland - Kanada
Bochum Vorrunde
Vorrunde
Vorrunde
Vorrunde
27.06.2011, 15.00 Uhr
30.06.2011, 18.00 Uhr
03.07.2011, 14.00 Uhr
06.07.2011, 20.45 Uhr
Japan - Neuseeland
Kanada - Frankreich
Australien - Äquatorial-Guinea
Nordkorea - Kolumbien
Dresden Vorrunde
Vorrunde
Vorrunde
Viertelfinale
28.06.2011, 18.15 Uhr
01.07.2011, 18.15 Uhr
05.07.2011, 20.45 Uhr
10.07.2011, 17.30 Uhr
USA - Nordkorea
Neuseeland - England
Kanada - Nigeria
Sieger Gruppe D - Zweiter Gruppe C
Frankfurt Vorrunde
Vorrunde
Halbfinale
Finale
30.06.2011, 20.45 Uhr
06.07.2011, 18.00 Uhr
13.07.2011, 20.45 Uhr
17.07.2011, 20.45 Uhr
Deutschland - Nigeria
Äquatorial-Guinea - Brasilien
Sieger VF 2 - Sieger VF 3
Sieger HF 1 - Sieger HF 2
Leverkusen Vorrunde
Vorrunde
Vorrunde
Viertelfinale
28.06.2011, 15.00 Uhr
01.07.2011, 15.00 Uhr
06.07.2011, 18.00 Uhr
09.07.2011, 18.00 Uhr
Kolumbien - Schweden
Japan - Mexiko
Australien - Norwegen
Sieger Gruppe B - Zweiter Gruppe A
Mönchengladbach Vorrunde
Vorrunde
Halbfinale
29.06.2011, 18.15 Uhr
05.07.2011, 20.45 Uhr
13.07.2011, 18.00 Uhr
Brasilien - Australien
Frankreich - Deutschland
Sieger VF 1 - Sieger VF 4
Sinsheim Vorrunde
Vorrunde
Vorrunde
Spiel um Platz 3
26.06.2011, 15.00 Uhr
02.07.2011, 18.00 Uhr
05.07.2011, 18.15 Uhr
16.07.2011, 17.30 Uhr
Nigeria - Frankreich
USA - Kolumbien
Neuseeland - Mexiko
Verlierer HF1 - Verlierer HF 2
Wolfsburg Vorrunde
Vorrunde
Vorrunde
Viertelfinale
27.06.2011, 18.00 Uhr
03.07.2011, 18.15 Uhr
06.07.2011, 20.45 Uhr
09.07.2011, 20.45 Uhr
Mexiko - England
Brasilien - Norwegen
Schweden - USA
Sieger Gruppe A - Zweiter Gruppe B


Alle Angaben ohne Gewähr