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Spanien: Weihnachtsshopping ganz mediterran

Selbst Schuld, wer wieder einmal auf den letzten Drücker Geschenke besorgen muss. Weitaus entspannter, wenn man die Weihnachtseinkäufe während des Urlaubs erledigen kann. Von Andalusien bis zur Costa Brava, von Córdoba bis Madrid - allerorten gibt es gute Gelegenheiten, dem Weihnachtsstress ein Schnäppchen zu schlagen.

Im Hinterland von Alicante und der Costa Blanca, werden Kinderträume wahr. Die kleinen Städte Ibi, Castalla und Onil sind berühmt für ihre außergewöhnlichen Puppen und Spielzeuge. Absolut erwachsenenkompatibel ist hingegen das berühmte Spielzeug-Museum in Ibi. Unweit liegt Jijona, die Hochburg des Turrón, einer Süßigkeit aus Mandeln, Honig, Zucker, Ei und Nüssen, die in den verschiedensten Sorten auf keinem spanischen Weihnachtstisch fehlt. Auch dort gibt es ein Museum, das Appetitliches rund um die Weihnachtsleckerei präsentiert. Turrón ist an Weihnachten in Spanien so beleibt wie hierzulande das Marzipan. Berühmtester Herkunftsort ist Toledo - eine Stadt, die obendrein lebendige Geschichte und historische Bauwerke zu bieten hat.
 
Freunde der Schmiedekunst kommen hier auf ihre Kosten, ist doch Toledo seit dem Mittelalter weltberühmt für seine Schwerter und Waffen. Nirgends finden sich noch heute so viele Kunsthandwerker wie in Toledo, die die Technik des ehemals von den Mauren stammenden Damasquinado beherrschen. Mit einer Nadel werden dabei in Feinarbeit Ornamente auf Gold eingraviert und häufig noch mit Edelsteinen verziert. Herrlicher Wandschmuck, wie goldene Teller, aber auch Ohrringe und Ringe, gibt es in dieser ganz speziellen kunsthandwerklichen Verarbeitung zu kaufen.

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Das Lederkunsthandwerk wurde in Spanien von den Mauren eingeführt. Araber lehrten die Kunst der Verarbeitung, die nach und nach mit Elementen der Gotik, der Renaissance, des Barock und Rokoko verquickt wurde. Die Lederarbeiten aus Córdoba, bekannt als "Cueros de Córdoba" waren bald in Europa und selbst in Lateinamerika gefragt. Noch heute arbeiten die kleinen Familienwerkstätten und Ateliers in den engen Gässchen der Judería Córdobas mit ihren typischen weiß getünchten Häusern, den schmiedeisernen Gittern und bunten Blumenkästen vor den Fenstern nach traditionellen Vorgaben.
 
Shopping in Granada, bedeutet vor allem eine Begegnung mit dem Kunsthandwerk, das seine Ursprünge in der Zeit der Maurenherrschaft hatte. Als letztes maurisches Reich in Spanien entwickelte sich dort unter den Nasriden ein eigenständiges Kunsthandwerk, das bis heute besteht. Die Produktpalette der granadinischen Keramik ist breit: Von Vasen über Blumentöpfe, Tellern und Salatschüsseln, Kerzenständern und Aschenbechern bis zu den typischen Kacheln, den Azulejos, ist fast alles zu finden. Sehenswert: das vergoldete Steingut von Al Yarrar, einer Werkstatt im Albaicín-Viertel, dessen Stil stark von der traditionellen marokkanischen Keramik mit andalusischen Wurzeln aus Fez inspiriert ist.
 
In Madrid findet sich alles, was das Herz begehrt. Insbesondere wer Modisches sucht, ist auf den Shopping-Meilen der Kapitale gut aufgehoben. In der einstigen Stadt der großen Maler und Künstler wie Quevedo, Cervantes, Góngora, Velázquez oder Lope de Vega ist heute die Avantgarde der spanischen Mode zu Hause. Sie wird geprägt und angeführt von einigen jungen Designern wie Miriam Ocariz, Maria Calero, oder Yono Taola. Internationale Designermode findet man vor allem in den Einkaufsstrassen des Stadtviertels Salamanca. Im alten Zentrum der Innenstadt rund um die Gran Via und Calle Mayor hingegen befinden sich noch zahlreiche klassische Traditionsgeschäfte. Weitere Informationen gibt es unter www.descrubremadrid.com und www.madridshoppingtour.com.

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