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Deutsche knausern bei Urlaubsplanung

Städtereisen liegen im Trend. Wer übers Wochenende verreisen möchte, erhofft sich ein günstiges Angebot, um den Geldbeutel zu schonen. Doch wie realistisch ist die Zahlungsbereitschaft der Deutschen wirklich? Fast alle Zimmerpreise werden dabei unterschätzt. Die Deutschen scheinen extrem zu geizen.

Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts UMA. Betrachtet man die Top 10 der beliebtesten deutschen Städtereiseziele, welche Berlin, München, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dresden, Stuttgart, Nürnberg und Hannover sind, lagen die Umfrageteilnehmer richtig mit der Vermutung, dass sie in München am tiefsten in die Tasche greifen müssen: Hier kostet eine Übernachtung durchschnittlich 101 Euro. Auch wenn die Teilnehmer für München höchste Zahlungsbereitschaft zeigten, lagen sie mit 91,10 Euro dennoch unter dem Durchschnittspreis. Einen weiteren Treffer landeten die Teilnehmer beim Thema Berlin, indem sie die Stadt als drittteuerste einstuften, was sie tatsächlich auch ist. Der Wunschpreis lag hier bei 87,73 Euro, der tatsächliche Durchschnittspreis jedoch bei 93 Euro. Den deutlichsten Unterschied gab es für Frankfurt am Main: Hier möchten die Studienteilnehmer für eine Übernachtung lediglich 81,59 Euro ausgeben. Tatsächlich müssten sie aber im Schnitt 100 Euro auf den Tisch legen – eine Differenz von 18,41 Euro.

Preisvorstellungen unrealistisch

Generell scheinen die Deutschen bei ihrer Urlaubsplanung recht knauserig zu sein: Bei allen zehn Städtereisezielen lag die Zahlungsbereitschaft unter den tatsächlichen Durchschnittspreisen - einzige Ausnahme bildete hier Dresden. Für die barocke Stadt an der Elbe waren die Studienteilnehmer bereit, 77,79 Euro für eine Hotelübernachtung zu zahlen.

Im Rahmen der Umfrage wurden 1.028 Teilnehmer mittels einer Conjoint-Methode befragt, wie viel sie für eine Übernachtung bereit wären zu zahlen. Per Zufallsprinzip wurden jedem Teilnehmer drei deutsche Städtereiseziele angezeigt, bei denen sie den für sie angemessenen Preis wählen konnten. Dabei konnten sie zwischen den vorgegebenen Preisspannen „bis 60 Euro“, „60 bis 100 Euro“ und „über 100 Euro“ wählen.


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