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Ökoreisen

Ökoreisen


© Rainer Sturm / pixelio

Umweltschutz ist auf dem Vormarsch - egal ob es um erneuerbare Energien oder ökologisch angebautes Gemüse geht. Auch im Urlaub legen immer mehr Menschen Wert auf nachhaltiges Reisen. smavel.com erklärt, was sich genau dahinter verbirgt und worauf man bei der Urlaubsplanung achten sollte.

Wer seinen Kühlschrank mit Ökostrom betreibt und kürzere Strecken mit dem Fahrrad fährt, wird im Urlaub ungerne auf den Klimaschutz verzichten. Viele Anbieter setzen darum verstärkt auf nachhaltigen bzw. sanften Tourismus.

Was sind Ökoreisen?

Für die Menschen ist Urlaub die schönste Zeit des Jahres, doch für die Natur sind Reisen meistens kein Gewinn. Mit Ökoreisen schützen Reisende die Umwelt und haben gleichzeitig die Möglichkeit, diese besonders intensiv zu erleben.

Worauf muss man achten?

Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, dass die Banane auf dem Frühstücksbuffet einen Aufkleber mit Bio-Siegel hat. Vielmehr sind es eine ganze Reihe von Faktoren, die zur Nachhaltigkeit beitragen:

Die An- und Abreise

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Reisen mit dem Auto oder gar mit dem Flugzeug sind für das Klima denkbar ungünstig. Näher gelegene Reiseziele, die mit Bus oder Bahn erreicht werden, sind deutlich klimaschonender. Einige Urlaubsregionen, wie zum Beispiel der Schwarzwald, ermöglichen daher die kostenlose Nutzung von Bus und Bahn.

Wer dennoch nicht auf Fernreisen verzichten will, kann das beim Flug verursachte CO2 mit einer Geldspende kompensieren. Anbieter sind zum Beispiel atmosfair.de oder myclimate.de. Zudem sollte man darauf achten, dass die Entfernung in einem gesunden Verhältnis zur Reisedauer steht. Für eine Woche in die USA zu fliegen sollte man also möglichst vermeiden.

 Mehr Informationen zu nachhaltigem Reisen

Die Unterkunft

Ökohotels integrieren sich harmonisch in die Umgebung. Die Betreiber sollten darauf achten, möglichst wenig Abfall zu produzieren und den Strom aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Dabei müssen die Gäste nicht zwangsläufig auf Komfort verzichten: Inzwischen gibt es ein breites Angebot an umweltfreundlichen Unterkünften - vom Gutshof bis zum Wellness-Hotel.

Zu erkennen, welche Standards die jeweilige Unterkunft einhält, ist jedoch schwierig. Ein einheitliches Umweltzeichen gibt es nicht - allein in Europa sind es mehr als 30. Das Verbraucherportal label-online.de bietet eine Übersicht verschiedener Label mit näheren Informationen und Bewertungen.

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© stock.xchng

Das Essen

Bei der Auswahl der Produkte sollte die Küche nicht nur auf einen biologischen Anbau Wert legen. Entscheidend sind außerdem regionale und saisonale Produkte. Denn: Was vor Ort angebaut wird, muss nicht lange transportiert werden und verursacht so keinen unnötigen CO2-Ausstoß. Bei saisonalen Produkten entfällt zudem unnötiges Kühlen oder Heranziehen in beheizten Gewächshäusern.



Die Unternehmungen

Unternehmungen wie Heli-Skiing in Kanada oder Rallye-Touren im Dschungel machen den Urlaub zu einem Erlebnis. Allerdings sollte die Natur unter ausgefallenen Erlebnissen nicht leiden. Anbieter nachhaltiger Reisen beschränken sich daher auf umweltschonende Aktivitäten wie zum Beispiel Rafting, Klettern oder Wandern.

Um die Gegend zu erkunden, sollte man auf Mietwagen verzichten und auf öffentliche Verkehrsmittel oder noch besser auf die eigenen Füße bzw. auf ein Fahrrad zurückgreifen.

Das Verhalten

Andere Länder – andere Sitten. Wer nicht gerade im Heimatland Urlaub macht, sollte sich gut über sein Urlaubsziel informieren. Je mehr man über die jeweiligen Kleidervorschriften und Umgangsformen weiß, desto geringer ist das Risiko, die einheimische Bevölkerung unbeabsichtigt vor den Kopf zu stoßen.

Die Souvenirs

Exotische Tiere oder Pflanzen haben in der Reisetasche nichts verloren. Sie unterliegen strengen Aus- und Einfuhrbestimmungen und sind in gewohnter Umgebung mit Sicherheit besser aufgehoben. Auch Schnecken oder Muscheln sind häufig geschützt und sollten daher nicht als Souvenirs missbraucht werden. Ebenso Tabu sind Andenken aus Tierprodukten wie Figuren aus Elfenbein oder Krokodilleder-Handtaschen. Auch mit billiger Importware ist man schlecht bedient. Diese ist qualitativ oft schlecht und unterstützt die lokale Wirtschaft kaum. Wesentlich besser geeignet sind dagegen lokale Erzeugnisse wie Malereien oder landestypische Textilien und Schmuck.

Die Rückkehr

Heutzutage teilt man seine Urlaubserfahrungen nicht nur mit Freunden oder Familie, sondern oft mit der ganzen Welt. Wer seinen Reiseanbieter bewerten möchte, sollte auch Umwelt- und soziale Aspekte mit einfließen lassen.

Was nachhaltiges Reisen noch bedeutet

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© stock.xchng

Neben dem Umweltschutz umfasst nachhaltiges Reisen noch weitere Aspekte: Zum Beispiel sollte sichergestellt werden, dass ein Großteil des Reisepreises in der jeweiligen Region verbleibt, um dort den Arbeitsmarkt und die Infrastruktur zu unterstützen.

Auch die Kultur und die Traditionen des Landes sollten nicht unter dem Tourismus leiden. Statt sich in einem Beton-Hotelkomplex von den Einheimischen abzugrenzen, sollte man sich mit der Kultur des Landes befassen und diese stärken.

Zuletzt sollten Reisende auch über die Situation von Frauen und Kindern aufgeklärt werden. Gerade in Entwicklungsländern kann Massentourismus die Prostitution und Ausbeutung von Menschen fördern. Verantwortungsvolle Reiseanbieter geben Hinweise, was man dagegen tun kann.

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Alle Angaben ohne Gewähr