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Bahnreisen

Bahnreisen

Was die Ökobilanz angeht hat die Deutsche Bahn sich bereits als konkurrenzfähig erwiesen, doch gilt das auch für ihre Preise? Wir wollen an dieser Stelle wichtige Tipps geben, die Ihnen dabei helfen sollen sich im nicht immer ganz durchsichtigen Tarifangebot der Bahn zurechtzufinden. Denn auf dem Weg zu günstigsten Tarifen gilt es einige Hindernis aus dem Weg zu räumen.

Beginnen sollten Sie ihre Ticketsuche im Internet, genauer auf der Homepage der Deutschen Bahn. In der Rubrik Preise&Angebote können Sie nach den für Sie passenden Aktionen suchen. Hier finden Sie die verschiedensten Möglichkeiten, ein Schnäppchen zu machen – von Pendlerangeboten über die BahnCard bis zu zeitlich begrenzten Sonderaktionen. Und wenn Sie das Durchblättern dem Surfen im Internet vorziehen, dann greifen Sie zur Broschüre „Die Mobilitätsangebote der Bahn“. In beiden Fällen gilt: Informieren Sie sich gut, Ihr Portemonnaie wird es Ihnen danken.

Es kann sich enorm auszahlen, sich frühzeitig mit möglichen Sondertarifen der Deutschen Bahn auseinanderzusetzen. Hier gibt es diverse Modelle, die je nach Bedürfnis des Fahrgastes viel Geld sparen können.

BahnCard

Der Klassiker unter den Rabatten: BahnCard 25, 50 und 100 erfreuen sich großer Beliebtheit. Zu Recht, denn mit diesen Sonderkonditionen schont man den Geldbeutel erheblich. Je nachdem, für welche Card man sich entscheidet, erhält man 25 Prozent oder 50 Prozent Rabatt auf den Fahrpreis. Wer die Bahncard 100 sein Eigen nennt, kann ein ganzes Jahr ohne weitere Fahrtkosten die Deutsche Bahn nutzen.

Die BahnCard 25 ist für Fahrten in der 2. Klasse für 57 Euro erhältlich, die BahnCard 50 kostet in der Standardversion 230 Euro. Vorteil der BahnCard 25 im Gegensatz zur BahnCard 50: Der Rabatt kann stets mit anderen Aktionspreisen kombiniert werden, doch auch hier ist man an bestimmte Fahrtzeiten gebunden - dies entfällt hingegen bei der BahnCard 50. Die BahnCard 50 lohnt sich für Vielfahrer und all jene, die ihre Reisen lieber kurzfristig planen. Zusatzkarten für Ehe- und Lebenspartner sowie Kinder sind bei der BahnCard 25 für 10 Euro zu haben. Ermäßigte Hauptkarten für die Bahncard 50 hingegen gibt es für Kinder von 6 bis unter 18 Jahren, Schüler, Azubis und Studenten bis einschließlich 26 Jahren sowie Senioren ab 60 Jahren.

Für stolze 3.800 Euro ist die BahnCard 100 erhältlich. Sie funktioniert wie eine Flatrate. Man zahlt einmalig den Festpreis und kann das ganze Jahr fahren: wohin, wann und so oft man will. Es muss für keine Fahrt eine gesonderte Fahrkarte gelöst werden. Kinder unter 18 Jahren sowie Ehe- oder Lebenspartner erhalten eine BahnCard 25 kostenlos, wenn mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt lebt und zugleich im Bestellschein angegeben wird - bzw. Inhaber einer Zusatzkarte ist.

Sparpreise

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Wer einen Sparpreis ergattert, kann ab 29 Euro in der 2. Klasse bzw. ab 49 Euro in der 1. Klasse durch ganz Deutschland reisen -  einfache Fahrt, auch im ICE. Auf kurzen Strecken bis 250 Kilometer in der 2. Klasse geht es sogar noch günstiger ab 19 Euro. Zu zweit fährt man schon ab 49 Euro in der 2. Klasse, bis zu 3 weitere Personen zahlen jeweils ab 20 Euro.

Nichts für spontan Reisende, daher umso lukrativer für Menschen, die ihre Reisen gerne weit im Voraus planen: Mindestens drei Tage vor Reiseantritt kann man sich um einen der sogenannten Sparpreise 25 bzw. 50 bemühen: Je nach Zeitpunkt der Reise erhält man so 25 oder 50 Prozent Rabatt. Diese Tarife sind zudem mit der BahnCard 25 kombinierbar - so kann der Preis zusätzlich gesenkt werden. Auch für Mitreisende entstehen so beachtliche Vorteile: bis zu vier Mitfahrer zahlen für ihr Ticket nur halb so viel wie der erste Fahrgast. Familienkinder unter 15 Jahren fahren kostenlos mit. Die Sparpreise gelten für Hin- und Rückfahrt, sind jedoch fest an bestimmte Züge gebunden.

Europa-Spezial

Wer nun nicht innerhalb Deutschlands mit der Bahn fahren möchte, jedoch einen Trip innerhalb Europas plant, sollte sich das Europa-Spezial der Deutschen Bahn genauer anschauen:  Damit kann man ab 39 Euro (1. Klasse ab 69 Euro) von jedem Bahnhof in Deutschland aus in ein Land in Europa fahren. Bestimmte Verbindungen sind sogar schon ab 19 Euro (1. Klasse ab 29 Euro) zu haben.

Schönes-Wochenende-Ticket

Das Schönes-Wochenende-Ticket ermöglicht es fünf Personen, einen Samstag oder Sonntag lang die Bahn im Nahverkehr zu nutzen. Wer das Ticket online oder am Automaten bucht, zahlt 39 Euro. Am Schalter müssen 41 Euro gezahlt werden.

Wenn Sie eines der Angebote für sich nutzen können: Herzlichen Glückwunsch! Denn nicht jeder kommt in den Genuss eine der Aktionen zu ergattern. Diese unterliegen oft zeitlichen Einschränkungen, sind nur für die eigene Reise eingeschränkt nutzbar oder schlicht vergriffen. Vor allem in den Ferien, am Wochenende oder an Feiertagen sind derartige Rabatte in Windeseile ausgebucht. Es ist also ratsam, sich aktiv mit der Planung auseinanderzusetzen, denn weder am Schalter noch bei der Onlinebuchung ist das günstigste Ticket für den gewünschten Zug garantiert!

Die Online-Buchung

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Theoretisch soll die Reiseauskunft der Bahn dem Nutzer das Vorsprechen in einer der Bahn-Filialen ersparen und ein bequemes Buchen einer Bahnfahrt von daheim ermöglichen. Doch leider, so fand die Stiftung Warentest in ihren regelmäßigen Tests heraus, ist das Abrufen der günstigsten Strecken bzw. Tarife teilweise nicht möglich. Wer also ganz sicher sein will, den bestmöglichen Deal zu gemacht zu haben, kommt an einem Besuche des am Schalter nicht vorbei. Nur hier kann auf den vollen Umfang des Bahnangebots zurückgegriffen werden.

Aber auch trotz des eingeschränkten Angebots ist die Onlinesuche für einen ersten Preiseindruck gut zu gebrauchen. Wer beim Reisen weniger Wert auf Geschwindigkeit und dafür mehr Wert auf den Preis legt, der sollte die Voreinstellungen der Suche anpassen. So lässt sich z. B. durch einen Haken mehr im Unterpunkt "ohne ICE" viel Geld sparen. Fazit: Je simpler die gesuchten Routen und Tarife, desto besser eignet sich die Reiseauskunft der Bahn-Homepage als Ticketschalter. Kommen aber komplizierende Faktoren wie mehrere Personen, verschiedene Altersklassen, Nutzung von Sonderangeboten, überregionale Routen oder Gabelfahrten hinzu, stößt das System häufig an seine Grenzen. Daher: im Zweifel den Weg zur persönlichen Beratung am Schalter in Kauf nehmen.

Die Buchung am Schalter

Die Buchung direkt am Schalter der Deutschen Bahn hat neben der persönlichen Beratung den Vorteil, dass sie gegenüber den anderen Bezugsquellen meist noch die günstigsten Tarife zu Tage fördert. Wie die Stiftung Warentest herausfand, lohnt es sich aber, gezielt nach der günstigsten Strecke bzw. dem günstigsten Tarif zu fragen. Häufig werden für die ersten Angebote die teuren, schnelleren ICE-Verbindungen ausgegeben. Wer sich mit den Verbindungen auskennt, kann in Einzelfällen sogar für weniger Geld genauso schnell reisen. So geschehen, als ein Tester den Bahnbediensteten auf eine Route aufmerksam machte, die auf den ICE verzichtete. Da die Fahrt jedoch im gleichen Regionalzug fortgesetzt wurde, zur gleichen Zeit ans Ziel führte. Es lohnt sich also, jedem Angebot mit einem gesunden Misstrauen zu begegnen. Erkundigen Sie sich vor allem bei längeren Bahnreisen, ob der Erwerb einer BahnCard lohnt. Ausnahme: um die das Personal am Schalter zu entlasten, werden einzelne Angebote via Onlinebuchung und Automaten günstiger ausgeschrieben als solche, die am Schalter erworben werden. Fragen Sie daher, ob der von Ihnen gewählte Tarif auch dazu gehört. So lassen sich auf den letzten Metern weitere Euros sparen.

Haben Sie einen endgültigen Preis für Ihre Zugreise in Erfahrung gebracht lohnt sich der Vergleich mit der Konkurrenz: nicht selten ist das Flugzeug oder der Bus günstiger. In jedem Fall ist die Entscheidung für die Bahn eine ökologisch sinnvolle. Und auch um Staus oder Zankerei auf der Rückbank lässt sich unterwegs auf den Gleisen ein weiter Bogen machen.

Zum Dauer-Spezial der Deutschen Bahn. Ganz Deutschland für 29 Euro.



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