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Haustausch

Haustausch – eine ganz andere Art von Urlaub

Man stelle sich vor, man könnte jedes Land bereisen, das man möchte. Bezahlen müsste man dabei allerdings nur die Anfahrt, die Verpflegung und die Dinge des alltäglichen Lebens – ganz wie zuhause. Die Unterkunft hingegen wäre kostenlos. Genau nach diesem Prinzip funktioniert Haustausch. Hinter Haustausch verbirgt sich eine Variante des Tourismus, die zwar schon eine feste internationale Fangemeinde ihr Eigen nennt, jedoch nach wie vor eher ein Geheimtipp ist. smavel.com hat sich die etwas andere Art der Urlaubsreise einmal genauer angeschaut.

Haustausch wird auch Wohnungstausch genannt. Darunter versteht man die Möglichkeit, das Haus oder die Wohnung einer einheimischen Person oder Familie im Ausland für eine vorher abgesprochene Zeit zu bewohnen. Im Gegenzug stellt man seine eigene Wohnung oder sein Haus dieser Familie als Ferienunterkunft zur Verfügung.

Was auf den ersten Blick eher bizarr anmutet (völlig Fremde tauschen die Behausungen und leben dort für eine gewisse Zeit) ist in Wirklichkeit eine höchst interessante Alternative für Reisebegeisterte, die Wert darauf legen, ihre Ferien kostengünstig und individuell zu gestalten. Zudem bietet Haustausch die besten Voraussetzungen, Land und Leute am Urlaubsort auf authentische Weise kennenzulernen - indem man dort lebt, wie einer von ihnen.

Wie ist Haustausch entstanden?

Das Geburtsland des Haustausches sind die USA. In den 30er und 40er Jahren wurde das Konzept wiederholt als Austauschprogramm für Universitäts-Dozenten realisiert. Der erste berühmte Teilnehmer eines Haustauschs war US-Präsident Jimmy Carter samt Gattin Rosalyn. Im Jahre 1976 stellte eine brasilianische Familie in Recife ihnen ihr Haus als Feriendomizil zur Verfügung. Im Gegenzug bewohnten sie zeitgleich deren Erdnussfarm in Georgia. Danach begannen auch Privatleute sich zu organisieren und sich gegenseitig ihre Häuser und Wohnungen als Urlaubsunterkunft freizugeben.

Natürlich erfordert diese Art des Urlaubs eine gewisse Offenheit neuen Dingen und Menschen gegenüber. Nicht nur, weil man sich selbst in einer neuen, fremden Umgebung, nämlich einem fremden Haus, wiederfindet – man muss sich ebenso damit arrangieren können, dass fremde Menschen im Gegenzug die eigenen vier Wände bewohnen.

Wie funktioniert Haustausch?

Mittlerweile werden die meisten Haustausch-Ferien über große Internetportale abgewickelt. Diese betonen, dass sie sich ihren guten Ruf in dieser Nische des Tourismus fast ausschließlich durch positive Mund-zu-Mund Propaganda erarbeitet haben. Qualität wird auf diesen Portalen groß geschrieben. Interessenten haben dort die Möglichkeit sich die bisherigen Tauschbewertungen ihrer potentiellen Tauschpartner anzusehen. Zudem bieten die Anbieter jede Menge Infos zu Ort und Behausung in Form von Fotos und teilweise sogar Videos auf ihren Webseiten an.

Nach einer kurzen Registrierung, die allerdings meist kostenpflichtig ist, wählt man das Land aus, in das man reisen möchte und bekommt anschließend die Haus- und Wohnungsangebote angezeigt, die für die gewünschte Region verfügbar sind. Ist eines der Tauschgesuche attraktiv, hat man in der Regel die Möglichkeit, über die Webseite direkt eine Nachricht an den Inserenten zu schicken. Stimmt dieser dem Tausch-Arrangement zu, steht dem Urlaub nichts mehr im Wege. Ganz wichtig dabei: Beim Haus- oder Wohnungstausch finden zu keiner Zeit finanzielle Transaktionen zwischen den Tauschpartnern statt.

Aber wer sollte in meinem Haus leben wollen?

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Diese Frage stellen sich die meisten Neulinge beim Haustausch. Doch oft sind die Teilnehmer überrascht, wie hoch die Resonanz auf ihre Wohnung oder ihr Haus ist. Das liegt vor allem daran, dass es beim Haustausch nicht um Luxus geht, sondern darum, authentische Ferien vor Ort zu erleben und sich zu fühlen, wie ein Einheimischer. Das eigene Zuhause muss daher kein Palast sein, oder durch First Class Ambiente überzeugen.

Die Tauschvorgänge laufen in den meisten Fällen parallel zueinander ab. Es gibt jedoch auch Tauschpartner, die ihre Ferienhäuser oder Zweitwohnsitze in die Tauschbörsen einstellen. Auf den meisten Portalen kann man bequem nach solchen Voraussetzungen suchen, so dass der Urlaub zeitlich flexibler geplant werden kann. Beispielsweise kann vereinbart werden, dass der eine Partner im Haus des Tauschpartners wohnt, während dieser sich gerade woanders aufhält. Der Tauschpartner kann dann zu einem späteren Zeitpunkt für die vereinbarte Dauer das Haus oder die Wohnung des anderen bewohnen.

Übrigens: Nicht nur Immobilienbesitzer können am Haustausch teilnehmen. Auch Mieter können ihre Wohnungen zum Tausch anbieten - ein Tausch von Unterkünften gilt nicht als genehmigungspflichtiges Untermietverhältnis.

Welche Vorteile bieten Haustausch-Ferien?

Die meisten Haustausch-Fans haben sich ursprünglich aus finanziellen Gründen zu ihrem ersten Tausch entschlossen, denn bei einem Haustausch zahlen die Tauschpartner lediglich Anreise und Verpflegung vor Ort. Ein zweiwöchiger Pauschalurlaub mit Mietwagen kostet schnell mehr als das Doppelte. Was viele Tauschpartner jedoch bei ihrem Aufenthalt feststellen und zu schätzen wissen, ist die Freiheit, die ihnen diese Art von Ferien bietet. Kommen und gehen wie man will, Freizeitgestaltung ganz nach den eigenen Wünschen, dazu der Luxus eines eigenen Hauses, in dem man sich frei bewegen kann, eigene Zimmer für die Kinder, jenseits der Enge eines Hotelzimmers. Dazu der Reiz eines fremden Hauses, mit DVDs die man noch nicht gesehen hat, und Büchern, die man noch nicht gelesen hat. Den Urlaubsreisenden erwarten unzählige neue Eindrücke, die die Ferien zu einem ganz besonderen Erlebnis machen.

Gibt es Risiken?

Natürlich tauscht man sein Haus zunächst vielleicht eher ungern mit völlig fremden Menschen. Ein Tausch sollte daher viel eher mit dem Einladen von Freunden zu sich nach Hause verglichen werden. Passend dazu ist es üblich, dass sich die Tauschpartner im Voraus durch E-Mails und Telefonate besser kennenlernen. Dabei können auch Arrangements und Bedingungen für den Aufenthalt getroffen werden. Die Tauschpartner bestimmen dabei gemeinsam die Regeln.

Natürlich kann niemand garantieren, dass man sich kein schwarzes Schaf in die eigene Wohnung holt. Doch die Tauschportale im Internet blicken oft auf langjährige Erfahrung zurück und können die Fälle, bei denen es zu Beschwerden kam - laut eigener Aussage – oftmals an einer Hand abzählen. Von Diebstahl oder vorsätzlicher Sachbeschädigung kann keines der Portale berichten. Und das klingt gar nicht so abwegig, wenn man bedenkt, dass sich der Tauschpartner in der exakt selben Lage befindet, wie man selber. Sollte es dennoch zu Schadensfällen kommen, zahlt die Privathaftpflichtversicherung. Da manche Partner während des Aufenthalts sogar ihre Autos tauschen, sollte man dies übrigens im Vorfeld bei der Versicherungsgesellschaft melden. 

Eine simple Grundregel bringt es auf den Punkt: Das Haus der Tauschpartner sollte man am Ende der Ferien so verlassen, wie man es vorgefunden hat.

Haustausch – die perfekten Ferien?

Abgesehen von den Kosten, die man durch Haustausch im Urlaub einsparen kann, ist es vor allem die Abwechslung und Freiheit, die dafür sorgen, dass die Haustauschgemeinde stetig wächst. Manche Tauschpartner blicken bereits auf mehr als 20 erfolgreich abgewickelte Tauschferien zurück, ohne dass es auch nur ansatzweise zu Problemen kam. Viele Freundschaften wurden auf diese Weise bereits geschlossen. Grundvoraussetzung ist nichtsdestotrotz eine große Portion Offenheit und Vertrauen. Diese sind die idealen Voraussetzungen für einen entspannten Urlaub jenseits von Pauschalreise und Massentourismus.



Alle Angaben ohne Gewähr