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Themenreisen

Heiße Pötte, warme Bäder – Wellness-Urlaub in Island


© island

Heiße Quellen, zischender Dampf und brodelnde Schlammlöcher. Island macht sich seine hohe vulkanische Aktivität nicht nur für die Gewinnung erneuerbarer Energien zunutze, sondern auch für die Regenerierung der Lebens-Energie seiner Einwohner und Gäste. Besonders beeindruckende Wellnessbäder finden sich in der Spa City Islands: Reykjavik.

Die Erfahrung der Isländer mit den Heilkräften des Thermalwassers geht auf Jahrhunderte zurück. Stets hat sich der Zustand von kranken und behinderten Menschen durch regelmäßiges Schwimmen und Gymnastik im Wasser beachtlich verbessert - nicht nur in Island. Die heilende Kraft des Thermalwassers wurde von Spezialisten weltweit untersucht.

Baden mit Kultur

Vielleicht liegt es unter anderem daran, dass die Lebenserwartung der Isländer mit 81,3 Jahren bei Frauen und 76,4 Jahren bei Männern an der Weltspitze liegt. Island, der zweitgrößte Inselstaat Europas und die größte Vulkaninsel der Welt, besticht vor allem durch eine einzigartige Naturlandschaft, den Charme seiner Einwohner und eine außergewöhnliche Kultur. Mit einer Bevölkerungszahl von 320.000 und einer Fläche von 103.000 Quadratkilometern ist das Eiland das am dünnsten besiedelte Land Europas.

Die Bäderkultur in Island ist sehr alt und wird so manchen Badeurlauber überraschen: In Island, speziell in Reykjavik, hat man es mehrheitlich mit Freibädern zu tun. Die Vorstellung ist bei einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 5°C gar nicht so angenehm. Doch keine Angst, bei Wassertemperaturen um die 30° C ist Frieren kaum möglich. Die Temperatur der heißen Pötte und Whirlpools liegt sogar zwischen 37° und 44° C. Baden unter freiem Himmel ist der Gesundheit trotz Schnee und Eis sehr zuträglich. Besonders Herz und Lunge bekommt diese sportliche Aktivität hervorragend und ist daher ideal für Asthmatiker und Herzkranke.

Es ist folglich nur logisch, dass Reykjavik durch den Europäischen Heilbäderverband zur offiziellen „Spa City“ ernannt wurde. Mit gutem Grund: Neben beheizten Freibädern und Fitnesscentern sind hier Spas mit Kosmetikbehandlungen und Massage-Angeboten im Überfluss zu finden.

Eine Welt aus Wasser und Licht

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Eines der Bäder, die dringend erwähnt werden sollten, ist zweifelsohne das Fitness- und Badecenter Laugar. Es liegt im Herzen vom Laugardalur Tal, dem größten Sport- und Freizeitpark Reykjaviks. Die Gäste von Laugar haben zusätzlich zu dem topmodernen Fitnesscenter und der großflächigen Badelandschaft freien Zugang zu den Schwimmbecken von Laugardalur. Eine weitläufige und ruhige Welt aus Wasser und Licht lädt zum luxuriösen Entspannen ein. Erholungswillige wählen zwischen Massagepool mit Meerwasser, speziellen Fußbädern oder sechs Dampfbädern mit unterschiedlicher Temperatur und Feuchtigkeit. Jedes hat seinen eigenen Duft und seine akustische und optische Eigenheit, wie Vogelgesang, Bachgeplätscher, Sternenhimmel und Sonnenaufgang. Kosmetik- und Massagestudio, Restaurant, Friseursalon und Sportartikelgeschäft sowie ein Kinderbetreuungscenter sorgen für ein Rundum-Verwöhn-Programm.

Eis und Feuer als Therapie

Im Nordica Spa hingegen sind zwei Jacuzzis zu finden, wo die Gäste durch eine Kopf- und Schultermassage begrüßt werden. Zum edlen Spa Studio gehört auch ein Entspannungspool, zwei Aromatherapieräume und eine Freiluftsauna. Isländischer geothermaler Lehm wird hier bei einer typischen „Vulkanbehandlung“ genutzt, dieser hat magnetische Wirkung auf die vom Körper gespeicherten Gifte und kühlt zudem angenehm. Eine weitere Spezialität dieser Wellness-Oase ist die Eis- und Feuer- Therapie, welche für tiefe Entspannung sorgen soll. Verwendet werden hierfür Lavasteine, die von Hand auf dem Gletschereis des berühmten Vulkans Snæfellsjökull gesammelt wurden, gefolgt von kühlen weißen Marmorsteinen. Die Schmetterlingstherapie hingegen wurde exklusiv für das Nordica Spa entworfen bringt mit Ölen aus Myrrhe, Orange und orientalischer Rose  den Körper, den Geist und die Seele wieder ins Gleichgewicht.

Exotische Strände und Lavafelder – mitten in Europa

Laut der englischen Tageszeitung The Guardian ist in Reykjavik der beste exotische Strand in Europa zu finden. In Nauthólsvík, gerade mal fünf Minuten vom Stadtzentrum entfernt, wird geothermales Wasser in eine kleine Bucht im Nordatlantik gepumpt, wodurch das Wasser an diesem von Menschenhand geschaffenem Badestrand auf etwa 20°C aufgeheizt wird. An manchen Tagen können hier auch Kanus oder Segelboote gemietet werden.

Nur gut dreißig Autominuten von Reykjavik entfernt hingegen liegt mitten in einem bizarr anmutenden Lavafeld die Blaue Lagune, ein geothermales Planschbecken, gefüllt mit warmem Wasser, das zum Relaxen einlädt und zusätzlich heilsame Wirkung bei Hauterkrankungen zeigt.

Dieses Wahrzeichen Islands hat noch einen Zwilling im hohen Norden der Vulkaninsel. Am malerischen See Mývatn, im Norden Islands, gibt es eine neue, beheizte Lagune, wo die Gäste in natürlich heißem Quellwasser am Nachthimmel nach den Nordlichtern Ausschau halten können.

Weiterführende Informationen zu den erwähnten Bädern und Spas:

 Offizielle Homepage der Spa City Reykjavik

 Laugar Spa, der größte Sport- und Freizeitpark Reykjaviks

 Nordica Spa: Edles Spa Studio mit Entspannungspool, Aromatherapieräumen und Freiluftsauna

 Die Blauen Lagune: Geothermales Spa im Lavafeld

 Neue, beheizte Lagune am See Mývatn



Alle Angaben ohne Gewähr