Suche
Absenden Suche
Seite drucken

Duty Free

Duty Free Einkäufe


© stock.xchng

1999 wurde der Duty-Free-Verkauf innerhalb der EU abgeschafft. Seitdem ist es nur noch möglich, bei Reisen in die EU hinein bzw. aus ihr heraus zollfreie Waren einzukaufen. Seitdem bieten die ‘Travel Value Shops’ das gleiche Sortiment an gleicher Stelle an. Doch kann man hier auch ohne Zollbefreiung günstiger einkaufen als in normalen Warenhäusern?

Travel Value Shops günstiger als der übrige Handel

Der TÜV Rheinland hat das Angebot der Shops getestet und kam zu dem Ergebnis: 90% der angebotenen Waren sind tatsächlich günstiger. Im Vergleich mit unterschiedlichen Händlern, d. h. Unternehmen mit regionaler und überregionaler Bedeutung sowie Internet-Anbietern, blieben die Preise der Value Shops teilweise sogar deutlich unter denen der Konkurrenz. Getestet wurden häufig nachgefragte Produkte aus den Bereichen Spirituosen, Kosmetika und Parfum. Bestätigt wurde das Ergebnis durch einen weiteren Test der Sendung 100 % Urlaub im Saarländischen Rundfunk. Die Ersparnis bewegte sich im Raum zwischen 10% und 30 % des Kaufpreises, so der TÜV Rheinland.

Fazit: Auch bei innereuropäischen Flügen kann mit Travel Value in 19 Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gespart werden. Besonders zu empfehlen sind die monatlich wechselnden Angebote der Shops, die hier unter dem jeweiligen Flughafen zu finden sind. Duty Free-Einkäufe bleiben weiterhin die Günstigsten, egal ob in der Luft oder im Flughafen. Beachten sollten Sie dabei stets die zulässigen Gesamtmengen an Waren, die zollfrei eingeführt werden dürfen sowie die Bestimmungen zur Mitnahme von Flüssigkeiten und Gels im Handgepäck. Alle Informationen zu diesen Themen finden Sie im Folgenden.

Sicherheitsbestimmungen für Duty Free-Waren

Die neuen Handgepäckregelungen für Flüssigkeiten betreffen auch den Duty Free/Value Shop-Einkauf. So müssen alle in den Shops erstanden Flüssigkeiten und Gels innerhalb der EU sowie in zahlreichen weiteren Ländern mit ähnlichen Sicherheitsbestimmungen die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Flüssigkeiten und Gels müssen in einer verschlossenen, transparenten Plastiktasche (‘Antimanipulationstasche’) verpackt sein, dies wird von den Angestellten der Shops übernommen.
  • Die Antimanipulationstasche darf bis zum Erreichen der endgültigen Destination nicht geöffnet oder beschädigt werden.
  • Kassenbons der gekauften zollfreien Waren müssen ordnungsgemäß an der Antimanipulationstasche befestigt sein oder sich in dieser befinden.


Ausnahmen

Weiterhin erlaubt sind Flüssigkeiten, Gels und Sprays für medizinische Zwecke. Dies gilt auch für Babynahrung (z. B. Flaschenmilch, Brustmilch, Babysaft), die für den Gebrauch während des Fluges mit einem Baby vorgesehen ist. Vorsicht: Duty Free-Einkauf mit Tücke Bei Flügen innerhalb der EU stellen die neuen Gesetze für Flüssigkeiten an Board keine weiteren Probleme dar, hier sind die Reglungen einheitlich. Umsteiger aus Nicht-EU-Ländern dagegen sollten frühzeitig die richtigen Vorkehrungen treffen, um nach dem Urlaub nicht plötzlich ohne Mitbringsel dazustehen. Ein Beispiel: Sie fliegen von Kairo via Frankfurt nach Stuttgart. Weil sich die ägyptischen von den EU-Bestimmungen bezüglich der Flugsicherung unterscheiden, kann die Duty Free-Ware bei der Sicherheitskontrolle in Frankfurt für den Weiterflug nach Stuttgart einbehalten werden, wenn es sich um eine Flüssigkeit, Creme oder ein Gel handelt.

Lösung: Koffer nicht durchchecken

Die einzige Möglichkeit, die Ihnen neben dem Verzicht auf die zollfreie Flüssigkeit bleibt, ist das Gepäck nur bis zum nächsten Flughafen einzuchecken, in unserem Beispiel also bis Frankfurt. Dort können Sie die im Duty Free Shop gekaufte Waren im Gepäck verstauen und erneut aufgeben, denn die neuen Vorschriften für Flüssigkeiten an Board beziehen sich nur auf das Handgepäck. Ob die Preisersparnis den Aufwand rechtfertigt, muss aber jeder Reisende für sich selbst entscheiden. Ganz wichtig: achten Sie auf die Connection Time, d.h. die Zeit, die Ihnen zwischen den Flügen bleibt. Erkundigen Sie sich noch am Check-in-Schalter Ihrer Fluggesellschaft nach der voraussichtlichen Zeit, die Ihnen zwischen den Flügen bleibt und gehen Sie im Zweifel auf Nummer sicher.

JW80497480.jpg

Die letzten Zoll-Nischen

Zollfreies Einkaufen von Tabakwaren, Spirituosen, Kosmetika etc. gehört innerhalb der EU der Vergangenheit an. Jedoch gilt auch hier: keine Regel ohne Ausnahme. Es gibt sie nämlich noch, die letzten Zoll- und Steuer-Nieschen Europas. Jetzt müsste man nur noch wissen wo?

Ostsee

Da sind zum Einen die Fähren, die den Nicht-EU-Mitgliedsstaat Norwegen ansteuern und sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Zum anderen die Ausflugsdampfer, die z.B. in Saßnitz auf Rügen und auf Usedom in internationale Gewässer ablegen. Auch auf der autonomen Ostsee-Insel Åland, die völkerrechtlich zu Finnland gehört, ist zollfreies Einkaufen möglich.

Helgoland in der Nordsee

Auf der autofreien Hochseeinsel Helgoland bleibt es weiterhin möglich, Genuss- und Lebensmittel in begrenzten Mengen ohne staatlichen Aufschlag zu erwerben. Kleidung, Schmuck und technisches Gerät müssen ab einem Warenwert von 180 EUR verzollt werden.

Sonderfälle im europäischen Zollrecht

1. Die hier aufgelisteten Gebiete gehören zwar zur EU, nicht aber zum gemeinsamen Zollgebiet. Dementsprechend gelten hier zollrechtlich die Höchstgrenzen für Drittländer.

  • Helgoland
  • die Inselgruppe Färöer
  • Grönland
  • Saint Pierre und Miquelon, Mayotte, Neukaledonien, Französisch-Polynesien, Wallis und Futuna, Französische Süd- und Antarktisgebiete
  • Livigno und Campione d`Italia sowie der zu Italien gehörende Teil des Luganer Sees zwischen Ponte Tresa und Porto Ceresio
  • Aruba und die niederländischen Antillen
  • Ceuta und Melilla und
  • der nördliche (türkische) Teil Zyperns, in dem die Regierung Zyperns keine tatsächliche Kontrolle ausübt
2. Außerdem gibt es noch Gebiete, die zwar zum Zollgebiet der EU, nicht aber zu ihrem Steuergebiet gehören. Auch hier gelten die Höchstgrenzen für Länder außerhalb der Union. Allerdings wird bei Überschreitung der Einfuhrgrenzen kein Zoll fällig - wohl aber die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) und etwaige Verbrauchssteuern. Diese Bestimmungen gelten für folgende Gebiete:
  • die britischen Kanalinseln
  • die Überseedepartements Frankreichs (Martinique, Guadeloupe, Réunion und Französisch-Guayana)
  • die Kanarischen Inseln
  • die Ålandinseln
  • der Berg Athos in Griechenland


Quelle: http://buhl.valuenet-content.de/portal/cmsNewsContent.php

SX_Zoll_02.jpg

© stock.xchng

Tax Free Shopping – Einkaufen ohne Mehrwertssteuer

Tax Back - oder zu Deutsch: mehrwertssteuerbefreites Einkaufen - bietet Ihnen die Möglichkeit, die Mehrwertsteuer für Produkte zurückzuerhalten, die Sie im Ausland erworben haben, sofern diese bestimmten Gruppen angehören. Für Sie als Tourist ist dies besonders interessant, da u. a. auch bei Waren wie Kleidung, Unterhaltungselektronik und Schmuck diesen Gruppen angehören. Mit einem Wohnsitz innerhalb der EU sind Sie von der Steuerrückerstattung von einem EU-Land ausgeschlossen, d.h. eine Rückerstattung ist nur in Nicht-EU-Länden möglich. Es stehen Ihnen zwei Möglichkeiten offen, die Mehrwertssteuerrückerstattung nach dem Einkaufen im Urlaub geltend zu machen. Erstens können Sie die Rückerstattung direkt vom jeweiligen Finanzministerium Ihres Urlaubslands erhalten. Dies funktioniert i. d. R. über ein Formular, welches Sie sich auf der entsprechenden Seite der Behörde herunterladen können. Der Vorteil dieser Option: es treten keine weiteren Kosten für Sie auf und die Ersparnis bleibt auf Höhe der Mehrwertssteuer des Landes. Der Nachteil: Sie müssen sich um alle relevanten Informationen sowie das Formular, welches die Rückzahlung ermöglicht, selbst kümmern. Kurz: ein gewisser Mehraufwand garantiert eine höhere Ersparnis. Ihre zweite Option besteht in der Inanspruchnahme des Services eines privaten Unternehmens, welches als Mittler zwischen Käufern - also Ihnen - und den jeweiligen Behörden auftritt (Global Refund). Im Folgenden Beschreiben wir, wie Sie sich mit Hilfe von Global Refund die von Ihnen bezahlte Mehrwertssteuer erstatten lassen können. Dem Vorteil hier alles aus einer Hand zu erhalten und auf diese Weise Zeit zu sparen steht der Nachteil einer Servicegebühr gegenüber. Entscheiden Sie selbst, welcher Ihr Weg zur Steuerrückerstattung ist, eines haben beide gemeinsam: sie sparen bares Geld.

Wie funktioniert Tax Free Shopping?

Zwar unterscheiden sich die Prozeduren von Land zu Land, jedoch gibt es einen standardisierten Weg (englisch), der bei allen Teilnehmenden Ländern der gleich ist:

1. Einkaufen

Kaufen Sie Ihre Waren in einem Geschäft mit dem Global Refund Tax Free Shopping - Zeichen. Bevor Sie am Urlaubsort Ihre Zeit damit verbringen nach einem Solchen zu suchen, finden Sie teilnehmende Länden bequem von zu Hause aus hier. Derzeit nehmen weltweit 35 Länder an diesem Programm teil. Ganz wichtig: Lassen Sie sich einen Global Refund Scheck aushändigen, ohne ihn ist die Steuerrückerstattung nicht möglich.

2. Zoll

Hier lassen Sie Ihren Global Refund Scheck nach entsprechender Prüfung validieren. Dazu präsentieren Sie dem Zoll am Flughafen Ihre Einkäufe, die Rechnungen und Ihren Reisepass bevor Sie das Land verlassen, sprich vor dem Check-In.

3. Auszahlung

Häufig ist die Auszahlung direkt am Flughafen möglich. Sie erhalten den Betrag in bar, als Überweisung auf Ihr Kreditkartenkonto, als Bankscheck oder als Einkaufsgutschein für die Flughafengeschäfte an einem der Cash Refund Stände. Eine weitere Option bietet die Sendung des durch den Zoll entwerteten Global Refund Schecks an die unten aufgeführte Adresse. Der Scheck muss allerdings binnen vier Wochen nach dem Rückflug abgeschickt werden. Die Auszahlung erfolgt per Überweisung auf Ihr Giro- oder Kreditkartenkonto. Die Adresse lautet:

Global Refund
Processing Center (Germany)
Zetschegasse 17
1230 Vienna / Austria

Für weitere Informationen zum Steuerrückerstattungsprogramm besuchen Sie die Global Refund Seite. Aufgrund der unterschiedlichen Verfahrensweisen in den teilnehmenden Ländern ist es empfehlenswert, sich vor der Reise über die jeweiligen Voraussetzungen des Landes zu informieren. Landesspezifische Informationen, wie z. B. den für eine Rückerstattung erforderlichen Mindestwert der erstanden Waren, finden Sie auch unter „Choose destination“ auf GlobalRefund.de.

Wichtig für USA-Touristen:

Da es in den USA kein nationales Mehrwertssteuersystem gibt, ist die Mehrwertssteuerrückerstattung generell nicht möglich. Allerdings bietet der Bundesstaat Louisiana (englisch) ein eigenes Programm an. Die Bundesstaaten Alaska, Delaware, Montana, New Hampshire und Oregon erheben keine Mehrwertssteuer.

Bei Kleidung sparen

Über die oben genannten Staaten hinaus gibt es allerdings noch weitere, die das Steuern sparen ermöglichen: in den unten aufgelisteten Staaten finden in den Sommermonaten, meist während der Ferien, zeitlich begrenzte „Sales Tax Holidays“ bzw. „Tax-free weekends“ statt. Während dieser Tage sind bestimmte Warengruppen von der Mehrwertssteuer befreit. Erfreulich für Shopping-Enthusiasten: Bekleidung gehört immer dazu.

Da diese Steuerbefreiung i. d. R. jährlich neu gebilligt werden muss und häufig an das Ende der Sommerferien gekoppelt ist, unterscheidet sich das genaue Datum von Jahr zu Jahr und Bundesstaat zu Bundesstaat. Eine Übersicht der teilnehmenden Staaten samt Links zu dem jeweiligen Department of Revenue (Finanzministerien) finden Sie hier. Im Bundesstaat New York wird übrigens ganzjährig keine Mehrwertssteuer für Bekleidung und Schuhe bis maximal $ 110 erhoben. Das führt immerhin zu einer Ersparnis von 4% des Kaufpreises. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in diesem Dokument (Englisch).

Wichtig für Kanada-Touristen: Die Befreiung von der Mehrwertssteuer für Waren und Dienstleistungen für Besucher Kanadas (Visitor Rebate Program), im speziellen Unterkünfte, wurde zum 1. April 2007 aufgehoben. Somit ist es nicht mehr möglich eine Rückerstattung für o. g. Leistungen zu beantragen. Weiter Informationen sowie Ausnahmen von dieser Regelung finden Sie hier (Englisch).



Alle Angaben ohne Gewähr